Sanduhr

6.10.02025 4.5 (8)

Beitragsfoto: Sanduhr | © Shutterstock

Vermischtes

Erfreulich die heutige Fahrt mit dem meseno-Bus. Inzwischen ist meine von mir gefundene Umleitung fast so schnell zu fahren wie die übliche Strecke ohne Baustelle. Mit ein wenig Optimierung meines Fahrstils besonders in den Kurven und der vollen Nutzung des Motors könnte diese Umleitung sogar schneller sein — was ich noch vor ein paar Jahrzehnten sicherlich ausprobiert hätte.

Auf alle Fälle aber zeigt es erneut, dass die ausgewiesenen oder gar per Navigation vorgegebenen Wege nicht immer für einen selbst auch die best geeigneten sind!

Heute muss ich schon wieder — wie die Zeit vergeht! — zur Kontrolle. Nette Ärzte gucken, ob an mir noch alles dran ist und der Körper ansonsten auch noch halbwegs rund läuft. Dabei muss man schon etwas schlucken, wenn die ersten Vorsorgetermine die letzten sind, einfach nur, weil die zu erwartende Restlaufzeit diese nicht mehr rechtfertigt. Kritisch ist es wohl dann, wenn man auch die Nachsorgetermine entsprechend beendet. Auf alle Fälle aber macht sich „gute Gesundheit“ als Todesursache auch nicht so gut auf dem Totenschein — „ein erfülltes Leben“ geht wohl aber auch nicht. Es bleibt kompliziert.

Mein Lieblingsrecyclinghof war heute fast leer! Was man von den Glascontainern in der Nachbarschaft nicht behaupten kann. Mir völlig unverständlich, wie man seine Glasflaschen und sonstige Behältnisse einfach so und dies zu Dutzenden neben und vor die Container stellt. Haben diese Vollidioten nur einmal geguckt, wie solche Container an- und abgefahren werden? Aber wer selbst nicht arbeitet und nur von der Sozialhilfe lebt, der stellt seine Flaschen und andere glasartige Behältnisse überall hin. Da hilft auch kein Pfand, denn Asoziale waren auf solche Beträge noch nie angewiesen.

Nein, ich möchte jetzt nicht meckern, denn wir sind doch Green City (!) und das von mir Beobachtete ist bestimmt Kunst oder gar die viel gepriesene Bürgerbeteiligung.

Morgen darf ich wieder zur Hochschule, zuerst kein Käffchen mit Detlef Stern, dann eine Vorlesung mit hoffentlich vielen am Thema interessierten Studenten — als ewiger Optimist wage ich noch zu träumen!

Mental bereite ich mich bereits auf die kommende Bahnfahrt vor. Und da die Deutsche Bahn das letzte große Abenteuer auf Gottes Erdboden ist, packe ich am besten noch mein Survial Kit. Ob wir es dann am Wochenende zum Bundeskongress und vielleicht sogar auch wieder zurück schaffen, völlig zweitrangig!

Erfreulich auch, dass der Merkur, eine bayerische Zeitung, jüngst kurz über die Hertensteiner Gespräche in Heilbronn berichtete; darüber dass Heilbronn European Green Capital ist, stand aber nichts.

Technologie

Technologiefeindlichkeit betrifft meistens neue Technologien und hat damit auch nichts mit der Technologie an sich zu tun. Kaum hat man sich als Mensch daran gewöhnt, beim Tanken Diesel und Benzin nicht mehr zu verwechseln, findet seine Lieblingstankstelle auch bei Wind und Wetter und kann manchmal sogar über Hubraum und Pferdestärken fabulieren, da kommen völlig Verrückte an und wollen Elektromotoren einführen.

Und dies in Zeiten, wo man sich gerade erst an den Flachbildschirm gewöhnte und das gute alte Faxgerät ausrangieren muss. Schlimmer noch, da gibt es plötzlich sogar Menschen, die wollen mit dem guten alten Eisschrank auch noch heizen — dabei weiß doch jeder, dass damals™ schon das Tortenbacken im Kühlschrank (Dr. Suwelacks Fertigtorte) ein Reinfall war!

Technologie war schon immer ein Bildungsproblem. Erschwerend kommt aktuell noch mit hinzu, dass die neuen Technologien alte Geschäftsmodelle unrentabel machen. Und so erleben wir gerade eine Allianz von Menschen, die die Vorzüge und ggf. auch Vorteile des Fortschritts nicht erkennen können und jene Firmen und Konzerne, die einfach zu blöd waren, um mit dem Fortschritt mithalten zu können.

