Bildausschnitt von Albrecht Dürers Ritter, Tod und Teufel

Mausoleum 5 (3)

Beitragsfoto: Albrecht Dürers Ritter, Tod und Teufel | Bildausschnitt | 1513

Mit dem jüngsten Apple-Update wurden mein Telefon und meine Rechner zu einem Mausoleum.

In diesem Jahr sind neben meinem Vater weitere Kontakte meines Apple-Adressbuchs verstorben; manche Jahre sterben mehr und manch andere weniger. Ich entferne dann diese aus dem Adressbuch; manche, wie z. B. mein Vater waren dort zuvor gar mit einem Foto hinterlegt.

Inzwischen dürfte ich auf fast allen Apple-Geräten das neue Update eingespielt und dabei auch auf einige neu angebotene Features geklickt haben.

Heute nun fand ich beim Öffnen des Telefon-Tools meinen Vater ganz prominent mit Foto gleich oben aufgeführt und dies obwohl ich bereits mehrere Monate nicht mehr mit ihm telefoniert hatte — was mich auch gewundert hätte. Meine Verbindungen nach ganz oben sind zwar gut, so gut aber dann doch wieder nicht!

Und so ging ich erst einmal davon aus, dass ich aus Gründen auch immer meinen Vater doch nicht aus dem Adressbuch gelöscht hatte. Eine Überprüfung ergab, dass es ihn auch in meinem Adressbuch nicht mehr gibt.

Bei einem Gespräch mit Detlef Stern versuchten wir das Ganze nachzuvollziehen und Detlef fand auch eine passende Erklärung. Ich konnte ihm dabei den Telefonbucheintrag zeigen und auch, dass es keinen entsprechenden Adressbucheintrag gibt.

Kurz darauf fand ich meinen Vater in allen Adressbüchern der Marke Apple wieder! — die Systeme hatten sich wohl nun aktualisiert.

Nachdem ich meinen Vater erneut aus den Kontakten entfernt hatte, wartete ich nun darauf, dass dieser auch aus dem Telefon-Tool verschwindet; was eigentlich fast in Echtzeit funktionieren müsste.

Etwas später war tatsächlich sein Bild und auch sein Name verschwunden, was bleibt, sind seine Telefonnummer und ein Avatar — wenn die Apple-Fachleute wenigstens etwas Mitgefühl hätten, dann wäre der Avatar ein kleiner Engel!

Nun bin ich dieses Wochenende unter anderem damit beschäftigt, mein Adressbuch auf Leichen zu untersuchen und diese wieder daraus zu entfernen. Aber wer weiß, vielleicht werde ich auch von dem einen oder anderen Toten angerufen. Apple macht mich vorsichtigkeitshalber darauf aufmerksam, dass das entsprechende neue Feature zusätzliche Telefonkosten verursachen kann.

Denn wenn die Telekom keinen entsprechenden Vertrag mit dem Himmel hat, dann wird das für mich ziemlich teuer werden!

Es kann aber sicherlich noch schlimmer kommen, nämlich, wenn Apple eine Verbindung zur Hölle hinbekommt — dorthin haben die US-Amerikaner aktuell viel bessere Kontakte! Und Steve Jobs lässt sich bestimmt kein Geschäft entgehen.


Rivva

Rivva 4.8 (8)

Beitragsfoto: Screenshot von Rivva

Freitagabend darf man nach ein paar Siegen und Niederlagen beim Spielen durchaus auch noch etwas nerdig werden. Meine neue Rechnerleichen, mein aktuelles Blog oder gar mein Zettelkasten, ganz zu schweigen von meinen kleinen oder größeren Servern sind mir heute allerdings etwas zu viel zum Basteln.

Und so habe ich mir ein Projekt von Frank Westphal namens Rivva einmal etwas näher angeguckt.

„Meine kleine, unabhängige Nachrichten-Suchmaschine verfolgt, was in Blogs und Medien diskutiert wird, ordnet Relevanz algorithmisch ein und hilft, den Überblick im Strom der Aufmerksamkeit zu behalten.

Rivva ist mein Langzeitprojekt, mein digitaler Garten, mein stiller Beitrag zur Medienvielfalt und digitalen Erinnerungskultur.“

Frank Westphal über sein seit 2007 laufendes projekt

Das Ganze ist eine Blogsuchmaschine und dürfte somit mit allen anderen Suchmaschinen konkurrieren. Das Alleinstellungsmerkmal dabei aber die Begrenzung auf Weblogs und Medien, was Frank Westphal dann auch immer unter „Medien“ verstehen mag.

