Blitz

Eine andere Meinung 5 (2)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Heute hat mich eine Leser — ich sage nicht welcher — darauf aufmerksam gemacht, dass es in den Social Media durchaus noch andere Meinungen zu meiner Heimatstadt gibt.

Ich habe ihn um den Link gebeten, da ich doch keine entsprechende Accounts mehr habe.

Der Beitrag befindet sich auf Instagram.

Man muss nicht derselben Meinung wie dieser junge Mann sein, aber es ist ganz gut, wenn man darum weiß, dass es durchaus auch andere Meinungen zu unserer Stadt gibt.

Ich selbst kenne Dieter Schwarz nur im Anzug und auch nur von einer einzigen Begegnung beim Treffpunkt Europa.

Für alle, die wie ich kein Instagram haben, nun hier der Beitrag als „Exzerpt“.


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Konzert

Musikvideo der Woche 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Heute gab es eine eher entspannende Vorlesung, wobei ich mir nicht so ganz sicher bin, ob ich auch verstanden wurde. Auf alle Fälle ging meine offen vorgetragene Kritik an den anwesenden Studenten völlig spurlos an denselben vorbei. Bei uns ist man inzwischen so lange für Eigenverantwortung zu jung, bis man dann ganz plötzlich viel zu alt dafür ist.

Könnte aber auch nur sein, dass ich mich immer gerne selber mit den Besten gemessen habe und nun nicht mehr verstehen kann, dass den meisten Mitmenschen das nicht ganz der Letzte zu sein völlig ausreicht — was überhaupt nicht schlimm ist, es ist einfach nur eine andere Lebenseinstellung.

Vielleicht sind meine Themen aber heutzutage für Vorlesungen einfach auch nur viel zu komplex und müssten eher in interessierten Kleingruppen „abgearbeitet“ werden. Mit dieser Erfahrung dürfte ich nicht alleine sein, wohl deshalb gibt es schon etwas länger Versuche des agilen Studierens.

Ich bin nun nach ein paar Semestern an der Hochschule zu der Überzeugung gelangt, dass es weit besser wäre, wenn weniger studieren und sich wieder mehr um richtige Arbeit bemühen, die nicht zu viel völlig unnötiges Denken fordert und nur so viel wie es der Job erfordert, was schon mehr sein dürfte als viele noch erbringen können. Immer weniger schaffen es gute Gesellen zu werden und versuchen sich als Ersatz an einem BA — ganz egal in was. Aber immer noch weit besser als sogleich in ein arbeitsloses und völlig sinnloses Leben abzugleiten. Und wer weiß, vielleicht kommt der eine oder andere geläutert aus diesem studentischen Umweg heraus und wird zum Schluss noch ein sehr glücklicher und erfolgreicher Handwerker.

Nun aber zu meiner Musik für diese Woche. Wishbone Ash gehörten mit zu den ersten von mir gehörten Rockgruppen. Die Gruppe gründete sich 1969 in Devon und dürfte den meisten meiner Altersgenossen als Vorgruppe zu anderen bekannten Bands in Erinnerung geblieben sein.

„Errors Of My Way“ befindet sich auf dem ersten Album „Wishbone Ash“ (1970) der Gruppe. Zwei Jahre später gab dann die Platte „Argus“ uns Jüngeren neue Gedankengänge mit auf den Weg.

„I’m leaving to search for something new
Leaving everything I ever knew
A hundred years in the sunshine
Hasn’t taught me all there is to know

The valley, we will gather there
Helpless in our surrender
Tomorrow the plow becomes the sword
Make us stronger in our danger

Time will pass away
Time will guard our secret
I’ll return again
To fight another day

I’ll have to be a warrior
A slave I couldn’t be
A soldier and a conqueror
Fighting to be free“

Wishbone Ash, Warrior (1972)

Dann noch „So Many Things To Say“ vom Album „Wishbone Four“ (1973).

Für den Schluss musste ich mich zwischen „Blowin’ Free“ und „The King Will Come“ entscheiden. Beide findet man auf der „Argus“-LP. Auf alle Fälle dürfte der nun folgende Song besser zu meiner oben thematisierten Vorlesung passen.

„The sky will fall, the earth will pray
When judgment comes to claim its day“

Wishbone Ash, The King Will Come (1972)

Kino

2.6.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Kino

Wunderlich

Die FDP meint nun, dass mit Nazis herumzumachen liberal sei. Die Wähler liefen der FDP sicherlich nicht deswegen davon, weil sie zu weit links war. Und nun laufen die FDP-Granden auch noch den falschen Wählern hinterher. Und so ist es für diese Partei sicherlich ganz gut, dass über 70-Jährige nicht mehr so schnell zu Fuß sind — aber vielleicht fahren deren Vertreter gerade deswegen so gerne Porsche.

In Baden-Württemberg darf nun in Freibädern oder an Bushaltestellen nicht mehr geraucht werden. Bei uns in Heilbronn wird bisher sogar im Hallenbad und in den meisten Kneipen geraucht, zumindest im Außenbereich. Lassen wir uns einmal überraschen, was aus diesen neuen Verboten werden wird.