Letzteres haben wir selber mit verbockt, weil wir unsere systemrelevanten Betriebe mit Transferzahlungen letztendlich zugrunde richteten und nun froh darüber sein müssen, dass die Wirtschaftsbosse wenigstens von 12 Zylindern und nicht gleich von Einspännern träumten.

Im Positiven muss neue Technologie auch die Dümmsten mitnehmen können, im Negativen siebt sie die Zurückgebliebenen einfach aus. Politik wäre dabei, den Fortschritt so zu gestalten, dass man den größten Teil unserer Gesellschaft mitgenommen bekommt. Und schon sind wir wieder einmal bei Bildung und von mir aus auch bei Anreizen.

Chatkontrolle

Nicht alles was aus Brüssel kommt ist gut. Wobei auch hier gilt, Brüssel ist inzwischen fast nur noch das Aushängeschild für verkappte Nationalisten. Echte Europäer findet man dort immer weniger. Die Zeiten als ein Jean-Claude Juncker noch versuchte Europa zu retten, sind längst europäische Geschichte.

Menschenrechte, Demokratie und Europa — alles Hirngespinste völlig kranker Ideologen! Was zählt sind einzig und alleine der Populismus, der Totalitarismus und ganz besonders das in die eigene Taschen Wirtschaften — die Putins, Trumps und Co. sind wieder einmal die neuen Ideale jeden erfolgreichen Politikers, da kommen auch keine Melonis oder Weidels mehr dagegen an; das neue Frauenbild kommt direkt aus den 1950er-Jahren.

Und damit das nun auch so bleibt, muss man nicht nur die Herzen, sondern auch die Hirne der Menschen kontrollieren. Schon jetzt schmachtet die deutsche Hausfrau, wenn sich Jens Spahn oder Philipp Amthor das Hemd vom Leib reißen. Die US-Frauen haben Dank Donald Trump schon längst etwas wildere Träume. Wir Männer sind da allesamt schon etwas unkomplizierter, Hauptsache, der nächste Suff ist gesichert.

Und man glaube nun bitte nicht, dass die anvisierte Chatkontrolle dazu dienen soll, dass unsere Politiker ihre E-Mail und Chats ganz plötzlich immer wiederfinden oder gar, dass kriminelle Machenschaften bösartiger Mitmenschen aufgedeckt werden können! Nein, es geht einzig und alleine darum, die Hirne der ganz allgemein mit der Welt Unzufriedenen kontrollieren zu können. Und ganz besonders dabei jene, die ohne Sinn und Verstand weiterhin an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit festhalten wollen.

Übrigens, man löst durch solche Kontrollen oder Denkverbote kein einziges Problem, man gibt der Bevölkerungsmehrheit vor der kommenden Katastrophe nur das heimelige Gefühl wein-, schnaps- oder bierseelig ins Lagerfeuer blickend vor der eigenen Höhle zu sitzen.


Zettelkasten

Rundschreiben Nr. 2 3 (2)

Beitragsfoto: Zettelkasten | © Africa Studio, Shutterstock

Kurz vor Mitternacht war es soweit und ich versandte den zweiten Versuch, um registrierte Leser über meine jüngsten Beiträge auf dem Laufenden zu halten.

Das Rundschreiben wurde dieses Mal mit CleverReach versandt und ist online hier einsehbar. Die Art der Registrierung für dieses Rundschreiben gefällt mir auf alle Fälle besser als bei meinem ersten Versuch.

Die Erstellung des Rundschreibens selbst ist sehr einfach und ging noch schneller von der Hand.

Jetzt warte ich einmal auf die Reaktionen der ersten Empfänger.

Mein zweiter Versuch | Rundschreiben Nr. 2

Mein erstes Rundschreiben war sprichwörtlich ein Griff ins Klo. Dieses Mal versuche ich es mit CleverReach. Auf alle Fälle ist die Registrierung zu meinen wöchentlichen Rundschreiben nun schon einmal einfacher. Diese Woche hatte ich mir Einiges vorgenommen, zudem gab es noch ein paar Dinge zu regeln. Leider kam eine Männergrippe dazwischen, die mir selbst den Spaß an einer Vorlesung verdarb.

Hier geht es zum Wochenstart …

Die Männergrippe hat mich noch heute im Griff und so wird mein Rundschreiben sicherlich etwas dünner sein — weniger ist bekanntlich mehr. 

