Blitz

Wilde Weiber 5 (3)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ob bereits in der Bibel bei „Adam und Eva“ oder jüngst in der USA, es sind immer „wilde Weiber“ die dafür sorgen, dass ein vernünftiges Miteinander nicht mehr möglich ist.

Ein Ayatollah Khomeini wäre ohne schreiende Weiber nie möglich gewesen; das heutige Afghanistan ebenfalls nicht.

Ohne wilde Weiber wäre ein Donald Trump in den USA als Präsident nicht denkbar.

„Grab ’em by the pussy“ und man ist zumindest Spitzenkandidat bei den Republikanern. Aber nicht doch! die Republikaner sind alles andere als ein völlig antiquierter Männerverein!

Unzählig die Groupies von Donald Trump.


Kerzen

7.10.02024 4.9 (10)

Beitragsfoto: Kerzen | © Pexels auf Pixabay

Vermischtes

Kevin Kühnert macht sich vom Acker und baut darauf, dass ihm die SPD fortan sein Luxusleben weiter sichert. Spätestens seit Helmut Kohl ist dies bei uns Staatsräson. Wenn es keine freie oder neue Bundesagentur mehr gibt und auch sämtliche „Staatsbetriebe“ schon vergeben sind, könnte doch zumindest ein CumEx-Aufsichtsrat (die Verbindungen der SPD dorthin sind bestens) oder der Botschafterposten im Vatikan (die CDU hilft sicherlich gerne) freiwerden.

Erfreulich, dass wir einen Nachfolger für mich als Vorsitzenden der Freien Wähler gefunden haben. Nun ist es an der Zeit, um zur Seite zu treten und der Jugend Platz zu machen. Ich bleibe noch auf Wunsch eine Weile beratend tätig, bin aber selbst davon überzeugt, dass man meine Expertise eigentlich nicht mehr benötigt — die „wesentliche eigene Leistung“ (Fachbegriff) ist erbracht und so wird es für den Verein weiter vorwärts gehen, mit mir aber auch ohne mich.

Ach ja, die SPD und andere wollen in Heilbronn nun die Neckarhalde überdachen, dabei haben sie meine jüngsten entsprechenden Vorschläge wohl nicht so ganz richtig verstanden. Für mich sind Bäder wichtige Infrastruktur, um den Bürgern das Schwimmenlernen wie auch den Schwimmsport zu ermöglichen. Nicht wie von der Stadtspitze seit Jahren gewollt und gefördert, auch noch im Wasser zu trinken, zu essen, zu rauchen und ansonsten dort nur dumm herumzustehen — ok, man tratscht dabei auch noch gerne mit seinesgleichen. Und so wird der Gemeinderat demnächst auch noch dafür sorgen, dass selbst die Neckarhalde nun zu einem reinen Planschbecken und „Wasserbesen“ (neue Wortschöpfung) wird. Apropos Leistungssport in Heilbronn, wohl nur dann, wenn Besenbesuche olympisch werden!

Gleich morgen gibt es ein Käffchen zusammen mit Detlef Stern, danach geht jeder von uns in seine eigene Vorlesung bzw. Seminar, mittags sitzen wir erneut kurz zusammen bevor jeder wieder in seinem Seminar verschwindet. Ich bin schon jetzt gespannt darauf, ob die Seminaristen mit eigenen Ideen aufwarten können.

7. Oktober

Heute vor einem Jahr verantwortete die Hamas den brutalsten Völkermord an wehrlosen Israelis seit dem Yom Kippur Krieg. Hemmungslose Lustmörder schändeten dabei Frauen und Kinder, folterten Menschen zu Tode und verschleppten weitere unschuldige Opfer meist auf Nimmerwiedersehen.

Derweil tanzten Palästinenser und Muslime weltweit vor Begeisterung und feierten jedes einzelne Mordopfer. Mir klingen heute noch die Freudengesänge selbst von bei uns Asylsuchenden in den Ohren, welche nicht nur in Berlin und Heilbronn die Ausrottung Israels forderten.

Verantwortliche Religionsführer und die üblichen Verdächtigen unserer eigenen „Friedensbewegten“ schwiegen und schweigen noch heute — ihr abgrundtiefer Antisemitismus lässt alles Menschliche in ihnen verdorren.

Kurz darauf begannen sich die Israelis zu wehren, was leider unvermeidbar weitere unschuldige Leben kostete und auch noch kosten wird.

Seitdem müssen wir das erbärmliche Klagen und dem widerlichen Jammern von ertappten Massenmördern, deren Anstiftern und treuem Gefolge ertragen.

