Theorie der Schwerkraf

Naturgesetze 5 (3)

Beitragsfoto: Theorie der Schwerkraft | © Shutterstock

Jeder kennt sie, unsere Naturgesetze. Diese unterscheiden sich von den menschengemachten Gesetzen darin, dass sie nicht von uns nach Belieben in Kraft oder außer Kraft gesetzt werden können. Eine genauere oder gar einheitliche Definition gibt es allerdings nicht.

Und so möchte ich heute den Naturgesetzen drei weitere Gesetze mit hinzufügen, die ich Menschengesetz 1 bis 3 nenne: Das erste Menschengesetz lautet, dass auf 100 Menschen immer 5 Idioten kommen. Das zweite Menschengesetz lautet, dass sobald mehr als 5 Menschen beisammen sind, immer auch ein Idiot darunter ist. Und das dritte Menschengesetz lautet, dass sobald ein Mensch meint, dass die anderen mehrheitlich „Idioten“ seien, dieser ganz genau ein solcher ist.

Als Mensch müssen Sie mit diesen drei Menschengesetzen umzugehen lernen. Dies ist zwingend notwendig, wenn Sie nicht selber an der Menschheit zerbrechen oder gar selbst in Führungsverwendungen erfolgreich sein wollen. Im Falle, dass Sie ein guter Führer sein möchten, dann muss zudem das Führungsgesetz 1 zwingend erfüllt sein. Und dies lautet: Nur wer Menschen liebt, kann diese auch führen.

Und ich wiederhole es gerne nochmals, das Wunderbare an Naturgesetzen ist, dass wir diese nicht aushebeln können. Dies werden Sie spätestens dann feststellen, sobald Sie die größten Mühen darauf verwendet haben, zumindest einen Idioten aus Ihrem Verantwortungsbereich loszuwerden und Ihnen dies zudem auch tatsächlich gelungen ist, ganz plötzlich irgendwo eine Tür aufgeht und Sie ganz automatisch gleich zwei neue erhalten.

Spätestens dann sollten Sie als guter Führer erkennen, dass Sie diese 5 Idioten maximal eindämmen können bzw. müssen sie aber kaum selbst aktiv loswerden. Manchmal haben Sie Glück und einer dieser Idioten wird von der Polizei abgeholt, was Ihnen aber kaum weiterhilft, da sich sogleich auch wieder eine Tür öffnet und Sie mindestens einen neuen erhalten.

Im Falle, dass Sie jemals etwas mit Statistik zutun hatten, wissen Sie, dass es immer auch Abweichungen gibt, leider stellt dabei das Menschengesetz 2 sicher, dass Sie es niemals mit weniger als einem Idioten zutun haben werden, ganz im Gegenteil, die Abweichungen können manchmal sogar nach oben ausschlagen. Der Natur sei es gedankt, allerdings nur so lange, bis das Menschengesetz 3 in Kraft tritt.

Deshalb bietet es sich an, dass Sie als Mensch oder gar als Führer sehr kreativ werden, nämlich darin, wie Sie solche Idioten beschäftigen können, um den Rest Ihrer Mitarbeiter sinnvoll und produktiv einzusetzen; notfalls müssen Sie Ihren besten Mann opfern, der dann diese Tätigkeit für Sie übernimmt.

Und dabei lernen Sie dann ein weiteres Naturgesetz kennen, nämlich die 80/20 Regel (das Menschengesetz 4): 80 % Ihrer Zeit benötigen Sie für diese 5 Idioten und 20 % für den Rest; selbst wenn Sie Ihren besten Mann dafür opfern — dies erspart Ihnen nur den einen oder anderen Nerv, was sich aber über die Jahre gerechnet, tatsächlich auszahlt.

„If we’ve learned anything from the best-selling ‚Diary of a Wimpy Kid‘ children’s book series, it’s that those who see themselves surrounded by idiots are usually idiots themselves.“

Jakob Augstein, Europe Is Right to Doubt German Euro Leadership (25.03.2013)

Dorfidylle

1.12.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Dorfidylle | © Shutterstock

Lob

Nachdem das Ordnungsamt aufgehört hat, in der Werderstraße Hochgeschwindigkeitskontrollen durchzuführen, damit auch die üblichen dafür verwendeten Hofeinfahrten freigegeben hat und zudem nun verstärkt Kontrollen durchführt, die tatsächlich den vielen Falschparkern Einhalt gebieten, ist es jetzt auf einmal auch Rettungs- und Versorgungsfahrzeugen möglich, die Werderstraße ohne größere Problem zu nutzen.

Zudem gelang es dem Reinigungsdienst und Gärtnern nun auch die Werderstraße wieder einmal in einen sauberen Zustand zu versetzen. Damit lädt diese Straße — ein richtiges Heilbronner Kleinod — sicherlich auch Auswärtige zum Flanieren und zum Verweilen ein; nicht zum Parken (!), dafür bieten sich weiterhin die Aldi- oder Penny-Parkplätze ganz gut an.

