Auszeit

13.8.02025 4.9 (8)

Beitragsfoto: Auszeit | © Shutterstock

Visite

Unser Ältester war kurz mit seiner besseren Hälfte auf Stippvisite. Die Anzeichen sind nun nicht mehr zu übersehen, in Bälde bin ich Opa. Damit dürfte nun endgültig der letzte Lebensabschnitt eingeläutet sein; erst „gestern“ wurde ich zum ersten Mal Vater. Die Welt dreht sich immer schneller! Da auf die Bremse treten noch bei keinem funktioniert hat, muss man sich einfach mit dieser Tatsache abfinden.

Eine Erklärung für diese Geschwindigkeitszunahme ist dabei sehr einfach: als junger Mensch hat man noch wenig Zeitspanne, um darauf rückblicken zu können, aber vermeintlich viel Zeit vor sich. Je mehr Zeit man hinter sich hat, umso weniger hat man vor sich und daraus entwickelt sich die gefühlte Geschwindigkeitszunahme. Und am Ende war das eigene Leben nur ein Augenblick — ganz egal wie lange es auch dauerte! Einzig der Tod macht uns alle gleich.

Gespräche

Erfreulich die Zusage einer Landtagsabgeordneten zu den 9. Hertensteiner Gesprächen, erfreulich auch, dass ein weiterer Abgeordneter seine Teilnahme wohlwollend prüft. Damit wäre dann sichergestellt, dass alle maßgeblichen demokratischen Parteien auch mit eigenen Volksvertretern bei den Gesprächen vertreten sind.

Und das lässt durchaus hoffen, denn damit kommen Bürger und ihre Volksvertreter gemeinsam ins Gespräch und dies auf gleicher Augenhöhe. Der Teilnehmerkreis ist ein richtig gesunder Schnitt durch unsere Gesellschaft, wobei schon jetzt neben europäischen Nachbarn Vertreter aus doch so einigen Bundesländern, Bürger aus unseren Nachbarstädten, Parteilose, Angehörige von demokratischen Parteien und Wählergruppen, Gemeinderäte, Kreisräte, Landtagsabgeordnete und Europaabgeordnete bei den Gesprächen vertreten sein werden. Mich freut es zudem sehr, dass auch einige andere Kreisvorsitzende der EUROPA-UNION an den Gesprächen aktiv teilnehmen werden!

Damit kann ich guten Gewissens behaupten, dass sich Politik und Zivilgesellschaft bei den Hertensteiner Gesprächen zusammenfinden, um gemeinsam nicht nur positiv in die Zukunft zu blicken, sondern dabei auch nach tragfähigen Lösungen für die bekannten und noch kommenden Herausforderungen zu suchen.

Sommerpause

Nun lässt es sich nicht mehr weiter ignorieren, der Sommer dürfte auch bei uns da sein. Die Pflanzen benötigen nun etwas mehr Wasser, was meinen gewöhnlichen Tagesablauf etwas verändert. Noch mehr verändert es meinen Tagesablauf allerdings, weil ich nun länger als sonst üblich auf Antworten warten muss. Interessant dabei, jene, die immer zeitgerecht antworten, machen dies auch weiterhin während des Sommers.

Und da diese Wartezeiten, weil überhaupt nicht selbstbestimmt, von mir nicht zu einer erbaulichen Lektüre genutzt werden können, finde ich immer wieder Dinge, die das Warten ein wenig angenehmer machen.

Heute stieß ich auf eine alte Website „Endless Horse“. Es wurde mir versichert, dass dabei kein Ende in Sicht ist — ich habe es aber nicht wie etwa bei „Diese Bank ist frisch gestrichen“ selbst überprüft. Mein Vertrauen in Fachleute, die über weit mehr Kapazitäten als ich verfügen, ist weiterhin ungebrochen.

Aber ein Funfact am Rande. Die Website-Autoren haben auf eine entsprechende Anfrage eines Deutschen, diese Website auf eine sichere Version von HTTP umzustellen, reagiert und dies tatsächlich gemacht — man muss seine Mitmenschen einfach so nehmen wie sie sind: „Secure Endless Horse“.

Inzwischen gibt es auch einen Namen für die Rubrik von Websites ohne erkennbaren Sinn: „The Useless Web“. Menschen wie ich, die noch in einer analogen Welt groß geworden sind, waren da um einiges anspruchsloser. Uns genügte noch eine beidseitig mit „Bitte wenden!“ beschriebene Karteikarte.

Da ich wohl auch heute vergeblich auf die Antworten gleich mehrerer Behörden und Ämter warte, werde ich wohl eine Einladung von guten Bekannten annehmen und mir damit das Warten etwas erleichtern.

Nachtrag 14.8.2025:

Colleen Josephson und Kyle Miller sind die Macher hinter dem unendlichen Pferd. Sie erschufen es 2015 während eines „West Coast Stupid Shit No One Needs & Terrible Ideas Hackathons“.


