Ausschnitt des Jazz-Platten-Covers

Queen 5 (5)

Beitragsfoto: Ausschnitt des Jazz-Plattencovers (1978)

Wenn meine Generation in den 1970er und 1980er-Jahren in einem einig war, dann darin, dass Queen eine sehr gute Rockband ist. 1970 gegründet, bestand sie gut 20 Jahre lang bis zum Tod Freddie Mercurys am 24. November 1991 hauptsächlich aus den vier Musikern John Deacon, Brian May, Freddie Mercury und Roger Taylor. Vor Deacon, der bereits 1971 zur Band stieß, wurde der E-Bass noch durch Mike Grose, Barry Mitchell und Doug Ewood Bogie besetzt.

Nach dem Tod von Freddie Mercury gab es noch weitere Versuche und immer wieder neue Band-Projekte, die auch bis heute noch andauern mögen, aber zumindest für mich keine Relevanz mehr haben; mit dem Kauf der „Queen Studio Collection“ (2015) habe ich dieses Kapitel endgültig geschlossen, wobei ich noch anmerken möchte, dass ich mich bereits mit „Made in Heaven“ (1995), dem letzten von insgesamt 15 Studioalben, von Queen verabschiedet habe.

Vor ein paar Jahren haben meine Söhne, beim Stöbern durch unsere CD-Sammlung, dann die Queen-Alben entdeckt und damit begonnen, ebenfalls immer wieder und gerne Queen-Titel anzuhören — allerdings dabei auf eine ganz andere Art & Weise.

So ist es aber auch nicht verwunderlich, dass die ganze Familie 2018 in den Film „Bohemian Rhapsody“ gepilgert ist und in dessen Folge Queen Songs wieder öfters zuhause zu hören waren.

Meine Liebe zu Queen begann Mitte der 1970er-Jahre als mich mein Freund Oliver Greuling auf diese Gruppe aufmerksam machte — zumindest habe ich es so in Erinnerung. Mein erstes selbst gekauftes Album war dann „News of the World“ (1977) und mit dem Kauf des Albums „Jazz“ (1978) war ich mir sicher, dass ich auch die restlichen Alben haben musste. Nach und nach kaufte ich die älteren Alben und wurde damit zu einem Queen Fan.

1980 erwarb ich die Platte „The Game“ und nach dem Gang ins Kino, um „Flash Gordan” anzuschauen, auch die entsprechende Platte (1980), wobei ich es heute nicht mehr nachvollziehen kann, wieso mir Film und Musik zu dieser Zeit tatsächlich gefallen haben.

Die Folgeplatten erwarb ich dann, der Zeit geschuldet, als CD. Erst mit meiner Zurruhesetzung habe ich erneut begonnen, Queen Alben in Form von Langspielplatten zu sammeln und dabei auch wieder auf den Plattenteller zu legen; während des Schreibens dieses Beitrages höre ich „Jazz“ und „News of the World“ hoch und runter.

Ich möchte es nicht versäumen, meine persönliche Hit-Liste der Queen-Alben aufzuführen:

  • News of the World (1977)
  • Jazz (1978)
  • A Night at the Opera (1975)
  • A Day at the Races (1976)
  • Sheer Heart Attack (1974)
  • A Kind of Magic (1986)
  • The Works (1984)
  • Queen (1973)
  • The Game (1980)
  • Innuendo (1991)
  • Queen II (1974)
  • The Miracle (1989)
  • Live Killers (1979)
  • Hot Space (1982)
  • Live Magic (1986)
  • Live at Wembley ’86 (1992)
  • Greatest Hits (1981)
  • Greatest Hits II (1991)
  • … jede andere Platte mit Freddie Mercury
  • Flash Gordon (1980)
  • Made in Heaven (1995)

Last but not least möchte ich nochmals auf die „Queen Studio Collection“ aufmerksam machen, nicht weil ich die darin enthaltenen bunten Langspielplatten für besonders gelungen halte, sondern weil das beiliegende Booklet auf jeden Fall den Plattenkauf wert ist. Auch kommen jene, die über keine alten Queen-Platten verfügen, wohl am kostengünstigsten zu allen Studioalben dieser auch heute noch sehr hörenswerten Rockband.

