Trump-Anhänger kurz vor der Erstürmung des US-Kapitols

4.11.02024 4.8 (6)

Beitragsfoto: Trump-Anhänger kurz vor der Erstürmung des US-Kapitols | © Tyler Merbler – https://www.flickr.com/photos/37527185@N05/50812356151/

Vermischtes

Ein europäisches Frühstück zum Wochenendbeginn und etwas Tanzen zum Abschluss des Wochenendes. Dazwischen noch etwas Ratlosigkeit darüber wie ich den Studenten kurz vor deren Abschluss noch das Studieren beibringen könnte — sie suchen in meinem Seminar weiterhin nach Problemstellungen; unser Sozialstaat scheint selbst den Studenten die Mündigkeit ausgetrieben zu haben. Dazu passend, dass jene die bereits an einer Hochschule scheitern, die Schuld dafür beim System suchen — wobei sie darin Recht haben könnten, nämlich indem das System ihnen niemals mehr als Hauptschule hätte ermöglichen dürfen.

Aktuell bauen Gemeinderat und Stadtverwaltung unser Provinzbahnhöfle (Heilbronner Stimme) zu einer besseren S-Bahnhaltstelle aus und sorgen zudem dafür, dass man diese nicht einmal mehr mit Bussen oder Autos anfahren kann. Und zeitgleich fordern diese Mitbürger für Heilbronn einen ICE-Anschluss — muss man nicht verstehen.

Inzwischen baut Dieter Schwarz Hochschul- und Forschungsgebäude in und um Heilbronn herum. Bleibt die Frage, mit welchen Wissenschaftlern oder IT- bzw. KI-Experten diese vielen Gebäude besetzt werden sollen. Eine weitere Frage, wie diese ein- und auspendeln können.

Karte

Immer wieder einmal erreichen mich noch Karten, vorgestern eine von Dan Schaffer, welche ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Als ein Verstorbener zu seiner völligen Überraschung in den Himmel kommt und aus reiner Neugierde fragt, ob es denn auch eine Hölle gäbe, wird ihm dies bestätigt. Jetzt noch neugieriger geworden, bittet er darum, diese einmal sehen zu dürfen. Die Bitte wird ihm sofort genehmigt und kurz darauf wandelt er durch die Hölle. Als er dort keinen Unterschied zum Himmel feststellen kann, hakt er bei einem vorbeikommenden Teufel nach. Dieser bestätigt ihm, dass es keine Unterschiede gäbe. Kurz darauf sieht er aber doch noch eine sehr höllische Tür und er wagt einen Blick — entsetzt weicht er zurück und fragt den besagten Teufel, was denn das dortige Höllenfeuer, die ganzen Qualen und das schrille Geschrei sollen? Der Teufel antwortet ihm, dass er keine Ahnung habe, aber die Katholiken darauf bestehen würden.

Dabei wissen wir doch alle, dass es eine Hölle nur auf Erden und zu unseren eigenen Lebzeiten gibt; die meisten von uns schaffen diese für sich gar selbst. Zum Beispiel ganz aktuell die Republikaner, die einen Donald Trump zum US-Präsidenten wählen, der u. v. a. auch noch zugibt, dass Sex das Einzige ist, was er mit seiner eigenen Tochter gemeinsam hat und erst vorgestern in aller Öffentlichkeit mit einem Mikrofonständer masturbierte.

Übrigens, warum lecken Hunde ihre Genitalien? Ganz einfach, weil sie es können.

Warten

Jetzt dürfte wirklich alles gesagt und getan sein, nun heißt es warten, warten auf die Entscheidung der US-amerikanischen Wähler. Bereits über 40 Millionen US-Amerikaner haben ihre Stimme abgegeben, die anderen werden sicherlich morgen folgen. 2020 gaben etwa 158,54 Millionen der 239,25 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Mich würde es nicht wundern, wenn dieses Mal weit über 160 Millionen US-Amerikaner ihre Stimme abgeben und damit die Wahlbeteiligung über die 70 % Marke heben.