Potemkin

Unsere Berliner Republik ist inzwischen die Platinausführung und dies mit Goldrand und Brillanten eines potemkinschen Dorfes — was einige Mitbürger bereits 1989 vermutet hatten, wir Bonner waren nie so richtig darauf vorbereitet und wurden ganz folgerichtig vom Moloch Berlin verschlungen.

Heute haben wir die teuersten Parlamente der Welt, die teuersten Verwaltungen der Welt, das teuerste Gesundheitssystem der Welt, die teuerste Energieversorgung der Welt, die teuerste Infrastruktur der Welt, die teuerste Landwirtschaft der Welt und auch die teuersten Sozial- wie auch Verteidigungsausgaben der Welt.

Lassen Sie uns aber bitte nicht hinter die Fassaden schauen!

Denn, wenn es zum Schwur kommt, funktioniert nichts so richtig und wir können nur noch deshalb bestehen, weil wir fest in die westliche Welt eingebunden sind — und uns immer noch geholfen wird!

Und damit wir weiterhin die besten der Welt bleiben, fälschen nicht nur unsere Verwaltungen auf Teufel komm raus. Zudem werden Gesetze und Abmachungen so gebogen wie es gerade noch geht und notfalls „temporär“ ausgesetzt oder für nicht verbindlich erklärt.

Damit der Schein auch weiterhin aufrechterhalten werden kann, setzen wir bei uns in Deutschland nun ganz neue Maßstäbe: Pünktlichkeit ist, wen jemand noch die Absicht hat, am vorgesehenen Tag anzukommen. Dies hilft der Bahn zum Beispiel, dass sie überhaupt noch Fahrpläne herausgeben kann.

Ganz aktuell lösen wir das Vorhandensein von halbwegs funktionierendem Internet dadurch, dass, von der Politik so vorgegeben (!), die Provider ganze Straßenzüge — vielleicht sogar ganze Städte — urplötzlich von (nicht vorhandenen) 50 MB auf nichtvorhandene 100 MB Datenrate umstellen. Die letzten Wochen habe ich es vergeblich versucht, die nun anliegenden 100 MB auch nutzen zu wollen. Immer wieder wurde mir dann erklärt, dass es diese zumindest in diesem Straßenzug gar nicht gibt.

Und so erhielt ich gestern von der Werbeabteilung meines Providers erneut die Aufforderung, endlich auf die für mich vorgesehenen 100 MB umzustellen, um dann erneut nach sämtlichen bürokratischen Erledigungen die Mitteilung zu erhalten, dass dies bei mir in der Straße gar nicht möglich ist.

Grigori Alexandrowitsch Potjomkin tanzt in Deutschland inzwischen durch sämtliche Amtsstuben! Und in Kürze, wenn Sie schwer erkranken, tanzt Ihnen ein Mensch im weißen Kittel ihr Krankheitsbild vor und verschreibt ihnen die teuersten Globuli der Welt.

Und bis dahin produziert z. B. die deutsche Waffenindustrie weiterhin die teuersten Panzer der Welt, in die übrigens nur Pygmäen passen, und für unsere Weine müssen weiterhin keine Schadstoffanalysen vorgelegt werden, da Gift in kleinen Dosen bekannter Weise doch gesundheitsfördernd ist, …

Vielleicht wäre der Titel „Tanz auf dem Vulkan“ für diesen Beitrag besser gewesen.

Besprechung

Gestern trafen sich Heiner Dörner, Herbert Burkhardt und ich zu einer Besprechung. Alle Teilnehmer waren vorbereitet, pünktlich und so war die Besprechung auch sehr schnell wieder beendet. Mein Lichtblick des gestrigen Tages!


Binnenschiff auf dem Neckar

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Beitragsfoto: Binnenschiff auf dem Neckar | © Shutterstock

Berichterstattung

Wenn es etwas Erfreuliches gibt, dann berichte ich auch sehr gerne darüber. Vor ein paar Tagen hat Petra Müller-Kromer, Journalistin bei der Heilbronner Stimme, bei mir angerufen und mich zu der jüngsten Entscheidung der EUROPA-UNION Heilbronn, welche die künftige Zusammenarbeit mit den Heilbronner Partnerstädten betrifft, befragt. Aus meinem Bekanntenkreis erfuhr ich, dass Petra Müller-Kromer schon etwas länger zu diesem Thema recherchierte und dabei auch weitere Vereinsvorsitzende und andere Personen befragte. Es ist immer wieder sehr erfreulich, wenn man mitbekommt, wie Journalisten ihre Arbeit machen. Vor allem da ich weiß, dass, wenn man es richtig macht, dies eine sehr zeitaufwendige Arbeit ist, deren Produkte zudem und dies nicht selten kaum den verdienten Platz in den entsprechenden Medien erhalten.

