Nürnberg

14.7.02023 5 (1)

Beitragsfoto: Reichsparteitag in Nürnberg | © M W auf Pixabay

Lesepate

Heute hatte ich mein letztes Vorlesen in diesem Schuljahr. Schön wäre es gewesen, wenn alle Schüler auch halbwegs verstanden hätten, was ich da vorlese. Am Buch lag es auf alle Fälle nicht. Unsere Schulen sind zumindest in manchen Städten und Bundesländern eigentlich nur noch Aufbewahrungsanstalten, um den Eltern den Umgang mit der eigenen Brut möglichst lange zu ersparen. Deswegen sollen jetzt auch die Ferien gekürzt werden.

Das Problem liegt zum einen am sozialistischen Bildungsverständnis und zum anderen am Ergebnis eines kaputten Sozialstaates, der immer mehr unmündige Bürger produziert. Das Ganze wird zusätzlich dadurch verschlimmert, dass auch bei den notwendigen Einwanderern das Leistungsprinzip ausgehebelt bleibt, sodass die meisten unserer öffentlichen Schulen zu einem Albtraum für jeden Lehrer wurden. So verwundert es auch nicht, dass heute zumindest in Baden-Württemberg Schüler die Schulen mit Abschluss verlassen ohne Deutsch verstehen oder sprechen zu können, geschweige denn zu lesen oder zu schreiben. Vom Rechnen oder gar einer Allgemeinbildung einmal ganz abgesehen.

Halbwegs verantwortliche Eltern bemühen sich in einer Art Notwehrreaktion ihre Kinder auf Landschulen zu bekommen oder zumindest aber in Privatschulen unterzubringen, was letztendlich unsere Gesellschaft insgesamt zerstört.

Inzwischen bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass dies bei uns parteiübergreifend das Bildungsziel ist. Man möchte ähnlich wie in den USA (liberale oder konservative Parteien) oder im Sozialismus (linke Parteien) möglichst alle Bürger so dumm und in Schulden halten, dass diese von einer politischen und gesellschaftlichen Elite sehr leicht zu steuern sind.

Leider sind unsere derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Eliten keine Bildungselite, sonst wüssten sie, dass solche Länder mittel- bis langfristig scheitern werden. Die wenigen verbliebenen sozialistischen Staaten können nur noch als Verbrecherregime überleben und in den USA, dem Vereinigten Königreich oder Frankreich sieht man aktuell ganz gut, wie sich die Zerfallsprozesse immer weiter ausbreiten. Und auch bei uns haben diese Zerfallsprozesse bereits begonnen.

Bei meseno konnte ich heute als „Nachhilfelehrer“ wieder einmal erleben, wie sich die Bemühungen um verlorene Kinder positiv für diese auswirken können. Deswegen bin ich fest davon überzeugt, dass wir Bürger noch das Ruder herum reißen können, wenn wir so schnell wie möglich wieder das Leistungsprinzip zumindest bei Bildung und Ausbildung einführen und zudem Dummheit, Faulheit und Betrug wieder massiv sanktionieren.

Wenn wir dies nicht tun, dann werden wir in ein paar Jahren allesamt bitterböse Erfahrungen machen müssen!

Glückwunsch

Meinen französischen Freunden gratuliere ich heute recht herzlich zu ihrem Nationalfeiertag. Ich hoffe, dass wenigstens an diesem Tag die Unruhen in den Vorstädten etwas zur Ruhe kommen.

Unseren deutschen Politikern und Aktivisten, die Straftaten damit begründen, dass sie diese aus „einer Art von Notwehr heraus“ begehen müssen und es übrigens schon deswegen keine Straftaten seien, weil doch die Gerichte noch nicht darüber entschieden hätten, „gratuliere“ ich ebenfalls; besser kann man wohl keine Demokratie kaputtmachen. Ich gebe dabei zu bedenken, dass es kein Recht im Unrecht gibt!

Wer aus „Umweltschutzgründen“ heraus z. B. den Flug- und Straßenverkehr gefährdet und dies dann damit begründet, dass eine Umweltverschmutzung ebenfalls und noch viel mehr und dazu alle Bürger gefährdet, der zeigt ein Rechtsverständnis, das nicht zu einer demokratischen Gesellschaft passt!

Ich vermute schon länger, dass es diesen Aktivisten eigentlich nicht um den Umweltschutz geht, sondern diese wieder einmal nur ein neues Thema gefunden haben, um unsere Demokratie zu demontieren.

