Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

27.4.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Verfettung

Egal was bei uns geschieht, die Parlamente und Ministerien werden immer fetter — nicht nur in Berlin, sondern ganz besonders auch bei uns in Baden-Württemberg. Und wenn man glaubt, das ist nur ein Problem ab Landesebene, der muss mal nur durch die Heilbronner Innenstadt spazieren. An jeder Ecke finden sich jetzt Bürogebäude der Stadtverwaltung oder des Landkreises, und wir können davon ausgehen, dass es noch weit mehr werden.

Ich bin einmal gespannt, wann es allgemein auffällt, und wir in der Heilbronner Stimme lesen können, dass es in Heilbronn neben den bekannten Döner-Buden nur noch die Beamten-Burgen sind, die das Stadtbild beherrschen.

Man könnte meinen, dass die Parteien ihren Mitgliederschwund dadurch begegnen möchten, dass sie jedem Parteimitglied, das nicht Abgeordneter wird, wenigstens eine Anstellung in einer Behörde oder Verwaltung garantieren. Und die jeweiligen Regierungsparteien bekommen wohl die Zusicherung, dass diese auch sämtliche Familienmitglieder ihrer Anhängerschaft mit versorgen können.

Aber alles hat auch seine guten Seiten, denn so werden wir bald keine Penner mehr in unseren Städten finden.

Wiederholung

So wie es sich gerade abzeichnet, haben 1933 ein paar deutsche Familien-Clans — man kennt sie besser als Großindustrielle — nicht nur Adolf Hitler zur Macht verholfen, sondern jetzt auch mit dafür gesorgt, das Vladimir Putin so groß geworden ist.

Und es zahlt sich erneut für unsere deutschen Oligarchen aus. Nicht nur dass wir Deutschen bis weit in die 2030er Jahre hinein für russisches Gas bezahlen müssen, ob es geliefert wird oder auch nicht, und damit das Putin-Regime weiterhin stabilisieren, wobei die Gewinne, egal was auch immer passieren mag, für unsere Großindustrie ins Unglaubliche steigen werden.

Aber nicht nur das, bald verdienen sich unsere deutschen Oligarchen auch an Waffen dumm und dämlich, ohne dass die Bundeswehr selbst auch etwas davon haben wird. Das wird dann später für uns noch viel teurer, wobei erneut garantiert sein wird, dass unsere Oligarchen auch darauf ein Monopol haben werden.

Und wenn man glaubt, das wäre schon alles — weit gefehlt! Selbst an der Verknappung der Lebensmittel und aller anderen Waren werden sich unsere Familien-Clans noch viel dümmer und dämlicher verdienen. Nach dem Ukrainekrieg werden sie sicherlich allesamt ganz vorne im Weltspitzenranking zu finden sein — nur für den Fall, dass sich jemand die Frage stellen sollte, wer eigentlich die Kriegsgewinnler sind.

Und wenn dabei auch Europa und Deutschland zugrunde gehen, macht das den deutschen Clans nichts, wie bereits 1945 auch, werden sie selbst noch daran verdienen.

Das Einzige was mich hierbei überraschen kann ist, wie sie es dann schaffen, dass alle deutschen Bürger der Bundeswehr die Gesamtschuld zusprechen werden. Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum sich die Großindustrie in Deutschland noch Regierungen hält — deren Berufspolitiker werden dafür bezahlt, dass sie dies sicherstellen.

Nebenbei erklärt das vielleicht auch, warum Deutschland immer noch so ein sicherer Hafen für russische Oligarchen und deren Vermögen ist — eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Kanonenfutter

Zurzeit können wir wieder einmal erleben, wie Menschen regelrecht als Kanonenfutter verbraucht werden. Ich hoffe dabei aber, dass viele meiner Mitbürger jetzt verstehen werden, dass dies ganz alleine in der Verantwortung der jeweiligen Politiker liegt.

Und selbst bei uns schwadronieren Berufspolitiker — insbesondere die Drückeberger und Fahnenflüchtigen unter ihnen — weiterhin davon, dass jeder Bürger Soldat sein kann und dies auch ohne entsprechende Ausbildung, Ausrüstung und Bewaffnung; von Munition und Training ganz zu schweigen.

Unsere Politiker schmeißen ohne Sinn und Verstand nicht nur mit Steuergeldern herum, sondern, wenn es gerade opportun ist, auch mit Waffen und Gerät — gestern wurde es ganz spontan publik gemacht. So wird es wohl bald auch sehr schnell geschehen können, dass sie auch unsere eigenen Soldaten in Massen verheizen werden — wenn sie sich dabei nur gut selbst in Szene setzen können, denn dann werden sämtliche Hemmungen sehr schnell fallen; und sobald der erste Berufspolitiker Blut leckt, haben wir alle „Kriegs-Präsidenten“, „Kriegs-Kanzler“, „Kriegs-Vizekanzler“, „Kriegs-Minister“ etc. pp.