Und so war ich gestern dann auch sehr positiv überrascht, dass die Recherche von Petra Müller-Kromer Früchte getragen hat, und wir Heilbronner einen gelungenen Zeitungsartikel in der Heilbronner Stimme (29.11.2022: 25) lesen konnten; und schon alleine der Titel „Europa-Union will für Schwung sorgen“ das Erfreulichste ist, das ich in letzter Zeit in der lokalen Zeitung lesen konnte.

Und die EUROPA-UNION macht gleich Nägel mit Köpfen und so wird Thomas Heiligenmann am Freitag, 20. Januar 2023 einen Vortrag über unsere Partnerstadt Béziers halten. Im Anschluss werden wir dann darüber sprechen, wie wir die Bürger Béziers am besten über unsere neue Idee informieren und vielleicht auch dafür begeistern können.

Neckarschleusen

Wer glaubte, dass nach all den aktuellen Verlautbarungen unserer Abgeordneten, die sich nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten unermüdlich aber stets vergeblich für die Reparatur der Frankenbahn, für den Ausbau der Bundesautobahn 6, oder gar für die Erweiterung und Sanierung der Neckarschleusen einsetzen, nun erste Erfolge einstellen, der muss heute nur den Artikel von Alexander Hettich in der Heilbronner Stimme (30.11.2022: 21) mit dem Titel „Bewegung im Streit um Neckarschleusen“ lesen. Denn unsere Stadt-Prominenz hat gemeinsam ein paar nette Tage in Berlin verbracht, was den OB zur folgenden Erkenntnis brachte: „Wenn sinnvolle Alternativen präsentiert werden, sei auch eine Lösung ohne Verlängerung der Schleusen denkbar.“

So können wir nun davon ausgehen, dass die Neckarschleusen weiter zerfallen, die BAB 6 erst in 30 bis 40 Jahren dreispurig sein wird und die Kriegsschäden bei der Frankenbahn auch nach über 100 Jahren nicht behoben sein werden.

Dafür, wenn man unserer Heilbronner Prominenz Glauben schenken darf, wird das Kleist-Archiv Sempdner der Stadt Heilbronn das beste Kleist-Archiv der Welt werden, gleich nach dem in unserer Partnerstadt Frankfurt a. O. und ganz besonders noch vor dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Und sollte uns Heilbronnern das nicht ausreichen, bekommen wir noch einen weiteren Weinausschank oben drauf mit hinzu.

Denn Eines wissen unsere Berufspolitiker, nämlich wie man Wahlen gewinnt.

Putinflüsterer

Heute durfte ich das Folgende in der Heilbronner Stadtzeitung lesen:

„Schon lange sind russische Gasexporte nach Deutschland den USA ein Dorn im Auge; schon lange mischen sie sich unanständig in unsere Energiepolitik ein und sanktionieren deutsche Firmen. Jetzt wurde die Nordstream-Pipeline gesprengt. … Will jemand verhindern, dass wir zu russischem Gas zurückkehren?“

Wolf Teilacker, Bündnis90/Die Grünen (Heilbronner Stadtzeitung, 30.11.2022: 2)

Und ich dachte bisher, dass man die Äußerungen unsere rechtsextremen Stadträte nicht mehr unterbieten kann, so aber muss ich wohl annehmen, dass es auch noch andere Stadträte gibt, die wirklich alles unterstützen, was nur annähernd gegen die USA und damit auch gegen deren Werte geht — viele vergessen ganz dabei, dass dies die Werte der westlichen Welt, also auch unsere sind, und wir damit seit über 70 Jahren ganz gut leben.

Und nein, die USA oder die NATO haben die Pipeline nicht gesprengt! So wie die NATO auch kein niederländisches Verkehrsflugzeug abgeschossen und dabei 298 Unionsbürger ermordet hat. Und nein, die NATO mordet derzeit auch nicht hunderttausende von Ukrainern — darunter viele Frauen und Kinder.

Dies alles macht Wladimir Putin, von dem ganz offensichtlich verantwortliche Teile von Bündnis90/Die Grünen so schnell wie möglich wieder Gas und wahrscheinlich noch viel mehr haben möchten, wie etwa die Befreiung von den USA oder gar von unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Und so bin ich schon einmal gespannt darauf, wann wieder eine Abordnung des Gemeinderats und der Stadtverwaltung in die Russische Föderation pilgert, um eine so sieg- wie erfolgreiche Städtepartnerschaft zu reaktivieren und zu neuen Ufern zu führen.


Video des Tages

Zu Ehren der Putinflüsterer im Heilbronner Gemeinderat