Besorgte Bürger

Gemäß eines Kommentars in der Heilbronner Stimme (14.7.2023: 4) von Valerie Blass seien Nazi-Vergleiche häufig ein rhetorischer Bumerang. Warum sie dabei das englische Wort „Boomerang“ verwendet, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Ihre dort aufgeführten Vergleiche hinken allerdings ganz gewaltig, denn Josip Juratovic hatte eine ganz andere Aussage getroffen. Er verleumdete nicht wie damals anscheinend Helmut Kohl Michail Gorbatschow oder etwa wie ganz aktuell Wladimir Putin den ukrainischen Präsidenten fälschlicher Weise als Faschisten bezeichnet, sondern Josip Juratovic merkt nur und dies völlig zurecht an, dass heutige AfD-Wähler damals bestimmt die NSDAP gewählt hätten.

Diese Behauptung von Juratovic kann man sehr leicht begründen, wenn man die Aussagen von Nazis und heutigen AfD-Politikern und Wählern miteinander vergleicht. Nicht nur inhaltlich, sondern auch im „Wording“ (ich kann auch etwas Englisch!) sind diese oftmals identisch. Dazu kommt noch, dass u. a. die aktuelle Heilbronner AfD-Fraktion ganz offiziell bei Facebook und Co. vor Kurzem noch am Volkstrauertag Albert Leo Schlageter — einem Nazi-Helden (!) — gedachte!

Damit macht Valerie Blass so ganz nebenbei aus waschechten Nazis nur „besorgte Bürger“! Sie wäscht sie damit rein. Und dem Überbringer der schlechten Nachricht, nämlich, dass AfD-Wähler auch die NSDAP wählen würden, wird so ganz nebenbei mitgeteilt, dass diesem eigentlich doch nur noch ein Rücktritt übrig bliebe.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie sich Valerie Blass dazu äußert, dass bereits, wie gerade in Brandenburg, „besorgte Bürger“ Demokraten „durch die Straßen treiben“ und dafür sorgen, dass diese nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern gleich noch die Stadt verlassen müssen.


„Journalismus beginnt dann, wenn andere wollen, dass du schweigst.“

Gabor Steingart, (K)ein Interview mit Gabor Steingart (Journalist 10.2019: 3)
Verkehrsleitsystem

13.7.02023 5 (2)

Beitragsfoto: Verkehrsleitsystem

Vermischtes

Heute muss ich Josip Juratovic loben, denn er hat das ausgesprochen, was wir alle so langsam aber sicher zur Kenntnis nehmen müssen, nämlich dass die heutigen AfD-Wähler vor 1945 sicherlich die NSDAP gewählt hätten. Das bedeutet nicht, dass alle NSDAP-Wähler auch Nazis sind, es sind bestimmt auch einfach nur Idioten und Kriminelle darunter — wobei das eine das andere nicht ausschließen muss.

Jene Politiker, die dies andauernd beschönigen, denen muss man inzwischen unterstellen dürfen, dass sie entweder nur am rechten Rand fischen möchten oder noch schlimmer, sich künftig auch Koalitionen mit Antidemokraten vorstellen können. Bei der CDU gibt es zumindest schon heute Ansätze für eine solche Zusammenarbeit, was aber nicht wundert, da doch so mancher heutige Neonazi gestern noch Unionspolitiker war oder vielleicht gar noch ist, weil selbst entsprechende Parteiausschlussverfahren im Sande verlaufen.

Und jene, die Nazi-Vergleiche als bloße Verharmlosung des Nationalsozialismus sehen, müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie damit die rassistischen und faschistischen wie auch nationalsozialistischen Aussagen und Gedanken vieler AfD-Politiker und Wähler verharmlosen. Dies deckt sich aber ganz gut mit dem Dilemma heutiger Nazis, die richtig stolz auf ihre Gesinnung sind aber dennoch in der Öffentlichkeit nicht so genannt werden wollen — zumindest so lange nicht, bis sie wieder andere meucheln oder in KZ stecken können.

Erfreulicher heute, dass man sich nun auch in der Heilbronner Stimme zu fragen anfängt, ob die Käthchenfigur überhaupt noch zeitgemäß ist. Ich meine schon immer, dass nein — wahrscheinlich war ich als Junge schon emanzipierter als viele meiner Zeitgenossinnen.

Noch erfreulicher, dass sich inzwischen auch Stimme-Journalisten über den Sinn und Zeck des aktuellen Verkehrsleitsystems nachzudenken beginnen, schon alleine wegen der exorbitanten Anschaffungs- und noch mehr wegen der unsinnigen Unterhaltskosten. Sprechen wir dieses Mal nicht über die teilweise völlig sinnlosen Anzeigen, die eher eine Verkehrsgefährdung als eine -führung darstellen.