„I like people to go away from a Queen show feeling fully entertained, having had a good time.“

Freddie Mercury (2. Mai 1981)

Duden-Website

Ein Abgesang 5 (1)

Foto: Duden-Website-Ausschnitt | © Duden

Kennen Sie noch den Duden, ich meine damit das eine verlässliche Werk zur Verbesserung der deutschen Sprache, welches in jedem vernünftigen Haushalt zumindest einmal vorhanden war?

Konrad Duden schuf 1872 das heute nach ihm benannte Rechtschreibwörterbuch und beeinflusste damit maßgeblich die Entwicklung einer einheitlichen Rechtschreibung im deutschen Sprachraum.

Da ich meine eigene Schulzeit mit einer vermeintlichen Lese- und Schreibschwäche begann, wobei ich davon überzeugt bin, dass es nur den damaligen sprachlichen Umerziehungsbemühungen junger Lehrer aus dem norddeutschen Sprachraum geschuldet war, die uns mit Brachialgewalt das Westfränkische — unsere eigentliche Muttersprache — austrieben, gaben mir meine Eltern bereits sehr früh einen Duden zur Hand. Mehr Erfolg hatten sie dann, als sie einen Lesezirkel für uns Kinder organisierten.

Auf jeden Fall war meine Neugierde geweckt und ich suchte in den Bücheregalen stets nach dem ältesten dort vorhandenen Duden, wobei ich ganz nebenbei auch die Sütterlinschrift kennenlernte.

Zu Anfang meiner Berufszeit, welche noch in der Bonner Republik begann, war der Duden „Gesetz“ in allen Bundesbehörden, und die Dudenredaktion lies es sich auch nicht nehmen, die deutsche Sprache mit einer eigenen „Hotline“ zu fördern. Gerne erinnere ich mich diesbezüglich an die Telefonate mit ehrenamtlich tätigen Sprachwissenschaftlern zurück, die auch die feinste Sprachnuance, und in meinem Falle meist eine korrekte Kommasetzung, erklärten.

Gerne erinnere ich mich auch an die sehr strittigen Diskussionen mit meiner Schwester zurück, die zu dieser Zeit Germanistik studierte, und mir erklärte, dass sich Sprache beständig ändert und nicht zementiert werden könne; dies ließ sich auch in den Duden verschiedener Ausgaben nachweisen.

Wohl dank der umfänglichen sprachlichen Umerziehungsversuche an den deutschen Schulen, und der politischen Erkenntnis, dass eine Überqualifikation der Bürger nicht nur für die Industrie von Nachteil ist, kam es seit den 1970er-Jahren zu einer zunehmenden sprachlichen Verarmung in unseren Ländern, wobei auch der Dativ und der Genitiv dem nunmehr Beliebigen zum Opfer fielen.

Mit der 1996 durch die Berliner Republik vollzogenen und seither beständig korrigierten Rechtschreibreform glitt die deutsche Sprache vollends ins Unverbindliche, wobei sich die Politik dabei nur von der Idee der Vereinfachung leiten lies, um der sprachlichen auch eine geistige Armut folgen zu lassen, denn „nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.“

Wer nun aber glaubte, dass man diese rein politisch motivierten Eingriffe in unsere Sprache, welche übrigens das „Betriebssystem“ unserer Gesellschaft ist, nicht mehr steigern könne, hat seinen George Orwell nicht gelesen, der bereits 1949 vor dem Neusprech warnte.

Dieser Neusprech wird seit ein paar Jahren von den größeren politischen Parteien unisono gefordert und gefördert und wurde nunmehr auch vom Duden nachvollzogen, wobei dieser nicht nur die Sprachwissenschaft verlässt, sondern auch den emsigsten Parteiideologen vorauseilt.

Aus einem von Konrad Duden entwickelten Werk zur Stärkung und Mündigmachung unsere Gesellschaft wurde nun ein ideologisches Hilfsmittel zur Schaffung einer neuen Welt — die deutsche Sprache wird dies sicherlich überleben, der Duden aber wurde damit völlig überflüssig.