Am 1. Oktober 2025 schrieb ich über eine Männergrippe, Vermischtes und meine Sanierungsversuche

Am Donnerstag wurden die Peanuts 75 Jahre alt und so schrieb ich über meine ersten Badeerlebnisse

Den Abschluss gab es dann am Samstag, wobei ich über einen Film und ein paar Heilbronner Neuigkeiten schrieb

Selbstverständlich findet man im Blog weitere Beiträge, die mir einfach so aus den Fingern fließen. Dafür gibt es weitere Kategorien wie den Gedankenblitz, die Notiz, den Kommentar, das Lesezeichen oder einfache Systemnachrichten.

Der geneigte Leser wird dies unter der Überschrift Inhalte im Blog-Menü finden. Die etwas technicch versierteren Leser erhalten diese Informationen bei Bedarf via RSS-Feed in den eigenen Posteingang.

Unter Kommentare kann man lesen, was andere Leser zu meinen Beiträgen direkt ins Blog schreiben. Kommentare per E-Mail oder sonstwie an mich übermittelt verarbeite ich zudem in meinen entsprechenden Nachträgen.  

Auf alle Fälle aber freue ich mich, wenn mir die Blog-Leser einen Gruß in meinem Gästebuch hinterlassen.

Nun bin ich einmal gespannt darauf, wie dieses Rundschreiben bei den bereits registrierten Lesern ankommt. 

Kommende Woche möchte ich meine Vorlesung wieder aufnehmen, freue mich auf den Europastammtisch und sehe etwas gespannt auf den Bundeskongress am Wochenende. Es bleibt weiterhin spannend …

Selbstverständlich kann man gleich hier unten seinen eigenen Kommentar hinterlassen.


Fahrradständer

4.10.02025 4.3 (7)

Beitragsfoto: Fahrradständer

Überraschung

Jüngst noch eine der zubetoniertesten Städte Deutschlands (an siebter Stelle!), darf sich Heilbronn nun ganz offiziell als Europas grüne Hauptstadt 2027 bezeichnen. Wahrscheinlich weil wir demnächst ein Gaskraftwerk mit gleich zwei Kesseln und einen davon im Dauerbetrieb bekommen — seit wir eine neue Regierung haben, ist russisches Gas der ultimative Umweltschutz, sogar noch vor der Braunkohle. Vielleicht aber auch nur, weil bei uns das mit dem gelben Sack und dem sonstigen Recycling besonders gut funktioniert [Sarkasmus] und man zudem davon träumt, dass es einmal eine Seilbahn durch die Stadt geben wird.

Besonders würdigte die Jury in Vilnius Heilbronns konsequenten Weg zu nachhaltiger Stadtentwicklung. Dabei wäre es in unserer Stadt üblich, den Wandel nicht nur von oben zu gestalten, sondern uns Bürger aktiv zu beteiligen — ich hoffe jetzt nicht, dass uns die Jury, wie sonst so nördlich des Weißwurstäquators üblich, mit Hanau verwechselt hat.

Aber das mit unserer Wasserqualität hat mich nun ganz besonders gefreut, denn dann müssen wir zukünftig nicht mehr den Bodensee mit leer pumpen, was tatsächlich einmal eine Leistung wäre.

Nachtrag 5.10.2025

Heilbronn konnte die Jury davon überzeugen, dass sie über die nationalen Standards hinausgehende Umweltziele verfolgt und dies weit besser als die anderen noch verbliebenen Kandidaten Debrecen und Klagenfurt.

Die zwölf 12 Indikatoren des Wettbewerbs für eine grüne Stadt sind:

  • Innovation und nachhaltiges Wirtschaftswachstum – Unterstützung grüner Start-ups, Kreislaufwirtschaft, grüne Beschaffung.
  • Luftqualität – Maßnahmen zur Senkung der Luftverschmutzung, Einhaltung von EU-Grenzwerten, Verbesserung der Atemluft.
  • Wasserqualität und -verbrauch – Zugang zu sauberem Trinkwasser, effiziente Wassernutzung, Schutz von Gewässern.
  • Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft – Recyclingquoten, Müllvermeidung, nachhaltige Entsorgung.
  • Abwasserbehandlung – Kläranlagen, Sauberkeit von Flüssen, Seen und Küstengewässern.
  • Lärmmanagement – Reduktion von Verkehrslärm und anderen Lärmemissionen.
  • Grünflächen und Biodiversität – Anteil öffentlicher Grünflächen, ökologische Korridore, Schutz bedrohter Arten.
  • Klimawandel – Minderung (Mitigation) – Maßnahmen zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen (CO₂-Bilanz).
  • Klimawandel – Anpassung (Adaptation) – Strategien gegen Hitzewellen, Hochwasser, Starkregen.
  • Nachhaltige urbane Mobilität – Förderung von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, Elektromobilität.
  • Energieeffizienz – Effiziente Nutzung von Strom und Wärme, Anteil erneuerbarer Energien.
  • Umweltmanagement und Governance – Integration von Umweltzielen in Stadtplanung, Monitoring, Bürgerbeteiligung.

