Blitz

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Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

„Nachtigall, ick hör dir trapsen.“

Redewendung

Vermutlich ist diese Redewendung aus einem Volkslied hervorgegangen, welches wohl erstmals in der Liedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“ (1805 bis 1808) veröffentlicht wurde und gleich in den ersten beiden Strophen mit „Nachtigall, ich hör dich singen“ und „Nachtigall, ich seh dich laufen“ aufwartet.

Aber weder die Nachtigall noch deutsches Liedgut sind heute Thema meines Gedankenblitzes, sondern eine Aussage von Lu Shaye, einem chinesischen Botschafter, der nachdem Emmanuel Macron dem chinesischen Diktator Xi Jinping jüngst erneut in den Hintern gekrochen ist und dabei die Weltherrschaft Chinas propagiert, nun am Wochenende die künftigen weiteren Entwicklungen in Europa kundgetan hat.

China erkennt mit sofortiger Wirkung die Existenz von Staaten der ehemaligen Sowjetrepublik, welche heute noch neben der Russischen Föderation existieren, nicht mehr an; dazu gehört u. a. das Baltikum.

Und so werden wir uns darauf einstellen müssen, dass demnächst nicht nur die Ukraine und Taiwan von der Bildfläche verschwinden werden, sondern auch noch weitere weniger bedeutende Länder.

Das führt nun zu der Frage, wie es eigentlich um die neuen Bundesländer steht? Hier sollten sich die politischen Parteien zusammen mit der deutschen Industrie in Peking absichern, ob sich überhaupt noch weitere Investitionen in den Osten der Republik lohnen.

Könnte aber auch sein, dass dies inzwischen von Ursula von der Leyen geregelt worden ist, hat diese sich doch zusammen mit Emmanuel Macron um den besten Platz in Peking gedrängelt — und wo dieser ist, das dürften unsere Politiker inzwischen herausgefunden haben; übrigens, die Manager von VW und Co. sind schon längst vor Ort.

Es gibt selbstverständlich auch Chinesen, die anderer Meinung sind. Diese befinden sich aber nicht im diplomatischen Dienst, sondern auf Friedhöfen, in Konzentrationslagern oder im Exil.

Gerne verweise ich auf die Charta 08 …


Hinweisbild der Stadtbibliothek

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Beitragsfoto: Hinweisbild der Stadtbibliothek aus deren Newsletter Nr. 10/2022 | © Stadtbibliothek Heilbronn

Präsidiumssitzung

Gleich zum Tagesbeginn gab es eine sehr spannende Sitzung des Landesverbandes der Freien Wähler, welche dieses Mal allerdings wieder „online“ stattfand. Unter anderem diskutierten die Präsidiumsmitglieder über eine Überlastung der Kommunen durch eine überbordende Bürokratie und das neue Wahlrecht, welches das passive Wahlrecht auf 16 Jahre für Gemeinderäte und 18 Jahre für Bürgermeister senkt. Mehrheitlich stehen die Freien Wähler dieser „neuen Politik“ sehr skeptisch gegenüber.

Ich selbst habe mich als 17 Jähriger dafür entschieden, erst einmal einen Berufsabschluss zu erreichen, bevor ich versuche von meinem passiven Wahlrecht Gebrauch zu machen. Ich habe diese Entscheidung bis heute nicht bereut und bedauere es zutiefst, dass wir inzwischen in unserer Gesellschaft mit der Berufspolitik immer mehr zu einem Kastenwesen gelangen, das Politiker hervorbringt, die außer, dass sie in Ämter nachrücken oder tatsächlich auch beim ersten Mal gewählt werden, nichts vorzuweisen haben — weder einen qualifizierten Bildungsabschluss noch Erfahrungen in einem Beruf, der eine abgeschlossene Ausbildung zur Voraussetzung hat.

Eine demokratische Gesellschaft kann und wird nur dann überleben, wenn die Bürger selber die Politik gestalten und nicht, noch dazu völlig unqualifizierte, Mitbürger bezahlen, damit sie ihnen diese ehrenamtliche Arbeit über Jahrzehnte hinweg abnehmen.

