Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

27.10.02021 5 (1)

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Abellio

Langsam aber sicher kehren auch bei uns im Südwesten Berliner Verhältnisse ein. Außer vielleicht die Verantwortlichen, wusste wahrscheinlich jeder, dass das mit der Firma Abellio und der Frankenbahn nicht funktioniert. Wer weiß, da es sich um die Frankenbahn handelt, wird das Ganze wohl von Stuttgart aus absichtlich und mit Schwung gegen die Wand gefahren?

Und jetzt kommt was ebenfalls zu erwarten war, eine für den Steuerzahler sehr kostspielige Rettungsaktion. Und danach die nächste und so weiter und so fort. Als nächstes wird in Stuttgart ein weiteres Ministerium geschaffen, nämlich das für Pleiten, Pech und Pannen, zur besseren Abwicklung unserer gesamten Wirtschaft.

So muss man sich auch nicht mehr darüber ärgern, dass demnächst die Stadtbahn bei Heilbronn für ein Jahr stillgelegt werden wird. Stellen wir uns schon jetzt darauf ein, dass auch die Stadtbahn ein paar Jährchen nicht mehr funktionieren wird.

Vorwarnstufe

Bei einer COVID-19 Inzidenz von gut 200 alleine in Heilbronn, muss man sich nicht wundern, wenn der Gesundheitsminister des Landes warnt, dass die Corona-Vorwarnstufe bald erreicht sei und die Intensiv-Betten in unseren Krankenhäusern knapp werden.

Glücklich jene, die dann nicht schwer krank werden und dringend intensive ärztliche Betreuung benötigen. Leider wird es dann wohl wieder so sein, dass es die Falschen erwischt, nämlich jene, die sich um unsere Gesellschaft bemühen und alles machen, damit diese auch funktioniert — leider aber zur ungünstigsten Zeit selber krank werden.

Es würde mich nicht mehr wundern, wenn viele der sogenannten Impfskeptiker nur noch darauf warten, dass ihnen der Staat für das Impfen einen Ballermannurlaub spendiert.

Wahlleiter

Gestern durfte ich bei der Europäischen Bewegung die Wahlleitung übernehmen. Eine Aufgabe, die ich immer wieder und gerne mache.

Zum Schluss gab es dort dann noch einen Bericht aus der aktuellen Ratspräsidentschaft, die übrigens Slowenien inne hat. Dabei war der Westbalkan, wie auch zu erwarten, erneut ein Thema. Allerdings nur eines von vielen, wobei die Herausforderungen wie eine gemeinsame Energiepolitik oder eine Modernisierung unserer Kommunikationsstrukturen den Schwerpunkt bildeten.

Geburtstag des Tages

Theodore Roosevelt


Hasen

26.10.02021 5 (2)

Hasen | © Pixabay

Krematorium

Die Sanierung unseres Krematoriums — auch wenn diese etwas teurer werden wird — ist eine notwendige und längst überfällige Angelegenheit. So ist die jüngste entsprechende Entscheidung des Gemeinderats nur zu begrüßen. Der städtische Bauausschuss hat gem. eines Artikels der Heilbronner Stimme (26.10.2021: 25) erst kürzlich der überfälligen Sanierung der Technik in Höhe von 1,75 Millionen Euro zugestimmt.

Und dass sich damit letztendlich auch noch Geld erwirtschaften lässt, ist für den städtischen Haushalt eine gute Sache; wir können doch nicht immer nur vom drauflegen leben.

Krematorium Heilbronn (2018)

Klingenäcker

Nicht erst seit den 1970er-Jahren stehen die Klingenäcker bei den Sontheimern als Baugebiet hoch im Kurs. Dass nach all den Jahrzehnten so langsam aber etwas Schwung in diese Angelegenheit kommt, lässt hoffen. So werden die Enkel oder Urenkel der ersten bauwilligen Einheimischen wohl doch noch zum Zuge kommen — wenn die Stadtverwaltung nicht wieder einmal etwas vergessen hat.

Die Idee allerdings, dass man uns Steuerzahler hierbei in die Pflicht nimmt — als Entschädigung für die Bauwilligen sozusagen — halte ich dennoch für falsch.

Nachtrag:

Johanna hat mich auf diesen Artikel in SWR Aktuell (28.10.2021) aufmerksam gemacht: Baubeginn verzögert sich seit 40 Jahren: Starke Kritik an der Stadt Heilbronn

Westbalkan

Ohne Frage zählen die Länder des Westbalkans zu Europa, ob sie aber zur Europäischen Union gehören, darf zumindest derzeit in Frage gestellt werden. Und so wie sich diese Länder, trotz massiver finanzieller und organisatorischer Hilfen der EU, entwicklen, werden sie auch zukünftig wohl kaum Teil der EU werden können — zumindest dann nicht, wenn sich die EU an die eigenen Verträge hält sowie sich an unseren europäischen Werten orientiert.

Was geschieht, wenn sich unsere verantwortlichen Politiker weder um unsere Werte noch um unsere eigenen Verträge scheren, sieht man derzeit ganz gut an den ehemaligen sowjetischen Satelliten. Diese drohen bereits offen mit Krieg, wenn die europäischen Steuerzahler ihnen nicht, wie bisher, die Milliarden ohne jegliche Gegenleistung zukommen lassen.