Und nun fordern viel zu viele erneut gebetsmühlenartig einen Frieden im Nahen Osten, dabei müsste jeder wissen, dass man mit Mördern keinen Frieden schließen kann. Wie zum Ende des Zweiten Weltkrieges auch, ist eine bedingungslose Kapitulation dieser Terrororganisationen der einzige gangbare Weg, für den Fall, dass man tatsächlich einen tragfähigen Frieden möchte.

Erschreckend wie gerade in genau dieser Sache der ÖRR (ZDF Spezial) Massenmördern und deren PR-Managern eine Bühne gaben — auch so kann man bei uns seinen eigenen Antisemitismus ganz gefahrlos ausleben.

Führerschein

Da ein Führerschein immer weniger ein Nachweis dafür ist, dass sein Besitzer auch Autofahren kann, sollte man schleunigst damit beginnen und ein wenig mehr Transparenz in die Sache bringen.

Mein Vorschlag: bei jedem Unfall oder schwereren Verkehrsdelikt wird zusätzlich mit angegeben bei wem der Fahrer seine Fahrstunden und -prüfung absolviert hat. Im Falle, dass eine Fahrschule überdurchschnittlich viele Unfallfahrer und Kriminelle hervorbringt, verliert diese ihre Lizenz.

Zudem sollte bei Todesfällen immer geprüft werden, ob man den Prüfer nicht mit in Haftung nehmen kann — ein Führerschein hat etwas mit Reife und Fahrvermögen zu tun und sollte nicht einfach nur so gekauft werden können.

Auch könnte man einmal prüfen, warum sich so viele Heilbronner Stadtbusfahrer bei jedem Zebrastreifen (ganz besonders jenen in der Wollhausstraße) immer öfters überlegen, ob sie bremsen sollen oder nicht — auch bei deren Schulung scheint es große Mängel zu geben.

„Wo auch immer du dich versteckst, menschliche Übel umtosen dich.“

Seneca, 10. Buch, 82. Brief (2018: 659)

Kino

Hoffmanns Erzählungen 5 (5)

Beitragsfoto: Kino

Das Kino war schon immer ein guter Ort, um dem Alltag zu entfliehen. Und wenn man dabei eher für sich alleine sein möchte, guckt man sich künstlerisch etwas wertvollere Filme an — zumindest in Heilbronn klappt das ganz gut.

Der gestrige Anlass war der Start der diesjährigen „The Met: Live in HD“ Saison, was inzwischen zu einem regelrechten Familienereignis wurde. Kontinenteübergreifend sitzt man in einem Kino und manche dabei vielleicht sogar in der Metropolitan Opera selbst und schaut annähernd zeitgleich dasselbe Stück. Und nach der Oper endet für manche dann der Tag während wiederum andere erst in denselben starten; schöner kann die Welt kaum beieinandersitzen!

Als Start in die diesjährige Saison haben die Verantwortlichen die „Les Contes D’Hoffman“ gewählt, eine Oper von Jacques Offenbach. Die von Offenbach 1851 erstmals in Paris aufgeführte Oper basiert auf verschiedenen Erzählungen E. T. A. Hoffmanns, wobei ich es für die Oper als wichtig erachte, dass Hoffmann für seine „Gespenstergeschichten“ berühmt wurde.

„Les Contes D’Hoffman“ zählt fast zu den großen Opern, so äußerte sich gestern Marco Armiliato, der Dirigent dieser Aufführung. Übrigens, diese Aufführung war sein 500. Stück, das er an der Met dirigiert hat; damit dürfte seine Meinung durchaus Gewicht haben. Mich hätte es dabei sehr interessiert, ob es auch seine Lieblingsfassung der Oper gewesen ist und wie viel er bei dieser Zusammenstellung zu sagen hatte. Dass die Oper tatsächlich mit zu den berühmteren gehört, wird dadurch unterstrichen, dass selbst ich zwei oder drei Arien mitsummen konnte. Zumindest aber zählt diese Oper unter die dreißig am häufigsten aufgeführten, was durchaus Rückschlüsse auf deren Beliebtheit beim Publikum zulässt.

Da es von der Oper unterschiedliche Bearbeitungen und Fassungen gibt, versprach ich mir von der Met-Aufführung entweder eine bearbeitete Urfassung zu erleben oder mit einer von der Fachwelt als mustergültig akzeptierten Bearbeitung konfrontiert zu werden. Leider weiß ich bis dato noch nicht, welche ich gestern gesehen habe; auch bei den Erklärungen, die die Met Live in HD-Aufführungen begleiten, wurde ich nicht fündig.