Und wenn nun viele so richtig auf den 5. November 2024 hin fiebern, gibt es zudem welche, die darüber hinaus auf den 15. November 2024 warten, nämlich darauf, dass eine Dokumentation über Humphrey Bogart in die Kinos kommt — ich hoffe auch auf eines in meiner Nähe!

Und so wie ich nun darauf warte, dass man wieder einmal Humphrey Bogart zu Gesicht bekommt, hoffe ich, dass wir Donald Trump nur noch dann in den Medien sehen werden, wenn er nach seiner Verurteilung als Verbrecher endlich ins Gefängnis wandert — die US-Amerikaner könnten noch dieses Jahr tatsächlich Geschichte schreiben!

„The universe is change. Life is opinion.“

Marcus Aurelius, Meditations (4.3.4b)

Konzert

Musikvideo der Woche 5 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Wenn schon die ersten Re­zen­senten schreiben, dass das heute erschienene The Cure-Album das Album sei, welches „Pornography“ aus dem Jahr 1982 nachfolgen kann — vielleicht noch neben Bloodflowers (2000) –, zumindest aber das Beste seit „Disintegration“ (1989), da muss ich doch gleich einen entsprechenden Beitrag schreiben. ‚Damals‘ begann die Platte „Pornography“ wie folgt „It doesn’t matter if we all die.“ und bereits 42 Jahre später trägt die jüngste — mich völlig überraschende — Platte den Titel „Songs of a Lost World“.

Konnte „Disintegration“ (1989) später mit „Lullaby“ und „Love Song“ punkten, so war „Pornography“ noch so richtig düster. Wobei wir uns alle — zumindest die meisten von uns — in der Zwischenzeit mit dem Sterben ziemlich viel Zeit gelassen haben, selbst in Opern sterben die Protagonisten schneller.

The Cure wurde bereits 1976 gegründet, wobei der Bandleader Robert Smith das einzige heute noch aktive Mitglied der Gruppe ist. Auch die New York Times scheint etwas überrascht zu sein und merkt an, dass die neue Platte „an eight-song suite of despair, rage and brooding thoughts of a life — and maybe a planet — that has fallen into what he [Robert Smith] calls an ‘inexorable slide’“ sei.

Bis wir uns alle das gesamte Album anhören können, erinnern sich manche vielleicht noch an weitere Lieder von The Cure wie „Boys Don’t Cry“ (1979), „Just Like Heaven“ (1987) oder „Friday I’m in Love“ (1992).

Die neue Platte beginnt mit obigem Song „Alone“, der tatsächlich an „One Hundred Years“ von „Pornography“ anspielt, und endet mit dem achten Song namens „Endsong“.

Ob es tatsächlich Robert Smiths letzter Song bzw. letztes Album sein wird, entscheiden wohl die Käufer. Ganz ähnlich wird es mit Donald Trump sein, wobei dieser bereits in wenigen Tagen am 5. November 2024 seine Quittung erhält. Wenn wir alle so richtig Pech haben, blüht letzterer dann erst so richtig auf.

Bis dahin lege ich mit dem folgenden Song nach.

„Over and over
We die one after the other
Over and over
We die one after the other
One after the other, one after the other
One after the other, one after the other
It feels like a hundred years
A hundred years, a hundred years
A hundred years, a hundred years“

The Cure, One Hundred Years, letzte Strophe (1982)

P. S.


Technik

31.10.02024 5 (9)

Beitragsfoto: Technik | © Foto von Pixabay auf Pexels

Rundschreiben

Einmal im Monat gibt es das Rundschreiben der EUROPA-UNION. Und so habe ich heute das aktuelle Rundschreiben an 256 Empfänger versandt. Und auch dort werbe ich für das Volksbegehren zur Verkleinerung des Landtages.

Ob diese Rundschreiben die Leser auch erreichen, kann ich bis heute nicht mit Gewissheit sagen. Manchmal erhalte ich vereinzeltes Feedback, meist aber nur die Information darüber, wer aus dem Verteiler genommen wurde oder sich daraus abgemeldet hat.