„Wenn sie den Dritten Weltkrieg beginnen, werden wir unsere Rechte mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen.“

Mateusz Morawiecki, polnischer Regierungschef und selbsternanntes „Opfer“

Deshalb müssen wir nicht nur für den Westbalkan, sondern auch für die Unrechtsstaaten innerhalb der EU dringend eine Lösung finden, wenn wir nicht alle Errungenschaften, darunter auch unseren Wohlstand, der letzten Jahrzehnte wieder verlieren möchten.

Unsere Parlamente, besonders aber das Europäische Parlament, sind gefragt, endlich Lösungen zu präsentieren. Entweder schaffen sie es, dass der ehemalige Ostblock — mit Ausnahme der Balten — die EU schnellstmöglich wieder verlässt, oder aber — meine präferierte Lösung — unser Kerneuropa entwickelt sich weiter zu einem Bundesstaat, und der Rest bleibt in einer Art EU-Wirtschaftszone aber ohne größere Transferzahlungen und Institutionen zurück.

Wir erinnern uns: die EU ist eine demokratische Wertegemeinschaft und kein Sammelbecken von Menschenschindern und Kriegstreibern!

Geburtstag des Tages

Helmuth von Moltke


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25.10.02021 5 (1)

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Bundestag XXL

Am morgigen Dienstag konstituiert sich der 20. deutsche Bundestag in Berlin. Er wird mit 736 Sitzen der größte Bundestag aller Zeiten werden und es gilt als sicher, dass der kommende erneut größer werden wird. Damit haben wir bald das größte Parlament der Welt und wohl schon heute das zweitgrößte demokratisch gewählte. Für knapp 80 Millionen Bundesbürger ein Luxus, den man sich auch leisten können muss.

Alterspräsident wird Wolfgang Schäuble, was man ebenfalls sehr leicht als für überhaupt nicht mehr für gut befinden kann, und was übrigens auch nicht mehr altbewährten demokratischen Traditionen folgt. Die neue Bundestagspräsidentin soll Bärbel Bas werden, von der selbst politisch Interessierte kaum etwas gehört haben, was wieder einmal zeigt, dass selbst im Parlament Quoten und Proporz inzwischen Leistung und Kompetenz ersetzt haben.

Dunning-Kruger-Effekt

Wie komme ich nur darauf? Und das an einem Montagmorgen. Der Begriff geht auf eine Publikation aus dem Jahr 1999 von David Dunning und Justin Kruger zurück. Diese trägt den Titel: „Unskilled and Unaware of It: How Difficulties in Recognizing One’s Own Incompetence Lead to Inflated Self-Assessments“ und erschien im Journal of Personality and Social Psychology (1999, Ausgabe 77: 1121–1134).

Als Dunning-Kruger-Effekt wird die systematische fehlerhafte Neigung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen bezeichnet, nämlich das eigene Wissen und Können zu überschätzen. Dunning und Kruger stellten fest, dass u.a. beim Schachspielen und Autofahren Unwissenheit oft zu mehr Selbstvertrauen führt als Wissen. 

Drei entsprechende Beispiele finden Sie in einem Beitrag von Deidre Rath im Human Resource Manager (26. August 2019). Schöner kann man eine Woche wohl kaum beginnen, denn Auserwählte sind bei uns reichlich vorhanden.

Berufe

Es gibt sie tatsächlich, interessante, fordernde und zudem erfüllende Berufe. Dazu kam bei uns bisher noch ein sehr gutes Ausbildungssystem, das sicherstellte, dass die Willigen und Guten in ihrem Wahlberuf die Meisterschaft erreichen konnten — man könnte meinen, was möchte ein Mensch mehr?

Leider wird es immer populärer, dass selbst eine Ausbildung — geschweige denn das notwendige Lernen — nicht anstrengen darf (u.a. das Bildungsversprechen der SPD). Hinzu kommt noch die irrsinnige Meinung, dass alle die, die zu faul oder zu dumm sind, um einen Beruf zu erlernen, „etwas Besseres“ sind oder verdient hätten und deshalb zumindest angehende Wissenschaftler seien.

Nur, wer schon zu dumm oder zu faul ist, um einen Beruf zu erlernen, der wird selbst bei unseren inzwischen sehr zahlreichen und auch sehr einfachen Möglichkeiten, um ein Studium zu absolvieren, was zudem mit dem allseits beliebten Bachelor-Abschluss sehr, sehr einfach wurde, völlig überfordert sein und scheitern.

Für diese bildungs- und fleissresistenten Mitbürger gibt es dafür jetzt einen ganz neuen Karriereeinstieg, indem man offiziell sein Wunschfach nimmt und eine entsprechende Bildungseinrichtung zumindest einmal betritt — geht inzwischen auch online.

Dann hat man sogleich den Abschluss: z.B. studierter Ökonom oder studierter Pädagoge, noch besser aber studierter Wissenschaftler — das zukünftige Allround-Genie!

Diesbezüglich schreibt heute die WirtschaftsWoche „Alle haben einen gewissen Anspruch, die Latte höher zu legen“ — schön war’s!

Website des Tages

Antiquaria

Die erste Antiquaria fand 1987 im Gustav-Siegle-Haus in Stuttgart statt. Seit 1993 hat sie in der Musikhalle in Ludwigsburg ihr Zuhause. Die kommende, inzwischen 36. Antiquaria findet vom 17. bis 19. Februar 2022 statt.

Geburtstag des Tages

Pablo Picasso