Hier geht es zu Rivva …

Spannend wäre es zu wissen, welcher Algorithmus hilft, um die Relevanz bei deutschsprachigen Blogs und Medien festzustellen. Ok, ich würde es wohl erst gar nicht verstehen, aber ein Versuch wäre es dennoch wert.

Und so habe ich mich einmal auf Rivva umgeschaut. Neben der Tagesschau fand ich eine ganze Menge alter Bekannter und — was mich sehr freute — auch mein eigenes Blog.

Die gewählten Kategorien übersichtlich und nachvollziehbar. Die jeweiligen Überschriften wohl ein Auszug aus den aktuell aufgeführten Blogs und Medien, zumindest für mich etwas weniger verständlich.

Mein Fazit

Auf alle Fälle ist es eine große Sache, dass Frank Westphal sein Projekt bereits seit 2007 betreibt — so einen Aufwand betreiben nicht viele. Ich gehe dabei davon aus, dass er es in ersten Linie für sich selber am Laufen erhält — so wie wir Blogger es größtenteils auch alle handhaben.

Ab und zu dort einmal selber vorbeizuschauen, aus reiner Neugierde, manchmal auch aus Langeweile und auf alle Fälle, wenn man davon Kenntnis erhält, dass das eigene Blog dort aufgeführt ist, allzu menschlich.

Aber gegen die eigene Blogroll und den eigenen RSS-Reader kommt Rivva dann doch nicht an — dies ist alleine schon der Logik von Blogs und dem Internet geschuldet.

Als digitaler Garten von Frank Westphal auf alle Fälle eine schöne Sache, immer wieder einmal nett anzuschauen, vor allem dann, wenn man nicht selber mit gärtnern muss!

So, für heute habe ich genug generdet und gucke jetzt einmal, was es sonst noch alles in der Welt gibt.


Internetpräsenz

IONOS 4.8 (8)

Beitragsfoto: Internetpräsenz | © Gerd Altmann auf Pixabay

Was ist bloß mit dem Provider dieses Weblogs los? Nach deren eigenen Angaben führt mich IONOS bereits seit dem 14.4.2002 als Kunden. Da ich selbst dabei war, weiß ich, dass es damals eine größere Vertragsumstellung gab und man mich dann einfach wohl aus Bequemlichkeit als neuen Kunden führte. Da ansonsten alles zu meiner Zufriedenheit funktionierte, kein Stein des Anstoßes.

Zumindest gefühlt, weil bei mir keine entsprechenden Dokumente mehr vorhanden sind, bin ich inzwischen ein Vierteljahrhundert lang deren geschätzter Kunde — hoffe ich doch!

Zuvor hatte ich mir bereits bei einer heute nicht mehr vorhandenen Firma den Zugang in die Welt des Internets verschafft und davor noch selbst versucht, mit einem eigenen Server den Anschluss zur Welt zu bekommen, was damals nicht am Server, sondern nur an der Telekom-Verbindung scheiterte, die für meine damaligen Bemühungen einfach nicht ausreichend war. Und so musste ich mir notgedrungen jemanden suchen, der direkt an der Autobahn und nicht wie ich an einem Feldweg wohnte; zumal ich beständig die Feldwege wechseln musste und ein eigener Platz an der Autobahn nie in Aussicht war.

Und ganz plötzlich werde ich das Gefühl nicht mehr los, dass mich IONOS als Kunden los werden möchte!

Zumindest hat mir ein Mitarbeiter heute früh zwei Neuverträge angeboten, die bei näherer Betrachtung nicht einmal den weiteren Betrieb dieses Blogs sicherstellen können.

Das Leben bleibt weiterhin sehr spannend!

Und so kann ich jedem empfehlen, dem sein Leben zu langweilig ist, es einmal mit einem Weblog zu versuchen. Wer darüber hinaus noch etwas mehr Nervenkitzel benötigt, der sollte durchaus einmal IONOS als Webhoster in Betracht ziehen.

Zumindest bei mir funktioniert es — ich bin inzwischen hellwach und warte auf eine Antwort von IONOS.

Ganz passend dazu:

AOL Will Shut Its Dial-Up Internet Service (Yes, It’s Still Operating)

„The service started in 1991, as home computers were becoming popular. AOL’s dial-up tone, sometimes followed by the “You’ve got mail!” announcement …“

Meine ersten Versuche begannen während meines Studiums in den 1980er-Jahren. Die 1990er waren mit den verschiedenen Einwählmöglichkeiten bereits sehr komfortabel aber auch sehr teuer — zumindest bei uns in Deutschland.

Nachtrag

IONOS hat es sich nochmals überlegt, es bleibt alles wie gehabt — zumindest vorerst.