Dionysos

Bildung ist Bürgerpflicht 5 (5)

Beitragsfoto: Dionysos | © pegasuspuzzles from Pixabay

Ob wir es wollen oder auch nicht, es bleibt uns nichts anderes mehr übrig als die Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass unser Land inzwischen zu den bildungsferneren Ländern dieser Welt gehört. Zudem ist es wenig hilfreich, dass wir schon alleine aufgrund unseres weiterhin vorbildlichen Sozialsystems immer mehr bildungsfeindliche Neubürger anziehen, denn leistungsstärkere Neubürger, wenn sie überhaupt noch zu uns wollen, nutzen unsere Land eher als Zwischenstopp, um letztendlich in bildungsfreundlichere Länder zu gelangen.

Diesbezüglich werden weitere und noch höhere Transferzahlungen und auch noch attraktivere Incentives, wie sie durch unsere Regierungen angedacht und von völlig verzweifelten Unternehmern initiiert werden, kaum noch weiterhelfen, da Leistungsträger und gerade bildungsbestrebte Menschen eher nicht zu den Primärprozesslern gehören und deshalb an ihre Umgebung andere Ansprüche stellen als ein möglichst großes Schnitzel auf dem Teller. Der „Brain Train“ führt längst von Deutschland weg und verschlechtert die Gesamtsituation weiter.

Deshalb hilft es auch nichts, dass wir die Bildungsstandards immer mehr senken und dabei wirklich jedem halbwegs Willigen zumindest einen Master-Abschluss garantieren.

Noch weniger hilft es, wie es ganz aktuell der Philologenverband versucht, jegliche eigene Verantwortung für die Bildungskatastrophe abzustreiten. Die Diskussion, ob es an den dummen Schülern, den dummen Lehrern oder den noch dümmeren Eltern, von den Kultusministern ganz zu schweigen, liegt, hilft nicht wirklich weiter.

Neben den vielen Katastrophen, die aktuell auf unser Land zukommen, dürfte die Bildungskatastrophe die tatsächlich alles Entscheidende sein.

Wenn wir als Land und Gesellschaft überleben wollen, dann müssen wir sehr schnell Bildung zum vorrangigen Staatsziel erklären und die staatlichen Ausgaben schwerpunktmäßig darauf konzentrieren.

Wir müssen darüber hinaus standardisierte Intelligenztests in allen Bereichen zur Norm erheben und entsprechende Intelligenzquotienten, die dann als zwingende Einstiegsvoraussetzung dienen, festlegen. Und so könnten wir zudem den Zuzug von Neubürgern erst ab einem bestimmten IQ gestatten. Menschen für bildungsferne Tätigkeiten haben wir bei uns bereits mehr als ausreichend, und die weiterhin fortschreitende Technologie wird diese Menschen zudem mittelfristig als produktive und tatsächlich benötigte Arbeitskräfte überflüssig machen.

So wie jeder technologische und gesellschaftliche Fortschritt menschliche Arbeit — zumindest die körperliche — immer überflüssiger machen muss! Deswegen benötigen wir keine Züge, in denen sich die Lokführer besonders wohl und geborgen fühlen, sondern Züge, die ohne Lokomotivführer auskommen. Dasselbe gilt für Fahrzeuge aller Art und ganz besonders für unsere Fabriken. Wahrscheinlich auch für die anderen Wirtschaftszweige, wie z. B. Banken und Versicherungen. Selbst die Verwaltungen bräuchten kaum noch Mitarbeiter.

Dieser unaufhaltbare technologische Fortschritt wird dazu führen, dass in bildungsfernen bzw. -feindlichen Ländern für die Arbeit völlig überflüssige Menschen in viel zu großen Mengen vorhanden sein werden, die zudem mit sich selbst nichts mehr anzufangen wissen und vom Staat höchstens betäubt (Drogen, Alkohol und Spiele) aber nicht mehr vollumfänglich unterhalten werden können.

Da diese Menschen aber weiterhin miterleben, wie leistungsstärkere Menschen — die für sich selbst sorgen können — leben, wird es alleine wegen des allgegenwärtigen Neids und der Missgunst zu gesellschaftlichen Verwerfungen kommen, die letztendlich jedes Land zerstören.