Die Bewertungskriterien sind:

  • Bisherige Leistungen: messbare Fortschritte in den letzten Jahren.
  • Aktuelle Maßnahmen: politische Programme, Budgets, Umsetzungsstand.
  • Zukunftsplanung: realistische, ambitionierte Ziele für die kommenden 10 – 20 Jahre.
  • Bürgerbeteiligung: Transparenz, Bildung und Partizipation der Bevölkerung.
  • Vorbildwirkung: Potenzial, anderen Städten als Modell zu dienen.

The Kill Room

Aktuell sind es Komödien, die mir etwas mehr zusagen und so gönnten wir uns einen Film mit Uma Thurman, die mir bereits seit „Kill Bill“ (2003 / 2004) gefällt. Nicol Paone brachte diesen sehr unterhaltsamen Film bereits 2023 in die Kinos. Joe Manganiello gefiel mir dabei als Künstler Bagman mit seiner dunklen Seite am besten. Zu Uma Thurman muss ich nichts Weiteres sagen, denn das hat bereits Matthew Maher als Nate ganz gut hinbekommen.

Auch die Nebenrollen sind ziemlich gut besetzt, ganz besonders hat mir dabei Larry Pine gefallen. Auf alle Fälle sind die 98 Minuten Film keine Zeitverschwendung, sondern eine sehr gute Ablenkung vom Alltag — für Seneca dürfte es dasselbe sein.

Vermischtes

Heute gab es ein etwas anderes Europäisches Frühstück [kleiner Insider], bevor wir uns auf den Weg nach Stuttgart machten. Höhepunkt des Tages war dann der Besuch bei unserem Jüngsten, der ein hausgemachtes Tiramisu kredenzte. Ganz ohne Frage, Tiziana hat nun ernsthafte Konkurrenz bekommen.

Schon länger habe ich keinen Wahlkampf mehr für die CDU gemacht. Die Umstände und die aktuelle Kandidatin machen dies für mich aber alternativlos. Es gibt zwar eine Alternative, die tatsächlich auch von völlig falsch abgebogenen CDUlern unterstützt wird, letztendlich aber keine ist. Den dabei völlig falsch Abgebogenen gebe ich zu bedenken, dass man als Parteisoldat nicht wirklich alles, was keinen Anstand besitzt, auch wählen muss — da haben diese Typen wirklich etwas in den falschen Hals bekommen.

Wer sich wegen des obigen Fotos wundert, ich war auch etwas überrascht, als ich das Auto abstellen wollte. So etwas wird man in der European Green Capital 2027 sicherlich nicht vorfinden, denn bei uns fährt man mit dem Wohnmobil oder dem SUV zum Eisholen durch die Fußgängerzone.

Das Leben geht weiter mit und ohne einen selbst, wie im Kleinen so auch im Großen. Leben gab es vor uns Menschen und wird es sicherlich auch nach uns noch geben. Ob wir dabei eine glorreiche Rolle spielten oder auch nicht, wird die Nachwelt entscheiden und dies auch nur für den Fall, wenn es diese dann überhaupt interessiert.

Und so konnte ich mich wieder einmal nicht so ganz erholen, weil ich nicht vollständig aus bestimmten Entscheidungsprozessen ausgeklinkt sein möchte. Zumindest menschliches Leben ist Kommunikation und der kann man sich bekanntlich nur durch den eigenen Tod entziehen. Also muss ich gucken, wie ich am Ball bleibe — dabei einfach nur in der Ecke zu sitzen und Bauklötze zu staunen, hat sich bei mir nicht so richtig bewährt, dafür sind die introvertierteren Exemplare besser geeignet.

Meine bessere Hälfte und ich wollten gerade in ein Auto steigen als zwei Mopeds, die kurz zuvor an uns vorbeigefahren waren, zurückkamen und uns in ein Gespräch verwickelten. Zwei ehemalige Mesenos freuten sich, uns erblickt zu haben. Manchmal kann das Leben einfach und schön sein.