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Hyperlinks 4.6 (12)

Beitragsfoto: Olympia Schreibmaschine | © Pixabay

Was sind Hyperlinks?

Hyperlinks oder auch einfach nur Links genannt sind das charakteristische Merkmal des Internets, welche die Navigation im World Wide Web sehr vereinfachen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Websites, Datenbanken oder einzelne Dateien unabhängig von ihrem jeweiligen Speicherort verbinden. Erst damit wird für den Nutzer die gesamte Bandbreite des Internets so richtig erfahrbar.

Hyperlinks können vereinfacht als digitale Fußnoten und Querverweise angesehen werden, so wie es sie schon analog in der wissenschaftlichen Literatur gibt.

Das große Problem der Hyperlinks ist dabei, dass viele von ihnen immer öfters ins digitale Nirwana führen und somit ihre langfristige Gültigkeit kaum gewährleistet werden kann.

Eine kleine Sammlung

Obwohl Hyperlink-Sammlungen auch deshalb immer mehr aus der Mode kommen, führe ich hier dennoch ein paar Hyperlinks auf, die ich immer wieder selber gerne verwende.

  • Apollo

    Eine mustergültige Website nicht nur für jene, die damals die Apollo-Missionen am Fernseher mitverfolgt haben, sondern für alle, die sich für Technologie und Forschung begeistern können.
  • Archive der Wochenzeitschrift die Zeit

    Hier können Sie die Ausgaben der Zeit seit 1946 bis heute finden. Ursprünglich als CD und dann als DVD herausgegeben, findet man inzwischen alle Ausgaben „online“.
  • Bellingcat

    Internationales Recherchenetzwerk. 2014 gegründet, hat es heute ca. 20 Mitarbeiter, die von weiteren freien Mitarbeitern verstärkt werden.
  • Deutsche Nationalbibliothek

    Nicht nur „online“ sind die beiden Bibliotheken in Frankfurt und Leipzig einen Aufenthalt wert. Kümmerles Weblog findet man dort unter ISSN 2701-0082.
  • DNS leak test

    Ich hätte nie daran gedacht, dass man bei uns einmal solche Tools tatsächlich benötigt.
  • ERF Bibleserver

    Hier finden Sie einen sehr schnellen Zugang zu deutschsprachigen Bibelübersetzungen. Der ERF versteht sich als Impulsgeber auf Basis der Bibel und begegnet dabei anderen Glaubensüberzeugungen mit Gelassenheit und Bereitschaft zum Dialog.
  • Europeana Collections

    Europeana Collections bietet Zugang zu mehr als 50 Millionen Objekten in digitalisierter Form – Büchern, Musik, Kunstwerken und mehr. Fortschrittliche Such- und Filtermöglichkeiten lassen Sie leichter finden, was Sie suchen.
  • Flightradar24

    Eine Website nicht nur um das eigene Fernweh zu vertiefen, sondern gerne auch dazu, um keine Zivilflugzeuge irrtümlich vom Himmel zu holen. Zwei Schweden starteten 2006 ein Hobby-Netzwerk von ADS-B-Empfängern, damit sie Flugzeuge weltweit verfolgen können.

  • Gedenkstätte Deutscher Widerstand

    Eine Website, die man einfach gesehen haben muss. Und wer das nächste Mal in Berlin ist, der weiß nun, was er zu besuchen hat!
  • Getty

    Getty ist weit mehr als Museum, Villa und Institut. Auf der Getty-Website können Sie sich schnell einen Eindruck darüber machen.
  • Historical Archives of the European Union (HAEU)

    Seit 1983 gibt es die HAEU in Florenz, welche inzwischen eine sehr umfangreiche Sammlung von Archiven aus ganz Europa zusammengeführt haben und manche davon bereits auch digital zur Verfügung stellen.
  • Internet Archive

    Seit 1996 versucht diese Website das Internet zu archivieren. Inzwischen wurden über 300 Milliarden Seiten gesichert und sind über die Wayback Machine einsehbar. Für mich immer wieder eine gute Gelegenheit, in alten Erinnerungen zu schwelgen.
  • KUSC

    Das Klassik-Radio der Universität von Südkalifornien ist seit sehr langer Zeit einer meiner Lieblingssender und die Website immer wieder eine gute Informationsquelle bezüglich kultureller Ereignisse in der Region um Los Angeles.
  • Low-Tech Magazine

    Schon alleine, dass die Website nur mit Solarstrom online geht, ist eine Empfehlung wert. Und deren Inhalt etwas für Technologie-Liebhaber.
  • Marine Traffic

    Schon etwas länger kann man den Schiffsverkehr weltweit mitverfolgen. Seit dies auch für den Neckar gilt, hat diese Website mein Interesse geweckt.