3. Hertensteiner Gespräche

12.8.02025 5 (10)

Beitragsfoto: Hertensteiner Gespräche | © EUHN

Gemeinsam

Während wir Demokraten uns bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit spalten lassen, sind unsere Gegner da weniger zimperlich. Aktuell bieten die Chinesen den Russen an, dass diese die NATO ein wenig im Baltikum beschäftigen, um selber leichtes Spiel bei ihrer Invasion Taiwans zu haben.

Gleichzeitig verhandeln die Russen mit Donald Trump darum, was sie alles von Europa bekommen, wenn dieser Grönland und Mittelamerika einstreichen darf.

Und dies werden nicht die einzigen Verhandlungen sein. Donald Trump ist auch im arabischen Raum unterwegs und treibt aktuell die Preise für Israel hoch. Sollten die Araber bereit dazu sein, weitere Milliarden an seine Familie zu überweisen, dann ist auch dieses Land Geschichte.

Politik kann so einfach sein, wenn man sich einen feuchten Dreck um Menschen schert!

Demokratie ist da eindeutig etwas komplizierter, doch wenn wir Demokraten endlich wieder damit anfingen, allesamt an einem Strick zu ziehen, könnten wir durchaus mehr erreichen als die Welt in Schutt und Asche zu legen.

Dass man sich auch produktiv zum Wohle aller an einen Tisch setzen kann, das beweisen wir erneut bei den 9. Hertensteiner Gesprächen. Wir retten damit zwar nicht die Welt, aber wir sind ein kleines Tröpfchen auf einen heißen Stein. Und viele kleine Tröpfchen können bekanntlich mehr erreichen als alle heißen Steine dieser Welt.

Vermischtes

Ungarns Boykott einer gemeinsamen EU-Erklärung zur Ukraine lässt sich nur noch dadurch erklären, dass Wladimir Putin nicht nur Donald Trump, sondern auch Victor Orban erpresst. Bei letzterem wird es sich aber eher um kleine Jungs als um kleine Mädchen handeln, wobei beides heute noch strafbar ist.

Ehrenamt für Dummies: sobald Sie Geld damit verdienen oder gar ihren gesamten Lebensunterhalt damit bestreiten, ist es kein Ehrenamt!

Es gibt zwei Arten von Mensch: jene, die gemäß Spiegel im Schnitt ein Kleidungsstück sieben bis zehnmal tragen, bevor es im Müll landet und jene, die ihre Klamotten so lange tragen, bis sie von alleine abfallen oder der Partner das betreffende Lieblingsstück klamm heimlich entsorgt. Da die erste Art von Mensch eindeutig die Mehrheit ist, steht es um unsere Welt so schlecht!

Vor fünf Jahren hatte ich einmal versucht, bei mir vor Ort die schlimmsten Auswirkungen ein wenig zu mildern. Leider vergeblich, denn es wird von allen Seiten zu gut daran verdient. Dass dabei die Umwelt und wir damit alle über die Wupper gehen, ist uns Menschen völlig egal. Und selbst unsere vermeintlichen Umweltaktivisten kleiden sich sehr gerne mit Brioni ein — was völlig in Ordnung wäre, wenn sie die Teile dann auch mehr als einmal tragen würden. Was wiederum zeigt, dass zwischen Schwätzen und selber machen ganze Welten liegen!

Wer mir versucht zu helfen, dem versuche ich zu helfen — eine Selbstverständlichkeit. Was aktuell dazu führt, dass ich Kalender von 2026 wälze und in Endlosschleifen von unzähligen Telefonanlagen festhänge. Gut, dass ich noch über einen Festnetzanschluss verfüge, denn dann kann man gleich mehrere Anlagen bespielen.

Während die Hamas auch Deutsche vor laufenden Kameras zu Tode foltert, überlegt sich die Bundesregierung, wie sie weiterhin Hamas-Terroristen am besten unterstützen kann. Besser wäre es, wir setzen bei uns die Hamas-Mitglieder und -Sympathisanten fest (Gründe dafür gibt es im Völker- und im Strafrecht zu Genüge) und tauschen diese gegen unsere eigenen Mitbürger aus.

Manche behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland. Dabei muss sich der Islam noch ganz gewaltig weiterentwickeln, so wie übrigens das Christentum zuvor auch, um überhaupt erst einmal in Europa anzukommen.

Ungesund

Manche Dinge ändern sich kaum, so z. B. die Geschwindigkeit wie bei uns der öffentliche Raum gesäubert wird. Seit ein paar Tagen liegt ein prächtiger Müllhaufen auf der Straße in der Fußgängerzone, manche Müllsäcke sind inzwischen geöffnet und der Verwesungsgeruch verbreitet sich bei diesem Wetter ganz besonders gut.