Wahrscheinlich ist dies aber die neue deutsche Lässigkeit. Alles was man sagt und vereinbart ist mit der Verlautbarung auch schon wieder Schnee von gestern, wie etwa die Schuldenbremse, unsere Sondervermögen oder gar eine Transparenz in der Politik.

Nun dürfen Mitgliedsstaaten der EU Menschen ohne Schutzanspruch in aufnahmewillige Drittstaaten abschieben, was ich schon sehr lange für eine gute Idee halte — wenn man es richtig bewerkstelligt. Das Problem dabei ist aber, wer diese Menschen freiwillig aufnimmt. Hätte man den Magreb nicht vor gut 10 Jahren so stark verprellt, wäre dies heute sehr viel einfacher.

Deshalb gehe ich davon aus, dass diese Entscheidungen im Europäischen Parlament keine tragfähigen sind, sondern nur weiter den rechtsextremen Populismus in Europa stärken sollen und sicherlich auch werden.

Unsere Politiker sind inzwischen wie Fettsäcke, die jeden Tag aufs Neue abnehmen wollen und immer wieder eine neue Diät ankündigen — dabei weiß doch inzwischen jeder, dass sie nie schlanker werden und sie sich dazu heimlich eine Torte nach der anderen einverleiben. Jede Demokratie lebt von der Glaubwürdigkeit ihrer Vertreter!

Vermischtes

Scheinbar drehen nun auch ein paar Kanadier in Alberta durch — muss man nicht mehr verstehen. Dafür sorgen wohl ein paar Republikaner, dass Donald Trump keine 2 Milliarden Dollar an Steuergeldern zur Entlohnung seine Schlägertruppen verwenden kann. Kann es ein Equilibrium der Dummheit geben?

Thomas Michl hat sich über die hohe Kunst der organisatorischen Selbstsabotage geäußert. Viele Betroffene dürften darüber lächeln können, ändern wird es sicherlich nichts.

Detlef Stern zeigt in einem Blog-Beitrag über Lesepaten wie schnell die Zeit vergeht. Nun ist er ebenfalls Ex-Lesepate, als wäre es gestern gewesen; Ideen für Freiwilligenarbeit hätte ich übrigens genug. Dafür treffen wir uns gleich heute Morgen zu einem Nicht-Käffchen, bevor es für uns beide in die Vorlesungen geht.

Gestern wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden, was man ihr überhaupt nicht ansieht. Die meisten ihrer Filme habe ich mehrfach gesehen. Und so hätte ich besser zu ihrem 100sten auf Misfits (1961) zurückgegriffen, wobei mir aber ihre Komödien weiterhin am besten gefallen.

Heile Welt

Gestern gab ich mir ganz spontan „The Mandalorian and Grogu“. Zuerst das Positive. Das Kino war fast leer. Entweder lag es daran, dass wir — ja meine bessere Hälfte war mit dabei — den Film in der Originalsprache sahen, oder daran, dass das Heilbronner Publikum mehr Geschmack hat als ich es bisher vermutete.

Auch das Kino war sehr aufgeräumt, bis auf die Plätze in der letzten Reihe, dort lag noch der Müll von den Vorgängern. Die elektrisch verstellbaren Liegestühle ohne Tadel — in den USA sind sie aber noch beheizbar.

Aber nun zum Film. Im Falle, dass man die vorherigen Star Wars Filme nicht gesehen hat, dann ist dieser Film nichts für den Zuschauer, denn er lebt ausschließlich von den Vorgängerfilmen einschließlich der Serie. Die Idee sehr einfach, jeder darf und muss sich wohlfühlen können. Und für den Fall, dass sich Zuschauer den Film irrtümlich anschauen, finden sich Anleihen von weiteren sehr bekannten und populären Allerweltsfilmen. Ich habe sofort Szenen aus Harry Potter, Men in Black und Ghost Busters wiedergefunden — es werden sich sicherlich weitere Anleihen finden.

Das Einspielen der alten Star Wars-Garde nett. Dass man den Hauptdarsteller wenigstens ein zwei Minuten lang mitspielen lies, halte ich dennoch für etwas gewagt. Dass man Sigourney Weaver mitspielen lies, eine einzige Fehlentscheidung, denn dies hat mehr versprochen als der Film halten kann.

Kritisch sehe ich die versuchte Rehabilitation der Fetten, denn nur der junge Fette war gut und nett. Die beiden alten fetten „weißen Männer“ hingegen weiterhin wie eh und je die bösen Buben.

Beste Szene im Film, wie vier kleine Leute mit einem Miniraumschiff eine Ratte wegpusten — ein Seitenhieb auf Ratatouille?

Zum Ende des Films noch der Hinweis, dass es für wirklich jeden eine Uniform gibt. Früher™ sagte man, „Auch dein Helm wurde schon gepresst.“

Für mich aber wirklich überraschend, dass es dieses Mal weder eine Prinzessin noch ein Super Girl gab — vielleicht wird gerade deshalb aus dem Film kein Kassenschlager.


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