Atomkriegssimulation des Tages

https://youtu.be/dxJHecyYBno

Geburtstag des Tages

Samuel F. B. Morse

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

26.4.02022 5 (3)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Zabergäubahn

Es gibt viele gute Infrastrukturprojekte, die man sinnvoll betreiben könnte. Und wahrscheinlich weitere, die sogar, wirtschaftlich betrachtet, ein Gewinn wären, wie zum Beispiel zeitgemäße Schleusen für den Neckar.

Und so ist es zum einen erfreulich, dass man Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellt, wobei diese ebenfalls dem Primat der Politik unterliegen und deshalb nur bessere Heuchelei sind, um vielleicht damit sogar eine sinnvolle Priorisierung erreichen zu können. Zum anderen aber müssen wir feststellen, dass selbst sinnvolle und wirtschaftlich förderliche Projekte kaum noch finanziert werden können.

So zeichnet es sich immer mehr ab, dass der Raubbau, welcher nämlich zugunsten vermeintlicher Sozialausgaben — wobei immer noch nicht geklärt ist, wer daraus den meisten Nutzen gezogen hat — betrieben wurde, unter anderem unser gesamtes Bildungssystem und sämtliche Infrastruktur abgewirtschaftet hat, so langsam aber sicher auch seine verheerenden Folgen zeigt.

So können die Neckar-Schleusen zumindest dieses Jahrhundert nicht mehr optimiert werden, und es wird sich abzeichnen, dass für einen zeitgemäßen öffentlichen Nahverkehr ebenfalls kein Geld mehr vorhanden sein wird.

So dienen die gesamten Pläne und Untersuchungen wahrscheinlich alleine nur noch dazu, um den Bürgern noch etwas Veränderung vorzugaukeln und dabei noch das eine oder andere politische Klientel, wie etwa Planer und Berater, zu versorgen.

So lange wir weiterhin fast die Hälfte unserer Haushalte — vielleicht sogar längst weit mehr — nur für „Sozialausgaben“ verbrauchen, müssen wir uns nicht wundern, wenn es demnächst weder infrastrukturelle Verbesserungen noch gut bezahlte Arbeitsplätze geben wird.

Deshalb werden wir neue Infrastrukturprojekte künftig nicht mehr in Jahrzehnten messen, sondern, wenn überhaupt noch, in Jahrhunderten. Und so werden wir den Rest unseres Lebens mit schönen Planungen und noch schöneren Bürgerbeteiligungen beschäftigt werden und dies in der Hoffnung, dass unsere Enkel davon einmal profitieren werden — wohl eine ganz andere Form von Nachhaltigkeit als ursprünglich intendiert.

Dezentralität

Als Anhänger dieser Auffassung betreibe ich schon immer meine eigenen Sozialen Medien und schreibe auch ein eigenes Weblog. Dieses habe ich jüngst auch für jene Mitbürger freigegeben, die sich nicht die Mühe machen möchten, selbst Websites zu betreiben.

Und jene Mitbürger, die ebenfalls ihre eigenen Websites unterhalten, wie z. B. Detlef Stern oder Thomas Michl, kann man — und dies nur folgerichtig — kaum dazu bewegen, auch einmal auf dem meinigen Blog zu schreiben. Um dieses „Problem“ zu umgehen, gibt es schon sehr lange Versuche, um die unterschiedlichsten Blogs und Websites untereinander zu verknüpfen. Auch ich habe immer wieder versucht, mich daran zu beteiligen. Leider scheinen die dazu vorhandenen technischen Angebote nicht wirklich zu funktionieren, zumindest mir gelang es nicht, mich hinreichend damit zu verknüpfen wobei auch der dazu benötigte Aufwand einfach zu groß ist. Deshalb habe ich mich jüngst wieder von solch einem Vorhaben abgemeldet.

Matthias Pfefferle, ein anderer Blogger aus meiner Blogroll, hat diesbezüglich und wohl „getriggert“ durch die aktuelle Diskussion um Twitter einen sehr lesenswerten Blog-Beitrag „Die (Twitter) Posse“ verfasst, selbstverständlich auf seinem eigenen Blog.

Twitter

Elon Musk hat erneut für einen Aufreger gesorgt, indem er nun Twitter kaufen will. Und jetzt kommt so alles Mögliche zusammen, z. B. die USA-Hasser, die Reichen-Neider und und und … formieren sich in einer neuen Gruppe, die dann sogar vielleicht auf ein anderes Produkt wechseln möchten. Dieses andere Produkt hatte ich mir schon vor Jahren angesehen und dabei keinen Mehrwert gegenüber Twitter entdeckt. Ich vermute einmal, diese Menschen bleiben dennoch auf Twitter, so lange sie sich dort weiterhin erregen und echauffieren können — ggf. transportieren sie ihre Erregungen zusätzlich auch noch hin zu Mastodon.

Fefe (Felix von Leitner), ein Blogger aus meiner Blogroll, hat dazu heute treffend angemerkt:

„Ich erzähle das, weil genau dasselbe gerade bei Twitter passiert. Die Puritaner und Zensuranhänger ziehen gerade von Twitter nach Mastodon ab, das ja dezentral und daher angeblich besser ist. Wenn man sich aber Mastodon anguckt, dann findet man: Da gibt es keineswegs freie Kommunikation zwischen dezentralen Instanzen, sondern die Instanzen filtern sich alle gegenseitig weg. Mastodon ist wie Twitter, wo man ganze Länder und Server wegfiltert, “weil da die Nazis sind”.