  • New York Public Library

    Nicht nur der kostenlose E-Book-Reader ist eine gute Sache. Auch das gesamte Angebot ist einfach umwerfend.
  • Projekt Gutenberg

    Diese Website ist der erste Anbieter von eBooks. Michael Hart, der Gründer des Projekts, erfand die eBooks bereits 1971. Noch heute ist die Website eine der besten Quellen für gute Bücher.
  • Peanuts

    Charles M. Schulz schilderte über Jahrzehnte hinweg täglich anhand einer Gruppe US-amerikanischer Vorstadtkinder die Widersprüchlichkeiten menschlichen Lebens. Diese Kinder haben inzwischen auch eine eigene Website.
  • Snopes

    Seit 1994 prüft Snopes Gerüchte und Fakten auf ihre Relevanz und Richtigkeit. Inzwischen ist diese Website eine gute Übersicht über alles, was die Welt so bewegt, zumindest die englischsprachige.
  • Stadtbibliothek Heilbronn

    Die Stadtbibliothek kann mit vielen digitalen Angeboten aufwarten, darunter auch die Fernleihe sowie Zugang zu Brockhaus und Britannica.
  • The Art of Dr. Seuss [nicht mehr vorhanden]

    Seine 44 Kinderbücher sind ein Must-Read. Dass Theodor Seuss Geisel noch weit mehr konnte, zeigt diese Website.
  • What is my Browser

    Eine Website, um schnell festzustellen, welches Betriebssystem und welchen Browser man nutzt, welche IP-Adresse man gerade hat oder welche Bildschirmauflösung man verwendet, sowie von welchem Ort man im Internet angemeldet ist.
  • Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher (ZVAB)

    Das ZVAB ist seit 1996 das Online-Antiquariat für deutschsprachige Titel. Über tausend professionelle Antiquare bieten unzählige antiquarische, gebrauchte oder bereits vergriffene Bücher sowie Noten, Grafiken, Autografen und Postkarten zum Kauf an.

Zeitungen & Magazine

Zeitungen und Magazine, die ich gerne und regelmäßig lese, finden Sie in meinem Beitrag Zeitungslektüre aus dem Jahr 2020.

„Trust matters. In the network world, trust is the most important currency.“

Eric Schmidt, University of Pennsylvania Commencement Address (2009)

Netzwerk

Netzwerken 4.9 (28)

Beitragsfoto: Netzwerk | © Pixabay

Dieser Beitrag ist wohl mein meist geänderter und bearbeiteter Beitrag dieses Weblogs überhaupt. Angefangen hat es damit, dass ich das World Wide Web als eine gute Möglichkeit angesehen habe, um neue Netzwerke zu kreieren und bestehende einfacher zu unterhalten.

So versuchte ich mich seit 2001 an den verschiedensten Portalen und Websites, wie zum Beispiel IIICS oder World citizenship, die ich noch heute mehr oder weniger und eher aus nostalgischen Gründen immer noch betreibe oder zumindest die Adresse beibehielt.

Andere, teilweise anfangs auch sehr erfolgreiche Versuche sind heute nur noch, wenn überhaupt über das Internet Archive zu finden.

Letztendlich sind und leben alle Netzwerke vom Engagement der handelnden Personen; damit ist es auch ganz normal, dass sich Netzwerke beständig verändern, immer wieder verschwinden und dafür neue entstehen, wobei die Qualität eines jeden Netzwerks ausschließlich an seiner Aktualität zu bewerten ist. Ganz plakativ ausgedrückt: auch das beste Telefonbuch aus dem 20. Jahrhundert erfüllt heute nicht mehr seinen Zweck.

Und um es gleich vorweg zu nehmen, auch Facebook, Twitter und Co. sind nur temporäre Erscheinungen, deren heutige Bedeutung späteren Generationen wohl kaum noch zu vermitteln sein wird.