Stadtbibliothek

Noch am Montag konnte ich von den Verantwortlichen der Stadtbibliothek bei der Mitgliederversammlung des entsprechenden Freundeskreises erfahren, dass die Stadtbibliothek zum Herbst diesen Jahres wieder an ihrem Hauptstandort im K3 öffnen wird, wobei ich — wie berichtet — den Termin eigenständig auf Ende des Jahres verlegt hatte, muss ich bereits heute in der Heilbronner Stimme lesen, dass eine Wiedereröffnung der Stadtbibliothek nicht vor 2024 erfolgen soll. So darf man getrost an der Qualifikation sämtlicher Beteiligten zweifeln.

Ich halte die Stadtbibliothek weiterhin für eine der wichtigsten Heilbronner Institutionen, auch wenn ich die kleinbürgerliche Ausrichtung derselben bedauere und mit noch größerem Bedauern zur Kenntnis nehmen musste, dass man selbst einen zeitgemäßen Umbau im Gemeinderat mehrheitlich auf das Allernotwendigste reduzierte. Was übrig bleibt ist einfach nur noch ein bildungsbürgerliches Feigenblatt, welches nun irgendwann einmal wieder halbwegs in Betrieb genommen wird.

Erstaunlich ist dabei nur, dass man sich zeitgleich ein Literaturhaus mit Spitzenbesetzung leistet und zudem an einem für Heilbronn völlig nutzlosen Kleist-Archiv Sempdner festhält. Mit diesen Geldern hätte man die Stadtbibliothek tatsächlich erblühen lassen oder gar mit einer Integration des Literaturhauses in die Stadtbibliothek eine großstädtische Lösung finden können, so wie es ursprünglich auch einmal von den damals, als ich Ende 2014 nach Heilbronn zurückkam, Verantwortlichen beabsichtigt war.

Und so hat wieder einmal eine kleinbürgerliche Vetternwirtschaft obsiegt, die überhaupt nicht zu den Großstadtansprüchen von so einigen bedeutenden Heilbronnern passen und einzig und alleine dafür sorgen, dass wir wohl noch auf Jahrzehnte hinweg von einer städtischen Baustelle zur nächsten wechseln.

Kegelabend

Der Start ins Wochenende ist mit einem sehr kurzweiligen Kegelabend gelungen, wobei sich im Anschluss noch ein paar Mitglieder der EUROPA-UNION zusammensetzten, um sich über den Sachstand der Vorbereitungen für die 7. Hertensteiner Gespräche informieren zu lassen.

Auch dieses Mal haben wir sehr interessante Gesprächskreise, wobei der Bundesverband der EUROPA-UNION mit einem Entwurf für ein föderalistisches Manifest ins Rennen gehen wird, das nachmittags bei den Hertensteiner Gesprächen gleich drei Themengebiete näher beleuchtet: ein demokratisches Europa, ein sicheres Europa und ein nachhaltiges Europa.

Die weitere Diskussion des Abend über sämtliche Themen und mögliche Referenten wie auch die passenden Moderatoren brachte ein ganz neues Thema mit ins Spiel, nämlich ein von Thomas Heiligenmann aufgeworfenes „Blühendes Europa“, welches sicherlich von Walther Heipertz mit Freude aufgenommen werden würde.

Das Problem dabei ist, wie in den sechs Jahren zuvor auch, dass die Themenvielfalt und die Tiefe der jeweiligen Diskussionen mit der dafür zur Verfügung stehenden Zeit konkurrieren. Und so wird es erneut spannend werden, wie sich die Gespräche am Samstag, 23. September 2023 entwickeln werden.

Interview mit General Ben Hodges

Richard Walker von der Deutschen Welle führte ein sehr informatives Interview mit Generalleutnant a. D. (US) Ben Hodges. Er analysiert dabei den Hintergrund der Schlacht um Bachmut, versucht das Angriffsziel einer möglichen ukrainischen Sommeroffensive herauszufinden und macht dabei zudem das notwendige militärstrategische Kriegsziel der Ukraine deutlich.