Mastodon sieht aus meiner Sicht wie ein gescheitertes Experiment aus. Die werden sich da jetzt alle gegenseitig bekämpfen, noch krasser als bisher eh schon. Und genau wie die Puritaner in Amerika werden sie die Legende in die Welt setzen, sie seien vor Unterdrückung geflohen. Dabei sind sie die Unterdrücker gewesen.

Vielleicht können wir dafür sorgen, dass es diesmal korrekt in den Geschichtsbüchern steht. Vielleicht kann damit die nächste Iteration der Geschichte vermieden werden.“

Fefes Blog, Tue Apr 26 2022

Mich persönlich könnten zwei Dinge an der Musk Aktion stören. Erstens, wenn er versucht, Twitter zum Medium seines eigenen Präsidenten-Wahlkampfs zu machen. Und zweitens, wenn er Donald Trump zu Twitter zurückholt, aber nicht weil es dann einen Idioten auf Twitter mehr gibt, sondern alleine deshalb, weil dann die oben benannten und auch selbst erklärten Trump-Gegner erneut meine Twitter-Timeline mit Trump-Tweets vollmüllen, und ich mit dem Blocken und Stummschalten nicht mehr hinterher komme.

Deshalb möchte ich nochmals meine sehr unpopuläre Ansicht zu Protokoll geben: Soziale Medien funktionieren nur dann, wenn man selbst bereit ist, die Masse der dort vorhandenen Menschen auszublenden, zu selektieren und sich dabei und ganz selbstverständlich auch von seinen eigenen Vorurteilen leiten lässt.

Vorurteile sind genau dazu da, dass man solche Herausforderungen, wie die Sozialen Medien, überhaupt überleben kann!

Tweet des Tages

Geburtstag des Tages

Marcus Aurelius


Logos von Microsoft Office

Microsoft Office 4.5 (2)

Beitragsfoto: Logos von Microsoft Office | © Microsoft

Nachdem es inzwischen ziemlich beliebt ist, an sämtlichen Microsoft Produkten im allgemeinen und an Microsoft Office im besonderen herumzumeckern, möchte ich mit diesem Blog-Beitrag einmal für das Office-Paket von Microsoft eine Lanze brechen.

Wenn jemand für Microsoft Office je ein Totschlagargument suchen müsste, dann ließe sich dies sehr einfach finden — Microsoft Office ist nicht von SAP!

Ich selbst zahle für Microsoft Office sehr gerne und dies bereits seit der Version Microsoft Office 3.0 (aus dem Jahr 1992) und seit 2011 besitze ich die Abo-Version Office 365, welche heute als Microsoft 365 firmiert. Auch nutze ich das Office Paket sowohl unter Windows als auch auf meinen Mac.

Beruflich bedingt, wurde ich bereits mit Word für DOS konfrontiert und musste dabei feststellen, dass man international kaum ohne Word, Excel (später als Access) und ganz besonders Power-Point nicht auskommt. Das Ganze wurde dann noch durch Outlook ergänzt und sämtliche Office-Produkte zumindest zum Standard in der militärischen Welt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich meine einzige Ausbildung für Office-Produkte an einer französischen Militärakademie erhielt. Bei der Bundeswehr ging man wohl, zumindest zu meinen Zeiten, davon aus, dass deutsche Offiziere alles können, solange sie eine Betriebsanleitung zur Verfügung haben.

Und noch heute installiere ich auf allen meinen Rechnern zu allererst ein Office-Paket, auch wenn ich zugegebener Maßen inzwischen hauptsächlich ganz andere Software verwende. Dennoch möchte ich diese Microsoft Produkte nicht missen und bin immer wieder erneut darüber erstaunt, zu was man diese Produkte alles nutzen kann — auch wenn diese Nutzung wohl kaum von den Entwicklern intendiert wurde.

Um es kurz zu machen, egal was meine Mitbürger über Microsoft Office auch sagen mögen, ich kann diese Produkte nur jedem ans Herz legen und bin auch heute noch davon überzeugt, dass der fehlerfreie Umgang mit diesen, nicht nur zur heutigen Allgemeinbildung gehört, sondern auch eine absolute Notwendigkeit in (fast) jedem Berufsumfeld ist.

Auch bin ich davon überzeugt, dass, wenn unsere Verwaltungen nur halbwegs mit diesen Microsoft Produkten umgehen — wenn sie nicht zwangsweise mit SAP Produkten gequält werden — könnten, unsere Bürokratie nicht den jämmerlichen Zustand hätte, den wir allesamt heute noch erleben müssen.

„The only problem with Microsoft is they just have no taste. They have absolutely no taste. And I don’t mean that in a small way, I mean that in a big way, in the sense that they don’t think of original ideas, and they don’t bring much culture into their products.“

Steve Jobs in einem Interview in der PBS-Dokumentation “Triumph of the Nerds: The Rise of Accidental Empires” (1996)