Und nach all meinen selbst gemachten Erfahrungen ist das eigene Telefonbuch, in dem die Telefonnummern von Menschen stehen, die man rund um die Uhr und egal von welchem Ort aus anrufen kann, das beste Netzwerk-Tool das es überhaupt gibt, außer selbstverständlich, man hat „seine“ Nummern alle im Kopf abgespeichert, auch das soll es noch geben.

Daraus schließe ich aber auch, dass jedes Netzwerken eine natürliche Grenze hat, die man höchstens durch sehr lebendige Netzwerkgemeinschaften etwas erweitern kann, aber auch nicht sehr weit.

Alle anderen Versuche und Bemühungen leben ausschließlich von der Sammelleidenschaft der Menschen. Auch ich war einmal „stolz“ darauf möglichst viele Facebook „Freunde“ angesammelt zu haben, die ich inzwischen aber wieder gegen Null reduzierte, oder gar auf viele Linkedin Partnerschaften, von denen ich wohl nie eine brauchen bzw. nutzen werde.

Und selbst der Nutzen von Netzwerken als bessere und günstige Verteiler- oder Werbegemeinschaften ist für den Normalgebrauch sehr fraglich, denn auch hier gilt: „It’s Crime and Sex That Sell News!“

„But you can’t make people listen. They have to come round in their own time, wondering what happened and why the world blew up under them. It can’t last.“

Ray Bradbury, Fahrenheit 451 (2012 [1953]: 146)

Weihnachtsbrief 2001

Weihnachtsbrief 2001 5 (7)

Schon wieder Weihnachten! Das für uns so turbulente Jahr 2001 neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr in Chemnitz ist vorüber, inzwischen haben wir uns an die rauen Winde hier gewöhnt und nutzen nun die Zeit, auf die vergangenen Monate zurückzublicken.

Alles hat mit dem Umzug in der Vorweihnachtszeit letzten Jahres von Müllheim nach Chemnitz begonnen. In Rekordzeit von nur vier Tagen hatten wir uns im September eine schöne Wohnung im Jugendstilviertel auf dem „Kaßberg“ ergattern können. Der Umzug war von Tina allein zu organisieren, weil Heinrich sich einmal mehr auf einem Lehrgang entspannte. Trotz einiger Vorbehalte klappte dann doch alles.

Den Weihnachtsbaum hatten wir auch noch auf die Schnelle organisieren können; war wieder Männersache. Das neue Jahr begann für Max in einer sächsischen Grundschule. Schnell erkannten wir, dass Sachsen im Vergleich zu Baden-Württemberg an schulischen Anstrengungen einen Quantensprung nach vorn erforderte. Unser armer Max, der bisher nur mit dem Griffel gekritzelt, von Kopfrechnen keine Ahnung hatte und Lesen noch als anstrengende, lästige und überflüssige Nebenbeschäftigung ansah, musste erkennen, dass zum veränderten Umfeld auch schulisch in Sachsen einiges anders ist.

Wir brauchten bestimmt drei Monate, um ihn einigermaßen ins schulische Mittelfeld zu treiben. Es war eine schreckliche Zeit, und wir sind alle froh, dass Max es geschafft hat. Aber der Preis war hoch. Daraus haben wir gelernt, niemals inmitten eines Schuljahres umzuziehen.

Konstantin verschmähte seinen uns zugewiesenen Kindergartenplatz. Er war durch nichts dazu zu bewegen, diesen Platz zu nutzen. Muttertier Tina konnte ihm auch eigentlich keinen Vorwurf machen, der Kindergarten war einfach zu furchtbar anders. Nach drei Monaten auf vier Wartelisten stehend, verbunden mit der Hoffnung, vielleicht im September einen Platz zu bekommen, erschloss sich uns schließlich im Waldorfkindergarten eine Möglichkeit. Nachdem Heinrich seinen Widerstand aufgegeben hatte, konnte Konstantin dort sein Glück finden und wir mit ihm. Musikalisch bildet sich Max zurzeit mehr oder weniger freiwillig mit dem „Keyboard“ weiter, während Konstantin dazu singt.

