Wissen

9.9.02025 5 (7)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Krieg

Kein Krieg ist ein Zuckerschlecken! Deshalb muss jeder Krieg von vornherein verhindert werden! Wenn man dann aber wie aktuell Israel oder die Ukraine zum Krieg gezwungen wird, dann darf man nicht den Fehler begehen und dabei auch noch die Samthandschuhe anzuziehen.

Schlau ist es immer, mit allen Mitteln die gegnerische Führung auszuschalten. Ob das dann letztendlich ausreichend ist, wird man erst später feststellen können. Im Falle, dass die angegriffenen Staaten auch Länder in den Krieg mit einbinden, die den Gegner unterstützen, ist dies nur folgerichtig und zwingend.

Ob und was dann während eines Krieges Kriegsverbrechen waren, das sollten nach dem Krieg unabhängige Gerichte klären. Schon heute weiß aber jeder von uns, dass z. B. die Russische Föderation nie unter Anklage gestellt wird.

Und damit gibt es weder ein Kriegsvölkerrecht noch Kriegsverbrechen. Was übrigens den Opfern dieser Verbrechen völlig egal sein dürfte.

Exportweltmeister

Sage keiner mehr, dass wir es nicht mehr können. Zwar nicht mehr bei Autos oder anderen Hightech-Produkten, aber unser Erfindergeist ist weiter ungebrochen, wohl aber auch unsere kriminelle Energie.

Und so holt Deutschland auf Kosten von uns Steuerzahlern teilweise unseren eigenen Müll wieder aus dem Ausland zurück. Dieses Mal sogar direkt aus der Nachbarschaft, denn laut Tagesschau sind gerade tschechische Naturparks als Mülldeponien bei uns sehr gefragt.

Nur die Chinesen sind da noch etwas schlauer, denn die verkaufen uns ihren Sondermüll als Schnäppchen und müssen diesen im Falle, dass sie dabei erwischt werden, auch nicht mehr zurücknehmen.

Vermischtes

War einmal wieder etwas einkaufen, dieses Mal im Reformhaus Maier und als Zugabe gab es noch den obigen Schnappschuss. Was mich nun daran erinnert, dass für mich am 23. September 2025 das Wintersemester beginnt. Dafür liegt mein Holzhaufen weiterhin unvollendet in der Ecke herum.

Heute erreichte mich eine begründete Absage für eine Berichterstattung bei den 9. Hertensteiner Gesprächen. Der SWR Studioleiter Heilbronn Anno Knüttgen versicherte uns, dass der SWR um die Hertensteiner Gespräche wisse, auch bereits über diese berichtet habe, leider aber dieses Jahr keinen Reporter zu den Gesprächen entsenden könne. Auf alle Fälle ist eine begründete Absage immer besser als gar keine Reaktion!

Auch gab es ein Käffchen zusammen mit Detlef Stern, dabei durfte ich ihm beim Aufsetzen eines Servers über die Schulter schauen. Ich bin immer wieder ganz baff, wenn ich Profis bei der Arbeit zugucken kann. Vor allem dann, wenn ich selbst nicht übers Basteln hinausgelange. Hoch motiviert nehme ich mir dann wieder eimal vor, mehr mit dem Terminal zu arbeiten — die guten Vorsätze halten dabei nicht sehr lange.

Am Ende des Tages gab es noch ein gutes Gespräch mit Thomas Michl. Wir beide kennen uns inzwischen auch schon gut 25 Jahre.


Lesezeichen

Leseverstehen 4.4 (5)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Dana Goldstein | The New York Times

Reading Skills of 12th Graders Hit a New Low (zuletzt aufgerufen am 9.9.2025, 8.25 Uhr; meine Leser können diesen Artikel kostenfrei lesen)

„High school seniors had the worst reading scores since 1992 on a national test, a loss probably related to increases in screen time and the pandemic. Their math scores fell as well. …

Only about a third of 12th graders are leaving high school with the reading and math skills necessary for college-level work, he added. …

Over the last decade, both adults and children began to replace reading time with screen time, social media and, increasingly, streaming video. And over the same period, the federal government and many states relaxed policies that were intended to hold schools and teachers accountable for student learning.“


Ganz folgerichtig bietet die New York Times an, dass man sich diesen Artikel auch anhören kann. Ich wette, bald gibt es auch kleine Filmchen, wo die Autorin den Inhalt vortanzt.

Angefangen hat das Ganze bereits vor Jahrzehnten als selbst bei der FAZ immer mehr Bilder zu sehen waren, diese immer größer wurden und damit der jeweilige Text kleiner. Zuvor hatten sich schon der Spiegel und die Zeit von ellenlangen Artikeln verabschiedet.

Weil die Schüler in meiner alten Grundschule weder in der Lage sind, um meinen Lesungen zu folgen, noch halbwegs die Inhalte zu verstehen, habe ich schon etwas länger das Vorlesen wieder aufgegeben — ein paar Jahre lang bemühte ich mich, leider aber vergebens.

Seit den 1990er-Jahren erwarte ich selbst von Abiturienten nicht mehr unbedingt, dass sie des Lesens und Schreibens wirklich mächtig sind. Viele von diesen waren einfach nicht in der Lage, um ein Handwerk zu erlernen.

Und wer von diesen jungen Menschen dann feststellt, dass es mit dem Denken und Lernen doch nicht so einfach ist, der sitzt dann halt so lange an einer Hochschule herum, bis er gnadenhalber einen Bachelor erhält.


