Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

16.2.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Rechtsstaatsmechanismus

Nach langem Hin und Her hat der Europäische Gerichtshof nun eine neue Regelung zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit in der EU (Rechtsstaatsmechanismus) für rechtens erklärt. Polen und Ungarn laufen gegen diese Urteil des höchsten Gerichts — erwartungsgemäß — Sturm und sehen sich in ihren Vorurteilen gegenüber Europa bestätigt.

Dass die Kommission den Rechtsstaatsmechanismus jemals gegen diese beiden Mitgliedstaaten anwenden wird, darf bezweifelt werden. Nie und nimmer wird die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zustimmen, dass ihren „Parteifreunden“ und Gönnern im letzten Schritt des, nunmehr rechtmäßigen, Maßnahmenkatalogs tatsächlich EU-Mittel gekürzt werden. 

So werden Polen und Ungarn weiterhin ungeschoren gegen die EU wettern, abkassieren und in ihren Ländern eine waschechte Diktatur etablieren. Die Kommission wird weiterhin untätig bleiben. Und wir Unionsbürger werden damit vertröstet, dass man, wenn man nur wollte, den Demokratie- und Europafeinden den Geldhahn zudrehen könnte — will man aber nicht!

Buchverkauf

Wenn die Tage etwas trister sind, und die Stimmung entsprechend nachläßt, dann freue ich mich ganz besonders darüber, wenn ich wieder einmal ein Buch verschicken darf.

Und sobald ich ein Buch verschicke, nutze ich die Gelegenheit, um ein weiteres Buch auf meinen Stapel zu legen. So habe ich heute ein Buch dazugelegt, welches mir auf Twitter schon des öfteren empfohlen wurde. Und während ich das Buch auf den Stapel legte, konnte ich nicht umhin, schon einmal darin zu blättern. So war ich doch ziemlich erstaunt darüber, dass der Inhalt des Buches mit den auf Twitter kundgetanen „Glaubenssätzen“ und getätigten Äußerungen der, dieses Buch empfehlenden, Personen kaum bis nicht in Übereinklang zu bringen sein wird. Dies lässt mich nun wiederum vermuten, dass jene Personen dieses Buch wohl nicht gelesen haben können — zumindest aber Probleme mit dem Leseverstehen haben müssen.

Aber egal wie auch immer, ich werde sicherlich viel Spaß bei der Lektüre haben. Und so war diese mehrfache Buchempfehlung vielleicht nur ein Zufall, aber dafür ein sehr glücklicher.

Weblog

Es ging dann doch etwas schneller als befürchtet. Seit gestern dürfte Kümmerles Weblog wieder uneingeschränkt funktionieren. Dank der Unterstützung von ein paar Profis, denn als Hobbyist wird es zunehmend schwerer, um eine Website alleine am Laufen zu halten, vor allem dann, wenn man ganz ohne Backup, Netz oder doppelten Boden einfach in die laufenden Prozesse eingreift, um mal ganz schnell etwas Neues auszuprobieren.

Aber wie schon gesagt, diesen Luxus des gewollten Dilettantismus gönne ich mir einfach. Und dann gibt es zum Glück immer wieder nette Menschen, die einem „in der Not“ beistehen und zu retten versuchen, was noch zu retten ist. Hat wieder einmal geklappt und das dabei entstandene Resultat gefällt zumindest mir — muss es auch, denn das ist es doch, was einen privaten Blog grundsätzlich von einer Firmenseite unterscheidet.

Detlef Stern hat gestern den virtuellen Europastammtisch u. a. dazu genutzt, um mir noch ein paar Hinweise zu geben, was doch noch nicht so ganz im Weblog stimmt; diese Baustelle werde ich dann wohl demnächst mal eröffnen.

Und das mit den Blogs und den Microblog-Diensten, wie z. B. Twitter, ist doch eigentlich eine lehrreiche Angelegenheit, denn man bekommt nicht nur einen guten Einblick in die Meinungs- und Informationsfreiheit mit ihren sämtlichen Schattierungen und Auswüchsen, sondern manche von uns lernen zudem auch dabei, damit umzugehen — ergo, Demokratieschulung ohne Lehrplan und eigene Agenda.