Nach all den Monaten haben wir immer noch Schwierigkeiten, uns mit dem hier traditionellen Hortsystem abzufinden. Fast alle Kinder aus Maxens Klasse sind nachmittags im Hort; das bedeutet, sie essen dort zu Mittag, halten Mittagsruhe, machen die Hausaufgaben und werden dann bis spät nachmittags, bis ihre Eltern sie dann nach getaner Arbeit abholen kommen, betreut. Freunde nachmittags regelmäßig zum Spielen einzuladen oder zu besuchen gibt es nur in Ausnahmefällen.

Man merkt überall, dass nur ein „Ostlohn“ kaum eine Familie ernähren kann. Viele „Ostfrauen“ sind es aber auch nicht anders gewohnt als ihre Frau im Beruf sowie abends und am Wochenende in der Familie zu stehen. Es ist ein hartes Leben. Aber es ist heilsam zu sehen, wie gut es uns eigentlich doch geht. Um unsere am Anfang etwas langweiligen Nachmittage besser auszufüllen, spielen unsere Kinder nun Basketball, wobei sie damit das Handballspiel aufgeben mussten.

Zweimal die Woche sind sie jetzt im Training. Die Körbe hängen zwar hoch, aber die Begeisterung hält an. Mal sehen, wie lange noch. Unseren traditionell vierwöchigen Sommerurlaub haben wir dieses Jahr zur Hälfte zu Hause im „Ländle“ verbracht und die letzten zwei Wochen genutzt, um Sachsen zu entdecken. Ein schönes Land mit vielen Burgen, ein Paradies für unsere Kinder.

Im Spätsommer hat sich Tina nach leichtem Tritt vom Göttergatten entschlossen, sich vorsichtig nach ihrem beruflichen Marktwert zu erkundigen. Das Arbeitsamt hatte erst zwei herbe Schläge in die Magengegend für Sie bereit, die eine vorzeitige „Midlife-Crisis“ zur Folge hatten. Dann aber – oh Wunder – Herrn Beyer, ihrem Arbeitsberater sei Dank, ging doch noch die Türe zum ersehnten Lehrgangshimmel auf.

Tina hat sich nun einen einjährigen Lehrgang an Land gezogen, der sie eines Tages, genauer gesagt am 30.10.2002 und welch Zufall an Göttergattens Geburtstag in die Niederungen einer neuen beruflichen Selbstständigkeit entlassen wird.

Da Tina nun morgens außer Haus ist, wird die Wohnung jetzt nur noch einmal die Woche im Team geputzt. Wenn man dann ein Auge zudrückt und die Wohnung einfach Wohnung sein lässt, ist auch alles bestens. Die Männer der Familie absolvieren zurzeit einen Haushaltscrashkurs mit anschließendem Dauerpraktikum.

Für Heinrich brachte der berufliche Alltag nicht viel Neues; allerdings musste die schöne Wohnung mit je einer gut halbstündigen Autofahrt erkauft werden.

Erholung von den langen Arbeitszeiten fand er Anfang August, als er wieder zu einem dreimonatigen Lehrgang, diesmal nach Hamburg durfte. Da er dorthin mit dem Zug unterwegs war, konnte er zweimal die Woche von einer Berliner Stadtrundfahrt schwärmen, die sonntags bei Nacht und freitags bei Tag erfolgte. Berlin, eine Stadt, welche nun in unserer „Sightseeing-Reichweite“ liegt und neben dem Elbsandsteingebirge die Attraktion für uns darstellt.

Zum Jahresende konnte der Beruf mit zwei Überraschungen aufwarten. Zum einen verzichtete sein Arbeitgeber darauf, ihn erneut in den Einsatz zu schicken und zum anderen für alle noch überraschender, mit der schon lange ersehnten Beförderung zum Major.

Rückblickend auf das Jahr 2001 können wir viele neue Erfahrungen und neue Freunde auf unserem Lebenskonto verbuchen.

Mit diesem für uns unerwartet positiven Jahresausklang hoffen wir nun auf ein ruhigeres 2002.

Auf den Weltfrieden, Frohe Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr!

„Das Dumme am Tod ist nicht, daß er die Zukunft verändert, sondern daß er uns mit unseren Erinnerungen allein zurückläßt.“ 

Peter Høeg, Fräulein Smillas Gespür für Schnee (2004 [1992]: 344)