Auf alle Fälle aber stellen diese Rundschreiben sicher, dass jeder, der sich über die Termine der EUROPA-UNION informieren möchte, dies auch kann.

Vermischtes

Nach einigen Jahren Abstinenz nutze ich wieder einmal ein iPad. Zwar gibt es noch ein iPad Mini im Haus, das auch immer wieder für alles Mögliche genutzt wird, aber es ist schon länger nicht mehr so ganz mit den anderen Apple-Produkten kompatibel, nimmt dafür aber kaum Platz weg.

Nun schaue ich mir eine etwas größere Version genauer an, welche größenmäßig an die ersten iPads herankommen dürfte. Mein Ziel dabei ist es, meine Handschrift wieder etwas aufzuhübschen und zudem ein verlässliches Notizheft an der Hand zu bekommen. Wenn alles klappt, werden die erstellten Notizen später in Zettel für den Zettelkasten umgewandelt.

Etwas verwirrend die Information von Apple, dass ich ältere Geräte aus meinem Netzwerk nehmen muss, um einige neuere Features von Apple nutzen zu können; nicht nur mein iPad Mini soll stillgelegt werden, auch etwas größere Geräte möchte Apple nicht mehr genutzt sehen. Ob das gerade in der heutigen Zeit eine gute Firmen-Policy ist, wird sich sicherlich noch zeigen müssen.

Und so ganz nebenbei beschäftigten sich meine besser Hälfte und ich mit unseren alten Mokka-Kochern, die neue Dichtungsringe benötigen. Als erste Folge davon haben wir nun einen neuen Kocher von Bialetti in Gebrauch. Dabei stellten wir beim Maurer fest, dass unser wohl ältester Kocher trotz gleichen Aussehens nicht von dieser Firma ist, welche bereits seit 1933 diese Kocher herstellt, auf alle Fälle passte kein einziger Dichtungsring. Und so werde ich später einmal gucken, welche Firmen alles solche Kocher hergestellt haben; bis auf einen neueren dürften alle unsere Kocher aber aus Italien kommen.

Und wer sich selber einmal am Mokka probieren möchte, gleich ein Tipp von mir. Im Gegensatz zum Espresso wird der Kaffee nicht vorab verdichtet und man kocht den Mokka am besten bei kleiner Flamme auf. Zudem sollte man den Wassertank nicht über das dortige Ventil füllen, denn das soll den Mokka etwas verwässern.

Entschleunigung

Ohne Social Media lebt es sich ganz gut. Auch wenn ich ab und zu doch noch etwas neugierig werde, wenn jemand über unzählige Klicks und Likes erzählt. Gestern gab es dann einen kleinen Lackmustest, denn wer mich erreichen wollte, der konnte dies auch ohne die Nutzung von Sozialen Medien. Über eine Karte habe ich mich dabei besonders gefreut, traf meine Stimmungslage voll und ganz.

Leider aber leben weiterhin viel zu viele Mitmenschen fast nur noch in den Social Media, manche sollen damit tatsächlich Geld verdienen können und manch andere ergaunern sich darüber sogar politische Ämter. Jüngst ging ein Clip „viral“, welcher Puerto-Ricaner zeigt, die Donald Trump ein Ständchen darbieten. Davon begeistert, ließ er sich sogleich auch noch als Müllmann feiern. Seine Wahlkampftaktik ist dabei unschlagbar: „Schlage deine Wähler, erniedrige, betrüge und vergewaltige sie, so werden sie dich immer lieben, wenn nicht sogar anbeten“. — Aber selbst das ist von ihm geklaut, denn diese bewährte Taktik stammt aus dem Rotlichtmilieu.

Inzwischen erniedrigt Donald Trump die gesamten Vereinigten Staaten und die US-Amerikaner werden für ihn die Wahlurnen stürmen. Ach, wie hoffe ich, dass ich mich irre!

„Peace will not come until we have mastered both sex and war.“

DAve Grossmann, On Killing (2009 [1995])