Blogger

8.6.02026 4.8 (6)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Ghosting

Eigentlich dürfte es niemanden wundern, wenn plötzlich der Kontakt abreißt oder schon gar nicht erst hergestellt wird. Manche der Studenten, die ich so höre, wundern sich dennoch sehr.

Auch ich wurde schon geghostet, denn dies gehört inzwischen regelrecht zum menschlichen Umgang mit dazu. Ich glaube, dass dies eine direkte Folge des uns alle überfordernden Lärms ist, den wir Menschen seit längerem erzeugen und inzwischen sogar erzeugen lassen (Stichwort: KI).

Noch nie hat man als Mensch alle Informationen, die einen beständig erreichen, auswerten geschweige denn auch adäquat beantworten können. U. a. Deutungsmuster und Vorurteile sorgten für entsprechende Filter. Hinzu kamen noch gesellschaftliche Gepflogenheiten, die verhinderten, dass jeder und alles auf Sendung gehen konnte — man benötigte Handwerkszeug, Lizenzen und Genehmigungen.

Heute schicken die letzten Deppen z. B. Tausende künstlich erstellte und maschinell vervielfältigte Bewerbungen an sämtliche Personalverantwortliche dieser Welt und erwarten dann auch noch eine zeitnahe Antwort.

Auch wenn ich selbst durchaus daran zu kauen habe, wenn ich geghostet werde, weiß ich um die gesellschaftliche Notwendigkeit — ohne Ghosting bricht der noch produktive Teil unserer Welt einfach zusammen. Und so frage ich mich jedes Mal, wenn ich geghostet werde, was der tatsächliche Grund sein könnte. Zu 80 % dürfte es einfach nur eine Übersättigung der entsprechenden Empfänger sein, für die restlichen 20 % bin ich nur ein weiterer Depp.

Und wie könnte man das Problem lösen? Leistung und Selektion sind bei uns weiterhin reines Teufelszeug. Deswegen bleibt es uns nur übrig, jedem von uns, einfach selber weniger Lärm zu erzeugen. Vielleicht dringend wir dann insgesamt wieder besser zumindest bei jenen durch, die uns nicht für die letzten Deppen halten.

Schleusen

Dieter Schwarz schafft Fakten. Nun, da das erste Lidl-Containerschiff Heilbronn als Heimathafen hat, dürfte der seit Jahrzehnten stockende und zuletzt von beiden Regierungen (Bund und Land) gestoppte Schleusenausbau in Fahrt kommen.

Künftig fahren die Giganten der See winkend an Hamburg vorbei, biegen kurz einmal in den Rhein ab, bevor sie dann auch Mannheim links liegen lassen und ihren neuen Heimathafen ansteuern.

Wenn das mit dem Neckarbogen und dem Bildungscampus nichts wird, kann man den Platz zum Containerstapeln nehmen. Beide Liegenschaften sind weiterhin mit der Hafenbahn angebunden — sage da noch jemand, man würde bei uns nicht vorausschauend planen.

Das mit den Vertiefungen bekommen wir auch noch hin, funktioniert bei der Elbe seit Jahrzehnten ganz prächtig. Und notfalls stauen wir ein wenig auf, klappt bei der Ems ebenfalls.

Vielleicht aber wissen die Macher im Schwarz-Konzern schon ein wenig mehr und bauen bereits darauf, dass Heilbronn wegen des Klimawandels bald direkt an der Nordsee liegen wird. Das nennt man dann strategisches Denken.

Vermischtes

Heute seit Langem mal wieder eine Fahrt mit dem meseno-Bus. Wenn wundert es noch, als erstes ging es an die Tanke. Der Rest der Fahrt bei bestem Wetter sehr angenehm. Die Brücke beim kommenden IT-Tempel dürfte fertig sein; nur noch ein paar Landschaftsarbeiten.

Die Instandsetzung bei der Bundeswehr hat man schon länger ausgesourct, wobei es eher um die Versorgung von systemrelevanten Personen ging. Und nun, wo man instandgesetzte Waffen und Gerät dringen benötigt, wundert man sich plötzlich, dass die dafür aufgebrachten Steuergelder einfach so weg sind.

Was macht man aus einem nagelneuen Stadtteil wenn bald auch die KI-Blase platzt? Ganz einfach: der Welt größtes Weindorf. Der große Vorteil dabei, man benötigt dazu nicht extra ein neues Atomkraftwerk. Ein weiterer Vorteil, man kann dort dann auch mit dem eigenen Hubschrauber einschweben. Übrigens, dank eines Inders wissen wir, dass unsere Prominenz gerne bis zwei Uhr morgens weinseelig ist. Das hätte einem Johann Wolfgang von Goethe sicherlich gefallen (kleiner Insider).

Gestern Abend konnte ich noch ein wenig das Tanzbein schwingen. Inzwischen dürfte dies eher in Richtung alte Knochen schütteln gehen. Interessanter Weise waren das Tanzen und unsere Tanzschulen im Heilbronner Raum auch ein Thema beim europäischen Frühstück am Samstag. Wobei wir feststellten, dass gleich drei Anwesende ihre ersten Tanzschritte noch beim Wolf auf der Allee absolvierten.

Und so konnten wir gemeinsam in Erinnerungen schwelgen. Legendär seine Le-Mans-Startaufstellungen, noch bevor es ans Tanzen ging.

Beim Erstellen dieses Blog-Beitrages höre ich Spliffs 85555.


Blitz

Knallköpfe 5 (3)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ich habe mich schon etwas länger von Produkten des VW-Konzern verabschiedet. Über Jahrzehnte hinweg war ich treuer Kunde, angefangen vom Golf 1 bis hin zum Touareg.