Und so versuche ich mich an einer eigenen Rezension. Hauptunterschied bei den Aufführungen dürfte die Frage sein, ob sie in drei Akten, dann aber mit Prolog und Epilog oder in fünf Akten aufgeführt wird. Die Met hat sich für ersteres entschieden. Dann die Frage in welcher Reihenfolge die drei Lieben Hoffmanns auftreten, hier entschied man sich zwar für den Mainstream, wählte aber für jede der drei Lieben eine eigene Sängerin: Erin Morely gab die Olympia — für mich die beste Sängerin des Abends. Pretty Yende spielte die Antonia und ganz folgerichtig auch noch die Stella. Clémentine Margaine gab die Giuletta und dürfte zumindest meines Erachtens die schlechteste dieser drei Sängerinnen gewesen sein. Da wohl heutzutage eine einzige Sängerin mit diesen drei Rollen zu stark beansprucht würde, hatte ich volles Verständnis für dieses Arrangement; hatte insgeheim aber gehofft, dass die Met Pretty Yende auch als Antonias Mutter auftreten lässt — was die Techniker sicherlich hinbekommen hätten.

Wiederum ganz selbstverständlich spielte Christian Van Horn alle vier Bösewichte, was er sehr gut kann und gemäß der eigenen Aussage auch liebend gerne gibt. Ich durfte Christian Van Horn bereits 2022 in Lucia di Lammermoor erleben und höre ihn seither sehr gerne. Auch dieses Mal hat er nicht enttäuscht.

Der eigentliche Bösewicht des Stücks ist aber Hoffmanns Muse, die ihm auch als sein Freund Nicklausse ganz übel mitspielt. Diese Rolle wurde wohl rein zufällig mit einer russischen Sängerin Vasilisa Berzhanskaya besetzt — die Anna Netrebko ist derzeit bekanntlich als Truppenbetreuerin unterwegs. Gesanglich war Vasilisa Berzhanskaya aber eine Freude, auch wenn sie mir mein Lieblingslied des Stücks, welches sie zusammen mit Clémentine Margaine sang, voll und ganz verdarb.

Benjamin Bernheim, welcher den E. T. A. Hoffmann gab, dürfte neben Erin Morely der beste Sänger des Abends gewesen sein.

Zum Schluss des Stücks brachte Barlett Sher, die die Oper inszenierte, den Chor nochmals in den Vordergrund, was zwar für das Publikum ein sehr guter Schluss ist aber E. T. A. Hoffmann nicht gerecht werden dürfte; mir war der Schluss des Stücks einfach zu gefällig.

Das Bühnenbild von Michael Yeargan gefiel mir ganz gut und die Kostüme von Catherine Zuber waren eine richtige Augenweide.

Da es vor ein paar Jahren Aufführungen der Oper gab, die als zu frivol angesehen wurden, was passieren kann, wenn eine Kurtisane (Giuletta) im dritten Akt mit im Spiel ist, sorgte Barlett Sher nicht nur dafür, dass sich auch Baletttänzer mit an den gezeigten gymnastischen Übungen beteiligten, sondern auch der eine oder andere Slapstick mit eingebaut wurde. Einer davon entstammt Disneyland in Anaheim. Hier hat Sher eine sehr bekannte Szene aus der Themenfahrt „Pirates of the Caribbean“ mit eingebaut — für solche kleine Spielereien liebe ich die Metropolitan Opera einfach!

Im zweiten Akt zeigte Barlett Sher, dass sie wie ich ein Fan von „Chitty Chitty Bang Bang“ ist, einer musikalischen Komödie, die Ken Hughes bereits 1968 inszenierte und noch heute immer wieder einmal im Fernsehen läuft; übrigens das gleichnamige Buch wurde von Ian Fleming geschrieben.

Barlett Shers Olympia ist eine Kopie der ins dortige Schloss eingedrungenen Truly Scrumptious, die im Film von Sally Ann Howes gespielt wird. Auf alle Fälle aber war Erin Morely, die die Olympia gab, sehr hörenswert, und ich musste erneut bedauern, dass ich ihren Höhenflügen einfach nicht mehr folgen konnte — was für eine Stimme!

„Belle nuit, ô nuit d’amour,
‘Souris à nos ivresses,
Nuit plus douce que le jour,
Ô belle nuit d’amour!“

Jules Barbier, Auszug aus der „Barcarolle“