Fast am Erfreulichsten war aber für mich der gestrige Morgen als ein paar Freie Wähler meseno unterstützen konnten. Wer sich dafür interessiert, der findet hier den dazu von mir geschriebenen Beitrag. Das wurde dann aber doch noch von einer McDonald’s-Mitarbeiterin übertroffen, die ich während meines Spaziergangs mitten in der Fußgängerzone müllsammelnd antraf. Ob dies eine Eigeninitiative der Mitarbeiterin war oder gar von McDonald’s nun so gehandhabt wird, kann ich nicht sagen, auf alle Fälle aber war dies die beste Aktion des gestrigen Tages!

Jazz

Im Mai 1980 nahm Bassist Barre Phillips zusammen mit Aina Kemanis (Singstimme), John Surman (Saxophon und Klarinette), Herve Bourde (Saxophon und Flöte), Claudia Phillips (Singstimme) und Pierre Favre (Schlagzeug) in Ludwigsburg eine Platte auf, die noch heute bei manchen Jazz-Liebhabern als wegweisend angesehen wird. Der Plattentitel schlicht „Music by …“

Als ich feststellte, dass das erste Stück auf der Platte „Twitter“ heißt, musste ich sie einfach kaufen. Und das erste Reinhören in die Platte — nervt meine bessere Hälfte — weckt bei mir schöne Erinnerungen. Leider höre ich die Gesangsstimmen nicht mehr so klar, dass ich den Text nachvollziehen könnte, was aber meinem Musikgenuss nicht schadet. Und das Stück „Longview“ auf der zweiten Seite wird noch heute dem einen oder anderen etwas bekannter sein.

Ana Roxanne schreibt hierzu in der New York Times:

„This piece has elements of a drone without sounding like one at all. Also, within avant jazz I tend to prefer vocals that lean more toward consonance, and so I admire the singers’ experimentation with sound, syllable and melody all while keeping a steady structure and never sounding stale, creating a soothing element to a lilting frenetic undercurrent of horns and percussion. … I appreciate that a bassist who assigned himself to such few notes can keep such dynamicism.“

Ana Roxanne, New York Times (5.7.2023)

Mehrwert

Demnächst steht eine schnuckelige 53 Quadratmeter Wohnung in der Heilbronner Fußgängerzone zum Anmieten zur Verfügung. Sie verfügt zwar über keinen Kfz-Abstellplatz, dafür aber über einen eigenen Kellerraum.

Minimalisten fühlen sich in dieser Zweiraumwohnung bestimmt sehr wohl. Der größere Raum verfügt über eine eingebaute Kochnische. Beide Räume sowie das Bad sind über einen Flur miteinander verbunden. Der Flur verfügt über einen deckenhohen Einbauschrank. Das Bad hat eine Dusche und die Möglichkeit zum Anschluss einer Waschmaschine.

Die Wohnung wurde 2015 kernsaniert und verfügt über eine Gaszentralheizung. Sowohl ein Kabel- als auch ein Telekomanschluss sind vorhanden.

Derzeit erhält die Wohnung einen neuen Bodenbelag, danach wird sie offiziell zur Anmietung ausgeschrieben. Bis dahin haben die Leser meines Weblogs die Möglichkeit, bei Interesse vorab mehr über die Wohnung zu erfahren.

„Nazi ideology cannot be summarized in a program or platform. It can be better understood as a maelstrom of prejudices, passions, hatreds, emotions, resentments, biases, hopes, and attitudes that, when combined, most often resembled a religious crusade wearing the mask of a political ideology.“

Jonah Goldberg, Liberal Fascism (2009: 55)

Radio Krauss

12.7.02023 5 (1)

Beitragsfoto: Turmstraße

Trauerspiel

Heute dürfen wir wieder einmal etwas über die Turmstraße und die Zehentgasse sowohl in der Heilbronner Stimme (12.7.2023: 24) als auch in der Stadtzeitung (12.7.2023: 2) lesen. Wieder einmal werden uns Bürgern hohle Versprechungen gemacht und erneut wird nichts geschehen!

Dieses Mal hat die Stadtverwaltung bis 2029 4,3 Millionen Euro Fördermittel alleine vom Land für den Ausbau an Land gezogen. Und wenigstens diese 4,3 Millionen Euro werden bis 2029 „sicherlich zu 100 % für Planungen und Inszenierungen verprasst“, leider wird die Turmstraße danach weiterhin genauso aussehen wie die letzten Jahrzehnte auch.