Ohne wirksame Unterstützung der USA, des Vereinigten Königreichs, Frankreichs und Deutschlands wird sich die Ukraine nicht gegen den russischen Angriff, der bereits seit 2014 andauert, erfolgreich wehren können. Ohne die Rückeroberung der Krim wird die Ukraine alleine aus militärstrategischen Gesichtspunkten nie gegen die Russische Föderation bestehen können.

Deswegen muss die USA die Rückeroberung der Krim durch die Ukraine offiziell befürworten. Ben Hodges versichert zum Schluss, dass auch die US-Republikaner hinter der Ukraine stünden und nach der kommenden US-Wahl stehen werden.


Durchblick

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Beitragsfoto: Durchblick | © Carola68 Die Welt ist bunt … auf Pixabay

Vorbereitungen

So ganz nebenbei gibt es noch die eine oder andere Veranstaltung, die vorbereitet werden muss. Die Maifeier findet erneut in der Neckarhalle statt, wobei ich richtig froh darüber bin, dass sich Herbert Burkhardt so tatkräftig einbringt. Vor allem, weil ich dieses Mal zuvor in den Mai tanzen und somit gleich von der einen in die andere Veranstaltung wechseln werde. Und auch die 7. Hertensteiner Gespräche am 23. September 2023 sind für die Organisatoren bereits in vollem Gange und so finden nun regelmäßige Videokonferenzen mit unseren Kooperationspartnern und weitere Vorbereitungsbesprechungen statt.

Gerne nutze ich die Gelegenheit und bedanke mich bei Franz Schirm, der unermüdlich unsere regelmäßigen Veranstaltungen vorbereitet, wie auch gleich heute Abend das Europa-Kegeln. Ohne Menschen wie Franz und Herbert könnte ich viele Veranstaltungen gar nicht stemmen.

Hochschule

Mit Detlef Stern und Thomas Michl konnte ich mich ein wenig über zwei bevorstehende Vorlesungen in der kommenden Woche austauschen und bin deswegen sehr zuversichtlich, dass die Studenten diese Vorlesungen ganz gut annehmen werden. Mein Motto für die kommende Woche habe ich dabei auch schon:

„I can explain it to you, but I can’t understand it for you.“

Anon

Unthemen

Eigentlich hätte es auch heute doch so einige Themen gegeben, die man hätte ansprechen können. Angefangen von den allzu bekannten Problemen und Problemchen in Heilbronn oder den vergeblichen Versuchen die Bundeswehr (wieder) zu funktionsfähigen Streitkräften umzubauen. Letzteres wird nur gelingen, wenn man u. v. a. die Artikel Art 87a und b im Grundgesetz reformiert, der militärischen Führung damit auch die finanzielle Verantwortung überträgt und schlussendlich das zivile Personal auf maximal ein Siebtel der Gesamtstärke reduziert.

Dann aber habe ich mich dazu durchgerungen keine dieser Themen zu behandeln, sondern mich auf spannendere Dinge zu beschränken. So habe ich mir das Feuerwerk gegönnt, dass Elon Musk heute in Texas gezündet hat und auch einmal auf Twitter geschaut, ob sich seine jüngsten Änderungen dort bemerkbar machen. Seine Reduzierung der Belegschaft um über 50 % haben auf alle Fälle nicht zu den Schwierigkeiten geführt, die so viele erwartet hatten. Und dass jetzt auch noch die bunten Häkchen bei Twitter nicht mehr rein willkürlich verteilt werden, hat zumindest meines Erachtens durchaus seinen Charme.

Gefreut hat es mich, dass ich zum jüngsten veröffentlichten Gedicht Feedback bekommen habe, wobei Hans Müller die Gelegenheit nutzte und mir noch ein Bild aus Buffalo zusandte. Etwas verwundert musste ich feststellen, dass ein Blog-Beitrag aus dem März diesen Jahres plötzlich in wenigen Tagen mehr als 1 000 Leser erhält. Dieser Beitrag wird wohl nicht wegen des Lobs, welches ich anfangs dort verteile, so oft gelesen werden, sondern eher wegen zweier Tatsachenfeststellungen, die die Betroffenen offensichtlich nicht sehr gut verdauen können.