Schon alleine deshalb ist eine möglichst gute Bildung für jeden von uns und ganz besonders für unsere Gesellschaft überlebensnotwendig!


Konzert

Musikvideo der Woche 4.5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

2011 veröffentlichte Gotye (Wouter de Backer) zusammen mit Kimbra (Lee Johnson) den Song „Somebody That I Used to Know“, der mir von Anfang an gefiel. Das Lied befindet sich auf dem Album „Making Mirrors“. Dieses Album ist Gotyes drittes und zugleich auch letztes Album — zumindest bis heute.

Noch heute hat Gotye eine eigene Website.


Lesezeichen

Gehört die AfD zu Deutschland? 5 (3)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Peter Voss | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gehört die AfD zu Deutschland? – Rechtsextreme und Medien (zuletzt aufgerufen am 25.1.2024, 15.55 Uhr)

Demokraten sind in einem Dilemma: Soll man die Partei politisch bekämpfen oder verbieten? Auch für Medien ist die Aufgabe groß. Für die Sendung „heute“ offenbar zu groß. 

„Als Bürger und Demokrat sehe ich mich bei alledem in einem Zwiespalt. Zum einen traue ich der AfD an antidemokratischen Umtrieben inzwischen einiges zu. Zum anderen ist mir der Grundsatz ‚Im Zweifel für den Beschuldigten‘ heilig. …

Der Zulauf zur AfD vollzieht sich doch weitgehend nicht wegen, sondern trotz Höcke – und nicht zuletzt wegen des katastrophalen Erscheinungsbildes der „Ampel“. Es wäre in der Tat fatal, wenn streitsüchtige Regierungsparteien auf der Woge verständlicher Sorge um unsere Demokratie vom eigenen Elend ablenken wollten. Oder die Unionsparteien, die sich vom Substanzverlust früherer Jahre nur mühsam erholen, vor allem einen lästigen Konkurrenten loswerden.“

[https://iiics.org/h/20240125154800]


In einem Meinungsbeitrag schreibt Peter Voss sehr staatsmännisch über eine möglichst korrekte Berichterstattung seitens des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die er zumindest im Falle der Berichterstattung über die AfD vermisse.

Ob man dadurch aber, nämlich durch eine möglichst ausgewogene, höchst elaborierte und vielleicht sogar noch extrem pointierte Berichterstattung genau die Bürger erreicht, die man eigentlich erreichen möchte und müsste, bleibt dabei einmal außen vor.

Ich befürchte gar, dass diese dadurch die AfD als völlig normal und vielleicht sogar als harmlos ansehen werden. Das Problem ist doch dabei, dass man auf dem Fußballfeld nur so lange mit anderen zusammenspielen kann, wie dieses sich an die geltenden Regeln halten.

Und wenn sich eine Mannschaft generell nicht an die Regeln hält, gibt es nur eine Lösung, diese muss den Platz verlassen! Im Falle, dass die Schiedsrichter dies anders handhaben, bleibt den anderen Mannschaften — also uns — nichts mehr anderes übrig als selber zurückzuholzen.

Das ist bitter und bestimmt nicht „staatsmännisch“ aber notwendig, um die eigene Existenz nicht zu gefährden.

Besser wäre es natürlich, wir hätten in Deutschland Schiedsrichter, die ihre Aufgabe beherrschen und sich auf dem Platz Respekt verschaffen — unsere Justiz aber verharmlost und beschwichtigt spätestens seit dem SRP-Verbot (1952) und dem KPD-Verbot (1956) nur noch und verharmlost sogar gerichtlich festgestellte Verfassungsfeinde, wie z. B. im Falle der NPD (2017) und dies dann einzig und alleine wegen „fehlender Anhaltspunkte für eine erfolgreiche Durchsetzung ihrer verfassungsfeindlichen Ziele“.

In Bälde haben wir dank der CSU AfD-Verfassungsrichter, die dann sicherlich den ÖRR wegen seiner unausgewogenen Berichterstattung einfach gleich verbieten werden.

Was mich am Meinungsbeitrag von Peter Voss aber mehr stört ist, dass er sehr geschickt die Gefahr, welche von der AfD ausgeht, relativiert und dabei den schwarzen Peter sehr gekonnt den Demokraten in die Schuhe schiebt, die nach seiner Auffassung nur von ihrer eigenen Inkompetenz ablenken wollen.