Bereits seit dem letzten Jahrtausend hätte der Pfühlbach wieder durch die Turmstraße fließen müssen, zumindest nach einem damaligen Gemeinderatsbeschluss. Und die Turmstraße wird auch in den 2030er-Jahren genau so trostlos wie heute aussehen — die nun aktuell versprochenen Grünflächen bleiben weiterhin ein Hirngespinst.

Bis dahin stößt sich die Stadtverwaltung mit den entsprechenden Fördermitteln gesund, ein paar Firmen und Berater verdienen sich dumm und dämlich und jeder Gemeinderat hat zudem die Chance, um sich mindestens einmal ohne jemals selber in der Turmstraße gewesen zu sein, diesbezüglich in Szene zu setzen.

Für die aktuelle Inszenierung dieses Irrsinns hat der zuständige Bürgermeister Andreas Ringlé das Wollhaus angemietet. So können wir froh darüber sein, dass das Land nicht noch mehr unserer Steuergelder spendiert hat, sonst hätte diese Inszenierung wohl gleich in Hollywood stattgefunden.

Und ich Ahnungsloser habe mich jüngst noch darüber gewundert, dass man in Widdern für weit über 200 000 Euro (Steuergelder!) keine Homepage zum Laufen bekommt.

Würden sich die gut bezahlten Bürgermeister und unser gut alimentierter Gemeinderat tatsächlich für uns Bürger und die Stadt interessieren, dann hätte 2025 der Elektro Krauss zu seinem 100 jährigen Jubiläum eine schöne Turmstraße vor der Haustüre gehabt. Aber das ist auch „nur“ eines der wenigen noch inhabergeführten Traditionsunternehmen unserer Stadt.

Sauberkeit

Während ich meine Server aufräume, ergreift die Stadtverwaltung die Initiative und versucht der zunehmenden Vermüllung Heilbronns Herr zu werden. Dieser Versuch zeigt zumindest, dass, wenn die dafür Verantwortlichen ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr selbst erkennen geschweige denn verstehen, sie wenigstens auf die ebenfalls zunehmenden Beschwerden aus der Bevölkerung reagieren.

„Kommunaler Ordnungsdienst intensiviert Überwachung

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) geht derzeit noch intensiver und gezielter gegen illegale Müllablagerungen im Stadtgebiet vor und überwacht zahlreiche Containerstandorte zeitweise. Auch öffentliche Plätze und Parks werden zusätzlich kontrolliert hinsichtlich des achtlosen Wegwerfens von Kleinstabfällen. Um dabei möglichst erfolgreich zu sein, erfolgen die Kontrollen in zivil, nicht in Uniform.

Die ausgeweiteten Kontrollen laufen bereits seit zwei Wochen. In dieser Zeit wurden bereits 43 Verstöße zur Anzeige gebracht. Das Wegwerfen von Kleinstabfällen wie Zigarettenkippen kostet im Regelfall 70 Euro Bußgeld. Bei sonstigen illegalen Müllablagerungen kann die Geldbuße abhängig von Art und Größe der Ablagerung variieren. In einem Fall wurde die Polizei eingeschaltet, da der Verdacht einer Umweltstraftat vorliegt.

Die verstärkten Sauberkeitskontrollen werden auch in den nächsten Wochen fortgesetzt.“

Stadt heilbronn, Aktuelle Meldung vom 11.7.2023

Datenbanken

Es ist vollbracht, meine Datenbanken auf meinem Server sind aktualisiert. Dafür bedanke ich mich auch an dieser Stelle bei einem sehr freundlichen und kompetenten IONOS-Mitarbeiter. Wie schon geschrieben, meine Datenbankkentnisse waren etwas eingerostet. Auf alle Fälle habe ich die Gelegenheit genutzt, um weitere nicht mehr benötigte Datenbanken auf diesem Server zu löschen und da ich schon einmal dabei war, fielen auch ein paar lokal abgespeicherte Datenbanken meinem Aufräumen zum Opfer; letztere hatte ich nur noch, weil sie mich an alte Zeiten erinnerten als man seine Datenbanken noch selber aufbaute und in Betrieb nahm.

Und so versuchte ich mich kurz noch in die eine oder andere Datenbank einzuarbeiten und dabei zu gucken, ob es überhaupt noch aktuelle Versionen davon gibt, ließ dies dann, wohl der gestrigen Temperatur geschuldet, aber schnell bleiben und löschte auch diese von meinen Servern.

Inzwischen habe ich so viel freien Platz, dass ich mir bereits überlege, ob ich meinen kleinen Homeserver nicht auch noch in die Cloud verfrachte — muss mal bei Gelegenheit schauen, um welche Datenmengen es sich handelt und einmal testen, wie schnell mir die Daten dann zur Verfügung stehen.


Witz des Jahres