Mann beim Ausfüllen eines Formulars

Zeitungsartikel 5 (1)

Beitragsfoto: Mann beim Ausfüllen eines Formulars | © Pixabay

Katja Feiler schrieb den folgenden Artikel in der Heilbronner Stimme.

Europa liegt ihm ganz besonders am Herzen

Kümmerle ist Vorsitzender der Heilbronner Europa-Union

Von Katja Feiler

Europa liegt ihm ganz besonders am Herzen

Europa ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Und das nicht nur, weil für den Vorsitzenden des Kreisverbands der Europa-Union, Heinrich Kümmerle, Europa immer mit Liebe zu tun haben wird: Mit der zu seiner Frau. Bettina und Heinrich Kümmerle lernten sich 1992 beim Treffpunkt Europa kennen. Beide sind gebürtige Heilbronner, sie arbeitete in Bayern, er am Bodensee. Auf dem Heilbronner Kiliansplatz funkte es.

Herzensangelegenheit heißt für den 43-Jährigen, der im vergangenen Jahr nach 18 Jahren Vorstandschaft von Dr. Walter Dörr das Amt übernommen hat, ganz simpel: „Ich fühle europäisch.“ Geprägt haben ihn die guten Freunde aus der Schulzeit in der Heilbronner Dammrealschule und später dem Robert-Mayer-Gymnasium. Durch Türken, Jugoslawen und Italiener erfuhr der heutige Vater zweier Söhne schon früh, dass es noch mehr und anderes gibt als Heilbronn und die schwäbische Kultur. Heute weiß er das aus dem eigenen Erleben. Der Berufsoffizier lebte in Frankreich, auf dem Balkan und bis vor zwei Wochen in Polen. Sein neuer Wohnort ist näher am Unterland: Die Familie wird in den Sommerferien nach Ulm folgen.

Mindestens 17 Umzüge, die dem Europa-Fan verdeutlicht haben: „Heilbronn ist mein Anker.“ Deshalb auch das Engagement in der Käthchenstadt, wo er zudem Mitglied im Jazzclub Cave 61 ist. Und wirft der 43-Jährige den Blick zwei Jahrzehnte voraus, weiß er jetzt auch schon: Hier will er seinen Lebensabend verbringen.

Doch wie will er andere für die Idee Europa begeistern? „Wir müssen mehr das Gute sehen.“ Tatsächlich sei Europa für viele im Moment nicht mehr so das Thema. Der Euro ist da, die Grenzen sind weitgehend offen: „Europa ist selbstverständlich geworden.“ Dabei ist für denBerufsoffizier der Weg noch weit. Ein Stück näher ans Ziel soll die Unterländer jedes Jahr der Treffpunkt Europa bringen. Ein Fest, das „Verständnis und Interesse wecken soll.“ Eins ist dem Vorsitzenden des überparteilichen Vereins noch besonders wichtig: Auf unterhaltsame Weise Berührungsängste abbauen.

Einst engagierten sich bis zu 500 Europa-Begeisterte bei der Europa-Union. Heute sind es noch 60. Die Jugendorganisation JEF, Junge europäische Föderalisten, ist gänzlich eingeschlafen. All das wieder zu ändern, hat sich der Mann, der genauso heißt wie sein Vater, vorgenommen. Auch wenn er weiß, dass seine Aufgabe mehr ist als Mitglieder zu gewinnen. „Europa ist ein Prozess, der nie abgeschlossen sein wird.“


Schienen

Frankenbahn 5 (10)

Beitragsfoto: Schienen und Menschen | © Mohamed Nuzrath from Pixabay

Ein vollständiger und vollwertiger Ausbau der Frankenbahn von Stuttgart bis in den Hauptbahnhof von Würzburg hinein ist eine absolut notwendige Voraussetzung, um Heilbronn eine akzeptable Anbindung an den Rest der Welt zu ermöglichen und auch, um den regionalen Schienenverkehr von und nach Heilbronn zu stärken.

