The Simpsons T-Shirt

30 Jahre Simpsons 5 (3)

Beitragsfoto: T-Shirt mit den Simpsons

Am 17. Dezember 1989 strahlte (21st Century) Fox die erste Folge der „Simpsons“ aus. 

Unsere Jungs, beide Mitte der 1990er-Jahre geboren, haben wir die Folgen von Simpsons immer wieder gerne anschauen lassen; sie wuchsen regelrecht damit auf.

2007 pilgerte die gesamte Familie in den Film The Simpsons Movie und wir genossen den Abend allesamt.

Matt Groening schuf über die vergangenen drei Jahrzehnte hinweg ein kleines Universum an Durchschnittsamerikanern, mit dessen Population, zumindest mit einigen daraus, sich eigentlich alle Menschen, egal welcher Herkunft oder Orientation, noch heute anfreunden können.

Inzwischen dürften es weit über 600 ausgestrahlte Folgen sein, und wer nicht bei den Simpsons zu Gast war, spielt zumindest in den USA keine größere Rolle.

Seit November 2019 werden die Simpsons nun auch auf dem Streaming-Dienst Disney+ ausgestrahlt; schon vor Längerem hatte der Disney Konzern den Sender Fox aufgekauft und sorgt nunmehr dafür, dass die Simpsons ihren Zuschauern an ganz neue Orte folgen.

Ich greife wiederum gerne auf die alten DVD zurück und freue mich immer wieder über die Erkenntnisse dieser gelben Menschen aus Springfield.

Zum Beispiel von Bürgermeister Quimby, der wirklich kein Freund der Prohibition ist.

„You can’t seriously want to ban alcohol. It tastes great, makes women appear more attractive, and makes a person virtually invulnerable to criticism.“

Mayor Quimby

Keiner aus dem Simpson-Universum hat aber jemals den Alkoholkonsum so schön kommentiert wie das Familienoberhaupt Homer Simpson selbst.

„To alcohol! The cause of … and solution to … all of life’s problems.“

Homer Simpson
Homer Simpson

„Ok, class, today we’ll be sitting quietly with the lights off, because teacher has a hangover.“

Edna Krabappel

„Call me“

Anonyme Anrufer 5 (2)

Beitragsfoto: „Call me“ | © Tumisu auf Pixabay

Bis heute ist mir noch nicht so ganz klar, warum es Menschen gibt, die mit unterdrückten Telefonnummern bei ihren Mitbürgern anrufen.

Wenn es sich dabei um Mitarbeiter von Firmen oder Behörden handelt, kann man es vielleicht sogar noch verstehen, wenn man davon ausgeht, dass ihre Arbeitgeber nur begrenzte Ressourcen für den Kundenservice zur Verfügung stellen möchten oder über sehr veraltete Kommunikationsstrukturen verfügen.

Bei Privatanrufen fällt mir auf die Schnelle keine Begründung ein. Ganz im Gegenteil, wenn der Anrufer sich mit mir privat unterhalten, mir aber seine eigene Telefonnummer dabei nicht mitteilen möchte, könnte man doch vermuten, dass er wohl ein ganz besonderes Verständnis von Kommunikation hat.

Oftmals sind es aber die ganz besonderen Menschen, die das Miteinander so interessant und lebenswert machen. Und ich möchte mich deswegen nicht beschweren!

Sehr schräg wird es aber dann, wenn diese anonymen Anrufer bei erfolglosem Anruf keine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und sich später auch noch darüber beklagen, dass man sie nicht zurückgerufen hat.

Liebe anonyme Anrufer, es gibt mehr von Euch als ihr Euch vielleicht sogar vorstellen könnt, und ich kann, selbst bei bestem Willen, nicht wirklich alle von Euch zurückrufen.

„Call me like you didn’t last time.“

Emily Blunt als Elise Sellas in The Adjustment Bureau (2011)

Kaffee & Bananensplit

Späte Erkenntnis 5 (3)

Beitragsfoto: Kaffee & Bananensplit

Obwohl allgemein bekannt und auch sehr gerne zitiert, ist der 283ste Aphorismus Friedrich Nietzsches offensichtlich für die Mehrheit von uns schwer verständlich.

Liegt dies an unserem Naturell oder ist es nur der Tatsache geschuldet, dass wir alle längst nicht mehr wissen, was wir mit uns und unserer eigentlich sehr begrenzten Zeit anfangen sollen?

„Hauptmangel der tätigen Menschen. — Den Tätigen fehlt gewöhnlich die höhere Tätigkeit: ich meine die individuelle. Sie sind als Beamte, Kaufleute, Gelehrte, das heisst als Gattungswesen tätig, aber nicht als ganz bestimmte einzelne und einzige Menschen; in dieser Hinsicht sind sie faul. — Es ist das Unglück der Tätigen, dass ihre Tätigkeit fast immer ein Wenig unvernünftig ist. Man darf zum Beispiel bei dem geldsammelnden Bankier nach dem Zweck seiner rastlosen Tätigkeit nicht fragen: sie ist unvernünftig. Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäss der Dummheit der Mechanik. — Alle Menschen zerfallen, wie zu allen Zeiten so auch jetzt noch, in Sklaven und Freie; denn wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave, er sei übrigens wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.“

Friedrich Nitzsche, Menschliches, Allzumenschliches

Und sobald wir für uns ein wenig Zeit freischaufeln können, sitzen wir … – ich muss dies nicht wirklich weiter ausführen.

Das schöne aber an jeder Erkenntnis ist, dass diese lieber zu spät kommen sollte als überhaupt nicht. Und wer weiß, vielleicht fängt der eine oder andere jetzt etwas früher an, darüber einmal genauer nachzudenken.

Obwohl es bei uns sehr viele Zeitdiebe gibt, nehmen wir alleine nur die vielen Besprechungen oder „Meetings“, die wir in unserem Berufs-, Arbeitsleben und Ehrenämtern zu absolvieren haben und welche wir ohne Probleme mengenmäßig, zeitlich und inhaltlich allesamt auf ein vernünftiges Minimum reduzieren könnten, wird diese Problematik offensichtlich ganzheitlich verdrängt.

Dabei gilt doch ausdrücklich, dass Leistung der Quotient aus verrichteter Arbeit oder dafür aufgewendeter Energie und der dazu benötigten Zeit ist.

Gesellschaftlich anerkannt ist dabei, dass man die Leistung vollumfassend über die verwendete Zeit misst, ob benötigt oder auch nicht, und dafür Arbeit und Energie gerne auch gegen Null reduzieren kann.

Letztendlich ist aber nur unsere eigene Zeit die begrenzte Ressource, und wir sollten schon deshalb damit haushalten; auch auf die Gefahr hin, dass wir Zeitdiebe bloßstellen und Leistung wieder mehr über Arbeit und Energieaufwand definieren.

Wie bereits anfangs erwähnt, ist das wirkliche Problem dabei, dass wir uns bisher kaum Gedanken darüber gemacht haben, was wir mit der „neu gewonnenen“ Zeit überhaupt anfangen sollen.

„Frei zu sein“, liegt wohl doch nicht in unserem Naturell.

„I offer nothing more than simple facts, plain arguments, and common sense.“

Thomas Paine, Common Sense (1997 [1776]: 17)