Wobei ich es bereits sehr viel früher hätte besser wissen müssen, nämlich als ich als Student aus einem Porscheautohaus schneller wieder hinausgeworfen wurde als ich mich hineingetraut hatte. Der VW-Konzern hatte schon von Anfang an ein sehr verschrobenes Verständnis von Volk.

Staatliche Subventionen und unzählige weitere Transferzahlungen sorgten dafür, dass sich der VW-Konzern mit zur Weltspitze aufschwingen konnte, was aber nur dazu führte, dass den Herren in den Vorstandsetagen die Sicherungen völlig durchbrannten.

Und nun, wo sich der Automobilmarkt auch in Deutschland völlig neu aufzustellen beginnt, die große Masse der Kunden auf bezahl- wie auch fahrbare Fahrzeuge wartet, nur noch Zölle die deutsche Autoindustrie vor den Produkten aus Asien und dem Rest der Welt retten, präsentieren die Verantwortlichen dieses Konzerns das neue Produkt aus Neckarsulm und wahrscheinlich auch aus Heilbronn: ein Supersportwagen Nuvolari mit 1001 Pferdestärken, was unsere Heilbronner Leistungsträger halt so benötigen, um die Allee hoch und runter zu fahren.

Man hört bei uns den Knall einfach nicht mehr!


Sonnensystem

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Beitragsfoto: Sonnensystem | © Shutterstock

Architektur

Für mich ist Architektur noch wichtiger als Musik. Hier einmal ein neues Gebäude, das zeigt wie man bauen kann, wenn man nur möchte. Dieses Gebäude steht nun in der 270 Park Avenue in New York, wurde von Foster + Partners erstellt und beheimatet nun bis zu 14 000 Mitarbeiter von JPMorgan Chase. Eröffnet wurde es bereits im Oktober letzten Jahres.

Die 60 Stockwerke erreichen gut 420 Meter und machen das Gebäude damit zu einem der höchsten der Stadt. Eine Besonderheit ist die Gründung des Gebäudes, da es weitgehend auf den Gleisanlagen von zwei Bahnhöfen steht.

Vermischtes

Heute ein sehr angenehmes Kaffeegespräch mit Detlef Stern, auch wenn es diesem Mal schwerpunktmäßig um Hochschule, Studium, Dozenten und Studenten ging. Gut tat mir dabei, dass wir doch so einiges zu lästern hatten. Waldorf und Statler lassen grüßen. Wobei die beiden Originale ihr Debut bereits 1975 in „Sex and Violence“ hatten.

Kurz ließen wir auch noch ein paar andere Blogger Revue passieren, von denen doch so einige nicht mehr im Internet zu finden sind — was auch an unserem Alter liegen dürfte. Und wie gesagt, jene, die nicht mehr selber denken und schreiben wollen, suchen wir erst gar nicht mehr.

Man kann dies Purismus nennen, aber völlig seichte und Ki-generierte Inhalte bekommt man bereits zur genüge in der Presse — und so sind es die eher ungefilterten Blogs, die noch Interessantes bieten können. Die reinen „News“ bekommt man schon länger durch Funk und Fernsehen.

Danach war ich noch ein wenig im Schwimmbad, was ich allerdings heute nicht zum Schwimmen nutzte.

Aktuell kann man ganz gut lesen, wer so alles am Verteidigungshaushalt und dem entsprechenden Sondervermögen mitverdienen darf. Das Geld wird wie seit Jahren gewohnt mit der Gießkanne auf alles und jeden vergossen, der nur schnell genug hier schreit. Und weil so viel Geld vorhanden ist, muss man nun die Streuung so weit vergrößern, dass die ersten und üblichen Verdächtigen nicht gar vom Geldregen ertränkt werden.

Zum Ende des Abends noch ein paar Runden Rummikub. Als ich dann doch einmal gewann, war aber auch Schluss.

Filmabend

Gestern schauten wir einen bereits etwas älteren Film an, dessen Titel alleine schon neugierig machen dürfte. „The Englishman Who Went Up a Hill But Came Down a Mountain“ wurde von Christopher Monger 1995 in die Kinos gebracht.

Gewöhnlich schrecken mich Filme mit Hugh Grant eher ab, in diesem gefällt er mir aber dann doch ganz gut. Colm Meaney gewohnt gut und dies auch ohne Raumschiff. Ian McNeice gefällt mir hier noch besser als bei „Midsomer Murders“ oder gar als Kwaltz in „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ — verschrobene Rollen dürften ihm einfach liegen.

Alles in allem ein sehr unterhaltender Film mit einigen netten Einfällen und Anspielungen.

Und kaum hatte ich diesen Film fertiggeschaut, wurde ich auf das Filmhighlight im kommenden Jahr aufmerksam gemacht. Als wäre 1987 erst gestern gewesen!

„Spaceballs“, der beste Star Wars Film aller Zeiten, bekommt einen zweiten Teil. Schon der Trailer, den ich mir sofort gönnte, verspricht doch so Einiges. Mel Brooks, der nicht mehr die Regie führt [Gerd M. Hofmann machte mich darauf aufmerksam], wird aber auch als Co-Produzent mit dem Disney Konzert kaum so einen verständnisvollen „Gegner“ wie damals mit George Lucas haben.

Nun hoffe ich, dass doch noch so einige Schauspieler der ersten Crew übrig sind, die damals sämtlich gut spielten. John Candy ist auf alle Fälle nicht mehr mit dabei, zumindest nicht als Mensch und schon gar nicht als Mog.

Und damit auch andere auf den Geschmack kommen, hier noch etwas mehr Erklärung zum neuen alten Film.

„May the Schwartz be with you!“

„I’m a Mog: half-man, half-dog. I’m my own best friend.“

Barf (1987)