Man könnte sich auch einmal Gedanken darüber machen, was das eigentlich für Nachbarn sind, die ihren Müll einfach so auf die Straße werfen. Und dies regelmäßig.

Ohne regelmäßige und zielführende Kontrollen und Ermittlungen werden wir weder die Täter finden noch künftig davon abhalten können, unserer Stadt zu einem richtigen Slum zu entwickeln. Und bei den zunehmenden Temperaturen wird dies noch eine sehr ungesunde Angelegenheit für uns alle werden!

Wenigstens könnten die städtischen Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Müllhaufen etwas schneller entsorgt werden. Was den Italienern u. a. in Neapel gelungen ist, dürfte doch auch uns gelingen.

Die Italiener legen sogar noch nach und befördern inzwischen sogar illegale Müllentsorger ins Gefängnis. Einmal auf der Allee seinen Müll einfach so aus dem Auto zu werfen, kostest in Italien bis zu 18 000 Euro. Und so sind die Heilbronner Italienurlauber gut beraten, sich dort nicht wie bei uns zu benehmen!

Bei uns muss wohl erst eine Seuche ausbrechen oder sich eine regelrechte Plage in der Stadt entwickeln, bevor man zu handeln beginnt.


Blitz

Drogenproblem 5 (7)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Es lässt sich nicht mehr leugnen, im Bundestag muss es ein ernstzunehmendes Drogenproblem geben. Nicht dass ich davon ausgehe, dass unsere Abgeordneten völlig bekifft zu den Sitzungen kommen. Eher davon, dass viel zu viele wie eigentlich schon immer Delta- und Epsilon-Trinker sind und dies somit keine gravierenden Auswirkungen mehr hat; auch dürfte es allgemein hin bekannt sein, dass die besseren Entscheidungen im Bundestag selten nüchtern gefällt wurden.

Allerdings ist es inzwischen weit attraktiver als Bundestagsabgeordneter oder gar Präsidentin weniger in den bayerischen Festzelten mit den ganz gewöhnlichen Alkoholikern zu saufen, dafür aber die unzähligen Partys von Milliardären, Despoten und Kriminellen für den ganz privaten Genuss zu nutzen.

Und da wird der Schampus schon etwas länger mit nicht legalen Hilfsmitteln aufgepeppt.

Auf der Suche nach Hinweisen dafür bin ich auf zwei Quellen gestoßen, zum einen auf eine Hitliste jener Abgeordnete, die sich ganz besonders in den Social Media ausbreiten und sich dabei etwa wie ein Maximilian Krah an sehr junge Menschen heranwanzen. Gemäß einer Auswertung des Netzschreiers im Vorfeld der letzten Bundestagswahl wurden die 20 größten Influencer im Bundestag identifiziert.

Auffällig dabei, dass dort die politischen Verlierer und ganz besonders dabei jene ohne eigene politische Inhalte gehäuft auftreten. Seriösere Politiker sind dort eher nicht zu finden.

Noch auffälliger aber, dass sich die Antidemokraten besonders gerne auf Tiktok tummeln, einem Sozialen Medium, dem die Demokratiefeindlichkeit bereits von dessen Inhabern in die Wiege gelegt wurde.

Zum anderen möchte nun gerade die professionelle Weintrinkerin Julia Klöckner, die gerne mit jenen kuschelt, die unserer Demokratie am meisten schaden, den Deutschen Bundestag zu einem Tiktok-Eldorado ausbauen.

Was mir nun beweist, dass man solche Maßnahmen weder ganz nüchtern beschließen noch in der Presse verkünden kann.

Und da eine Weinkönigin sehr trinkfest sein muss, schließe ich daraus, dass im Bundestag ganz andere Mittel im Umlauf sein müssen. Wie gesagt, ich gehe weiterhin nicht davon aus, dass sich der Bundestag insgesamt weder in einem Delirium tremens befindet, noch die dortigen Abgeordneten Gefahr laufen im Vollrausch von den Stühlen zu kippen, aber der regelmäßige Drogenkonsum, besonders wenn es sich um harte Drogen handelt, durchaus seine Spuren hinterlässt.

Vielleicht tanzt uns die ehemalige Weinkönigin demnächst auf Tiktok vor, welche Drogen sie sich besonders gerne einwirft? Das könnte vielleicht doch die eine oder andere politische Entscheidung erklären.

Auf alle Fälle aber wird sie damit Sahra Wagenknecht (2,92 Millionen Follower) und Alice Weidel (2,74 Millionen Follower) weit hinter sich lassen.

Wenn mir jetzt ein Abgeordneter zu erklären versucht, dass dies genau der richtige Weg sei, um unsere bereits angeschlagene Demokratie zu retten, dann steht zumindest für mich fest, dass unser Bundestag ein ernst zu nehmendes Drogenproblem hat!