Und das Wunderbare an dieser ganzen Sache ist doch, dass man die Dinge, die einem nicht gefallen und einem auch nicht zusagen oder die man gar beleidigend findet, nicht lesen muss.

Spätestens dann, wenn man Microblogs oder Weblogs, die einem völlig zuwider sind, abonniert und regelmäßig liest, sollte man sich einmal Gedanken machen — damit meine ich aber nicht, über die Blogs.

Weblog des Tages

Lothar Birkner
Der Weblog von Lothar Birkner, einem bekennenden Konservativen, ist neu in meiner Blogroll. Seine Themen handeln ähnlich wie bei mir über Gott und die Welt, seine Perspektive ist allerdings eine etwas andere.

Geburtstag des Tages

Philipp Melanchthon


Kuckucksuhr (1999)

Kuckucksuhr 5 (1)

Das Highlight des Tages ist die Rückkehr meiner Kuckucksuhr aus der Wartung. Nach gut 22 Jahren Betrieb hatte sie vor Kurzem ein wenig geschwächelt, was mich zum Blog-Beitrag Millennium-Bug veranlasst hat und zudem dazu, dass ich mit dem Hersteller, der Firma Hönes, Verbindung aufnahm, um die Uhr wieder in Schuss zu bekommen.

Keinen Monat später hängt die Uhr jetzt wieder an der Wand und lässt alle halbe Stunde von sich hören; ihr zumindest mich beruhigendes Tick-Tack muss ich mir leider aber weiterhin nur vorstellen — das hängt daran, dass auch ich nach all den Jahren etwas schwächele und das mit der Wartung bei den Uhren eindeutig besser funktioniert. Damit auch Sie sich eine Vorstellung von meiner Uhr machen können, stelle ich hier ein kurzes Video zur Verfügung.

https://youtu.be/Jo29UmWXGU4?t=90

Auch hatte ich es bereits in einem Microblog-Beitrag erwähnt, dass meine bessere Hälfte bei der Abholung mit dabei war, sonst hingen jetzt gleich zwei Uhren an der Wand. Denn die Firma Hönes wartet nicht nur ihre älteren Uhren, sondern produziert auch weiterhin jedes Jahr neue Kuckucksuhren. Und so ist die Auswahl an Kuckucksuhren inzwischen so immens, dass auch Uhren mit dabei sind, die selbst jenen gefallen dürften, die man sonst mit Kuckucksuhren jagen könnte. Zugegebener Maßen bin auch ich nicht der typische Kuckucksuhren-Liebhaber und bevorzuge die etwas schlichteren Regulatoren. Dann aber fasziniert mich doch wieder eine Kuckucksuhr, so wie diese aus dem Jahr 2006.

Kuckucksuhr der Firma Hönes (2006)

Meine bessere Hälfte zog mich so schnell von der Uhr wieder weg, dass ich nicht einmal ein gutes Bild von ihr machen konnte, geschweige denn eine Chance hatte, um die anderen Uhren zu bestaunen.

Sollte das Wetter im Schwarzwald doch mal etwas ungemütlicher werden, dann ist man in einem dortigen Uhrenfachhandel sehr gut aufgehoben. Zumindest ich könnte dort meine Zeit gut und gerne verbringen.

Mein Tipp des Tages: Sie erreichen Titisee-Neustadt auch ganz bequem mit der Bahn. Und die Firma Hönes liegt gleich schräg gegenüber vom Bahnhof. Sie sollten allerdings vorher anrufen und ihr Kommen avisieren.

„Die Uhr steht still – | Steht still! sie schweigt wie Mitternacht. | Der Zeiger fällt | Er fällt! es ist vollbracht.“

 Johann Wolfgang von Goethe, Faust II 

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

14.2.02022 5 (1)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Rien à déclarer

Manchmal muss es einfach ein schon etwas älterer Film sein, und so habe ich mir wieder einmal eine Komödie aus dem Jahr 2010 gegönnt, nämlich „Nichts zu verzollen“ von Dany Boon — reiner Zufall, dass es gerade zum Valentinstag sein musste.