Lappen

8.9.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Lappen

Gavin Newsom

Während Kamala Harris weiterhin auf beleidigte Leberwurst macht und damit zeigt, dass sie nicht das Zeug zu einer Präsidentin — von Hillary Clinton hatte ich es mir bereits vorab gedacht — hat und Bernie Sanders wieder einmal seinen ganz persönlichen Privatkrieg führt, scheint es bei den US-Demokraten wohl nun doch noch einen Lichtblick zu geben.

Der Gouverneur von Kalifornien Gavin Newsom, ahmt ganz einfach Donald Trumps Stil nach und macht sich dabei auch noch so richtig über diesen lustig. Noch besser, er kann damit auch noch seine eigene Wahlkampfkasse auffüllen. Sehr schade, dass ich es nicht in die USA schaffe, ich hätte mich bestimmt schon mit dem einen oder anderen Artikel selbst eingedeckt.

Auf alle Fälle aber mache ich mir nun über eine eigene Mütze Gedanken: „Kümmerles Weblog hatte schon immer recht!“ — oder gleich über einen ganzen Online-Shop.

Nun schauen wir einmal, ob Gavin Newsom mit seiner Taktik richtig liegt und ob er ausreichend US-Demokraten hinter sich versammeln kann — als Gouverneur von Kalifornien dürfte er allerdings bereits über eine gute Hausmacht verfügen.

Vertrauensfrage

Noch mehr als wir Deutsche leben unsere französischen Nachbarn völlig über ihre eigenen Verhältnisse. Und wie bei uns auch, scheitert dort jede Regierung, die tatsächlich einmal nachhaltig wirtschaften möchte. Heute stellt der französische Premierminister François Bayrou die Vertrauensfrage und wird aller Wahrscheinlichkeit nach scheitern.

Seinem Nachfolger steht wieder eine große Aufgabe bevor. Er muss massive Sparpläne in Höhe von rund 44 Milliarden Euro mit den deutlich moderateren Vorstellungen der Sozialisten vereinbaren. Dieser Nachfolger könnte es bestimmt wie unsere eigene Regierung machen und eine Billion Euro Sondervermögen aus der Tasche zaubern.

Den Franzosen muss man es positiv anrechnen, dass sie so weit wie wir Deutschen nun auch wieder nicht sinken wollen und es daher wieder einmal damit versuchen, ihre Schulden und Ausgaben ganz offiziell zu europäisieren. Wir Deutsche sind da schmerzfreier, wir übertragen unsere Schulden ganz einfach auf Europa — ob unsere Nachbarn das wollen oder auch nicht — ohne dabei zu vergessen, dass wir zeitgleich bei diesen eine Austeritätspolitik einklagen.

Unabhängig davon übernimmt unsere Regierung sicherlich wieder die eine oder andere französische Schuldenmilliarde, falls dabei für die eigenen Entscheidungsträger etwas herausspringt — aktuell kann sich ein Jens Spahn ganz gut vorstellen, dass wir die französische Nuklearrüstung mitfinanzieren; was ihm privat sicherlich ebenfalls sehr guttun wird, denn wer sich bereits an einer Pandemie selbst gesund stößt, der wird bei einem Atomkrieg erst so richtig absahnen können.

Vermischtes

Kürzlich waren wir mit unserem Jüngsten shoppen, denn er hat nun nicht nur eine eigene bessere Hälfte, sondern auch eine eigene Wohnung. Diese zwar in Stuttgart, was unser Einkaufserlebnis hier in Heilbronn aber nicht schmälerte, denn wir fanden die richtigen Läden. Und aus dem Seifen-Reinhardt komme ich nie ohne selbst auch etwas zu kaufen raus.

Die Landesverräter der AfD haben sich nun auch ganz offiziell mit Wladimir Putin abgesprochen. Als Ergebnis davon möchte die AfD 2029 zeitgerecht zum russischen Angriff auf Resteuropa die Macht in Deutschland übernommen haben. Ob sie dazu mit der CDU, der CSU oder dem BSW vorerst eine Koalition eingehen wollen, blieb allerdings noch offen.

Heute gab es eine sehr angenehme Fahrt mit dem meseno-Bus. Auch könnte meine übliche Route bald wieder ohne Baustellen und Umleitungen befahrbar sein, mehr als 12 Monate für knapp 1 000 Meter Straße sollten auch ausreichen.

Auch gelang es mir im Anschluss noch einen Holz- und Reisighaufen aufzutürmen. Die Idee dahinter, ein paar Tieren eine Überwinterungsmöglichkeit anzubieten. Als ich das Resultat meiner besseren Hälfte präsentieren wollte, zerlegte sich dieser von ganz alleine. Nach dem Regen werde ich einen zweiten Anlauf nehmen.

Sehr erfreut konnte ich zur Kenntnis nehmen, dass Thomas Heiligenmann bei der Heilbronner Bezirksgruppe des VDI für die 9. Hertensteiner Gespräche Werbung macht, noch erfreulicher, dass sich dieses auch bei den Zugriffen auf die Website bemerkbar macht — Werbung hat noch keinem geschadet.

Weniger erfreulich, dass ich bis dato noch keinen Medien- oder Pressevertreter gefunden habe, der sich bereit erklärt, die diesjährigen Hertensteiner Gespräche zu begleiten.

Aktuell haben wir 98 Anmeldungen und ich hoffe weiterhin darauf, dieses Mal 100 Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Und so wäre es gar nicht schlecht, wenn auch noch der eine oder andere Teilnehmer etwas Werbung für die Gespräche macht.

Denn Demokratie lebt vom Machen, nicht vom Schwätzen!

Nur mal so



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— Michael de Adder (@deadder.bsky.social) 7. September 2025 um 16:26