„Wer ist überhaupt dieser Herr Konrad Duden? Irgendein Sesselfurzer!“

Hans Magnus Enzensberger, So überflüssig wie ein Kropf (14.10.1996)

Pink Floyd

Pink Floyd 5 (5)

Beitragsfoto: Ausschnitt Relics Plattencover (1971)

Als ich das erste Mal die Platte „The Dark Side of the Moon“ auf meinen Plattenteller legte, wusste ich, dass ich auch einmal die weiteren Langspielplatten von Pink Floyd anhören muss. „Mit Wish You Were Here“ machte ich dann gleich einen weiteren Glücksgriff und war nunmehr davon überzeugt, dass es sich lohnt, neben Queen noch weitere Rockgruppen zu hören.

Die Platte „Animals“ passte 1977 dann auch ganz gut zu meiner damaligen Lektüre, und so machte ich mich auf, auch einmal nach den älteren Pink Floyd Platten zu schauen, welche mich zugegebener Maßen nach etwas Eingewöhnung endgültig zu einem Pink Floyd Fan machten.

Interessanterweise hörte ich „The Wall“ 1980 erstmals auf dem Tennisplatz und benötigte wohl deshalb etwas mehr Zeit, bevor ich mich an den neuen Stil gewöhnte. Zum Ende meiner Schulzeit kam dann noch „The Final Cut“ in die Läden und war zugleich auch ein ganz zufälliger Abschluss meiner Plattenkäufe.

Mitte der 1980er-Jahre wurden die CD populär, was dazu führte, dass ich meine Lieblingsplatten nunmehr in diesem Format sammelte. Wer hätte damals gedacht, dass man Jahrzehnte später gerne wieder auf die alten LP — und manche gar auf die Singles — zurückgreift.

„A Momentary Lapse of Reason“ nahm ich 1987 nur noch teilweise wahr, ebenso wie „The Division Bell“, die ich 1994 wohl nur aus Gewohnheit heraus kaufte.

Erst als ich nach meiner Pensionierung in einem Karton ein paar alte LP wiederentdeckte, welche zu meiner Überraschung auch die vielen Umzüge überstanden hatten, entdeckte ich erneut das „Plattenauflegen“ und damit auch das Plattensammeln. Inzwischen dürfte ich wieder alle Pink Floyd LP beisammen haben, wobei ich mich noch jetzt über den Kauf von „The Endless River“ (2014) mehr als ärgere.

Pink Floyd wurde 1965 in Cambridge gegründet und bestand aus den Musikern David Gilmour, Nick Mason, Roger Waters und Richard Wright; Syd Barrett hatte die Band bereits 1968 verlassen. Pink Floyd löste sich 2015 endgültig auf.

Dieser Beitrag soll nicht enden, bevor ich nicht meine ganz persönliche Pink Floyd Bestenliste aufgestellt habe — dem aufmerksamen Leser wird sie keine Überraschung sein.

Pink Floyd hat von 1967 bis 2014 insgesamt 13 Studio- und drei Livealben herausgebracht. Dazu kommen noch einige sogenannte Kompilationsalben, von denen ich „Relics“ und „A Nice Pair“ für erwähnenswert halte.

  • Wish You Were Here (1975)
  • The Dark Side of the Moon (1973)
  • The Piper at the Gates of Dawn (1967)
  • Animals (1977)
  • Ummagumma (1969)
  • Relics (1971)
  • A Nice Pair (1973)
  • The Wall (1979)
  • A Saucerful of Secrets (1968)
  • Meddle (1971)
  • Atom Heart Mother (1970)
  • The Final Cut (1983)
  • P·U·L·S·E (1995)
  • Is There Anybody Out There? The Wall Live 1980–81 (2000)
  • A Momentary Lapse of Reason (1987)
  • Delicate Sound of Thunder (1988)
  • The Division Bell (1994)
  • The Endless River (2014)

„What it comes down to for me is: will the technologies of communication and culture — and especially popular music, which is a vast and beloved enterprise — help us to understand one another better, or will they deceive us and keep us apart?“

Roger Waters, Penthouse Magazine (September 1988)