Für mich ist das immer wieder ein Déjà-vu, da ich den Sachverhalt genau zu dieser Zeit, in der der Film spielt , selber miterleben durfte. Und ich kann bestätigen, dass Dany Boon diesen voll und ganz getroffen hat.

Der Film, egal ob auf Französisch oder auch auf Deutsch, ist jedem nur zu empfehlen. Benoît Poelvoorde spielt dabei den (damals) sehr typischen belgischen Zöllner Ruben Vandevoorde, der nicht nur in seiner Freizeit Grenzpfähle versetzt, sondern ein paar Jahre später 2015 als Gott im Film „Le tout nouveau Testament“ (Jaco Van Dormael) brillierte.

Aber zurück zu „Nichts zu verzollen“ — Sie müssen diesen Film einfach einmal anschauen, und ich wette, Sie werden ihn immer wieder einmal angucken wollen. Und wenn ich schon diese beiden Filme empfehle, dann muss ich gleich auch noch auf Dany Boons Film aus dem Jahr 2008 hinweisen, den Sie bestimmt kennen: „Bienvenue chez les Ch’tis“ — dieser muss allerdings auf Französisch angeguckt werden, damit er seine ganze Wirkung beim Zuschauer erzielen kann.

Markthalle

Sehr erfreulich ist, dass sich nunmehr auch die Heilbronner CDU einer sehr alten Forderung der Freien Wähler anschließt und eine Markthalle für Heilbronn fordert. Auch ich hatte bereits 2018 hier im Weblog eine Markthalle für Heilbronn angeregt — manche Mitbürger brauchen einfach immer etwas länger.

Zugegebener Maßen ist das heute in der Heilbronner Stimme (14.02.2022: 32) vorgestellte Konzept einer „eierlegenden Wollmichsau“ sehr innovativ und wenn es hilft, tatächlich eine Markthalle in Heilbronn zu realisieren, sehr begrüßenswert.

Ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass eine Markthalle in Heilbronn ein Erfolg würde, dazu könnte man die Konzepte bereits vorhandener und erfolgreicher Markthallen, wie z. B. in Stuttgart und Frankfurt, einfach auch nur kopieren. Manchmal ist das Altbewährte und Einfache besser und auch günstiger zu realisieren als ganz neue und zudem sehr innovative Konzepte.

Campus Founders

Vielleicht war es doch ein wenig zu früh, um überall an die Stadtgrenzen das Schild „Universitätsstadt Heilbronn“ aufzustellen, denn ab spätestens 2024 gibt es zwei weitere Superlative, die man ganz gut vermarkten könnte. So kann man das zumindest heute in der Heilbronner Stimme (14.02.2022: 31) lesen, wo nunmehr die beiden Begriffe „Wissensstadt“ und „Start-up-City“ ins Spiel gebracht werden.

Auf jeden Fall aber bekommt Heilbronn ein sehr attraktives neues Gebäude spendiert, und das ist auf jeden Fall einen Weblog-Beitrag wert.

„Was die Campus Founders in Heilbronn vorhaben, ist für Laien nicht so leicht zu verstehen. Innovation, Biotop, Mindset – immer wieder müssen Begriffe erklärt werden, die jenen, die hier tagtäglich unterwegs sind, selbstverständlich über die Lippen kommen.“

Heilbronner Stimme (14.02.2022: 31)

So verweise ich heute einfach einmal auf die Lektüre des besagten Zeitungsartikels und freue mich schon darauf, dieses Gebäude selber einmal bestaunen zu dürfen.

Aufnahme des Tages

Bodensee bei Konstanz | © Konstantin Kümmerle
Konstanz, © Konstantin Kümmerle

Geburtstag des Tages

Max Horkheimer