Sie macht zudem die zwingend notwendige Integration Heilbronns in das Intercity-Netz der Deutschen Bahn möglich und garantiert zugleich eine passable Anbindung Heilbronns an die ICE- und Schnellbahnstrecken innerhalb Europas.

Damit wird es Heilbronnern auch leichter gemacht, attraktive Arbeitsplätze außerhalb der Region anzunehmen, ohne gleich ihre vertraute und geliebte Heimat für Jahre oder gar Jahrzehnte verlassen zu müssen.

Zusätzlich ertüchtig sie zusammen mit der Gäubahn, welche von Stuttgart nach Zürich führt, die ehemalige europäische Magistrale Berlin – Mailand und ergänzt darüber hinaus die europäische Magistrale Rotterdam – Genua bestens.

Damit ist die Frankenbahn für ganz Baden-Württemberg, für unsere Bundesrepublik und für Europa insgesamt ein Gewinn.

Nachtrag

Am 26. März 2020 wurde bekannt gegeben, dass das Land Baden-Württemberg einen Planungsauftrag für die Frankenbahn in Auftrag gibt. Verkehrsminister Winfried Hermann MdL, der sich selbst zuerst noch als für nicht zuständig erklärte, wird nun wie folgt zitiert: „Wir ermitteln das Potenzial für einen Ausbau der Frankenbahn und die sinnvollen Ausbauschritte.“

„The true traveler is he who goes on foot, and even then, he sits down a lot of the time.“

Sidonie-Gabrielle Colette, Paris From My Window (1944)

Dilbert

The Dilbert Principle 4.8 (12)

Beitragsfoto: Ausschnitt einer Buchseite

Scott Adams erste beiden Bücher das Dilbert Principle aus dem Jahr 1996 und der Folgeband The Dilbert Future aus dem Jahr 1997 sind noch heute mit die besten Bücher, die jemals über Management geschrieben wurden.

Und wer sich nicht in diese Bücher vertiefen möchte, der findet immer noch viele seiner Dilbert Comics auf der entsprechenden Website [nicht mehr vorhanden].

Scott Adams Philosophie wird gleich im ersten Buch deutlich.

„The most ineffective workers will be systematically moved to the place where they can do the least damage – management.“

Scott Adams, The Dilbert Principle 1996

Bis heute entwickelt Adams bezaubernde Theorien rund um unsere Arbeitswelt und Dilbert hat inzwischen auch einige Helfer wie Dogbert, Catbert oder Ratbert bekommen, die neben seinem Boss und weiteren Mitarbeitern das Ganze noch besser verdeutlichen.

Das Dilbert’s Salary Theorem besagt zum Beispiel, dass Ingenieure und Wissenschaftler nie so viel wie Manager oder Verkäufer verdienen können.

Dies wird durch einfache Mathematik gestützt:

As every engineer knows: power = work / time.

Since:
Knowledge = power
Time = money
Knowledge = work / money.

Solving for money, we get:
Money = work / knowledge.

Thus, as knowledge approaches zero, money approaches infinity, regardless of the amount of work done.

Conclusion:
The less you know, the more you make.

Scott Adams

Ein weiterer Klassiker der Management-Literatur ist das Peter Principle von Laurence J. Peter, welches er zusammen mit Raymond Hull im Jahre 1969 veröffentlichte.

Auf den Punkt gebracht lautet das Peter-Prinzip wie folgt:

„In a hierarchy every employee tends to rise to his level of incompetence.“

Laurence J. Peter und Raymond Hull (1969:22)

Was letztendlich dazu führt, dass …

„In time, every post tends to be occupied by an employee who is incompetent to carry out its duties.“

Laurence J. Peter und Raymond Hull (1969:24)

Scott Adams würde wohl anführen, dafür aber immer bestens bezahlt.

„Dance like it hurts, love like you need money, work when people are watching.“

Scott Adams, Dilbert and the Way of the Weasel (2002: 147)