Hölle

Ausflug 4.4 (34)

Beitragsfoto: Hölle | © Amy auf Pixabay

Heute wieder eimal einen Ausflug in die Niederungen der Social Media unternommen — ich weiß wirklich nicht, was mich dabei geritten hat. Wahrscheinlich wollte ich mich nur vor ein paar unschönen Aufgaben drücken, die ich heute noch unbedingt erledigen müsste.

Angefangen hat es damit, dass ein Mensch sich in meiner Social Media-Timeline darüber beklagte, dass man weiterhin nach RAF-Terroristen fandet, nicht aber die dafür aufgewendeten Ressourcen darauf richtet, um den zunehmenden Attacken der Rechtsextremisten zu begegnen. Faktum dabei ist, dass weiterhin — nach über vierzig Jahren (!) — RAF-Terroristen bei uns frei herumlaufen dürfen, ergo sich der besagte Fahndungsaufwand in Grenzen hält; was erneut bei den NSU-Morden offensichtlich wurde, die eher durch Kommissar Zufall bekannt wurden.

Erwartungsgemäß trat ich damit einen kleinen Tsunami los, der zwar keine Twitter-Welle auslöste, aber erneut bestätigte, dass das mit den Social Media nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist. Offensichtlich warten manche Menschen einzig und alleine nur darauf, um „getriggert“ zu werden und dann belehrend und beleidigend einen nach dem anderen Post abzufeuern.

Offensichtlich gibt es bei uns weiterhin, wie damals im alten Rom auch, Menschen, die ein Kolosseum benötigen, um ihre eigene traurige Existenz wenigsten für ein paar Augenblicke vergessen zu können.

Das ist das wirklich Unschöne an den Social Media. Aber irgendwann müssen auch diese Menschen wieder das Kolosseum verlassen und sich dem ganz normalen Leben stellen. Die Frage, die sich mir dabei stellt ist, was sie damit dann anfangen? Ich werde es wohl nie erfahren.

Nachtrag

Während ich den Abend ganz gemütlich beim Tanzen verbrachte, hat sich das SM-Gesindel noch etwas weiter ausgetobt, was man wohl halt so macht, wenn man vermeintlich anonym im Internet unterwegs ist. Neben sehr einfallslosen Beleidigungen und ein paar Drohungen, kam dann ein solcher Zeitgenosse zum Schluss, dass ich als Freier Wähler ein Rechtspopulist sei. Zumindest hat er sich die Mühe gemacht und ein wenig gegoogelt. Schön wäre es gewesen, wenn er sich ein wenig besser informiert hätte — da heute ganz aktuell die Partei der Freien Wähler (andere Baustelle) sehr unschöne Schlagzeilen gemacht hat.

Und so ziehe ich für heute das Fazit, dass man kein Anhänger der Hufeisentheorie sein muss, um zu der Überzeugung zu gelangen, dass egal ob rechts- oder linksextrem, diese Mitbürger einfach nur das Allerletzte sind.


Schlaraffenland

Bürgergeld 4.6 (9)

Beitragsfoto: Schlaraffenland | © Shutterstock

Deutschlands große Neiddebatte! Angefeuert u. a. von Sarah Wagenknecht, Boris Palmer, der AfD, der Union, der FDP und sonstigen Populisten aus wirklich allen Parteien finden bei uns die heftigsten Debatten statt. Ganz aktuell sind dabei die bei uns lebenden Ukrainer das Zentrum aller Aufregung!

Kaum einem kommt dabei in den Sinn, dass wir uns auch in Deutschland im Krieg befinden — ob wir es wollen oder nicht — und deshalb die Ukrainer nicht nur von den Deutschrussen als Deutschlands neue Juden angesehen werden. Das Ziel der Russischen Föderation ist dabei ganz offensichtlich: man möchte dem Kriegsgegner möglichst großen Schaden zufügen und damit auch Deutschland destabilisieren wo man nur kann. Deutschlands Totalitaristen und die nie bei uns in Deutschland angekommenen Russen lassen sich dabei sehr gerne vor den russischen Karren spannen. Schlimmer noch, auch die vielen D-Mark-Demokraten der östlichen Bundesländer bekommen wieder Frühlingsgefühle und hetzen aus allen Rohren. Inzwischen solidarisieren sich sogar Migranten aus allen möglichen Ländern dieser Welt und neiden den jüngsten Neuzugängen alles das, was sie selbst mit größter Selbstverständlichkeit vom deutschen Staat erwarten.

Sogar unsere Bauern fangen zu randalieren an, und selbst jene Mitbürger, die mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden, hetzen ohne jegliche Hemmungen gegen die vermeintlichen Nichtsnutze, die wir Deutschen völlig unnötig durchfüttern müssen. Anscheinend gibt es kein Halten mehr, selbst die Euthanasie kommt wieder ins Gespräch.

Und das alles kumuliert gerade in der Debatte über das Bürgergeld, von dem die wenigsten wissen, was es damit überhaupt auf sich hat.

Wichtig zu wissen ist, dass es sich dabei um eine von vielen Transferzahlungen handelt, die wir Deutschen und auch fast alle anderen, die bei uns leben, von der Geburt an bis ins Grab erhalten — das nennt man bei uns Sozialstaat; was mit mindestens 1,2 Billionen Euro im Jahr den Großteil aller staatlichen Ausgaben ausmacht.

Ich befürchte schon lange, dass wir eigentlich allesamt nur Sozialstaatdemokraten sind und unsere Demokratie endet, sobald der Staat seine Geldgeschenke nicht mehr mit der Gießkanne ausschütten kann! Sehr gerne würde ich mich dabei eines anderen belehren lassen — aber die jüngsten Diskussionen an den unterschiedlichsten Stammtischen und anderen Versammlungen stützen nur meine schlimmsten Befürchtungen!

Deshalb führe ich hier einmal ein paar Hyperlinks auf, die der Debatte um das Bürgergeld etwas mehr Substanz geben könnten. Bei meinen kommenden Gesprächen werde ich dann nur noch auf diesen Blog-Beitrag verweisen und meine Gesprächspartner darum bitten, mit mir über andere Dinge zu sprechen.

CDU-Landrat Joachim Walter vom Kreis Tübingen

Was erhalten die Ukrainer (wirklich)? Der Tagblatt-Anzeiger führt es hier etwas genauer auf.

Bürgergeld-Rechner der Caritas

Hier können Sie einmal selbst rechnen, was Sie bekämen.

Voraussetzungen für Bürgergeld

Die Bundesagentur für Arbeit gibt hier die Voraussetzungen zum Erhalt von Bürgergeld bekannt.

Die Idee hinter dem Bürgergeld

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erklärt warum es überhaupt Bürgergeld gibt.

Meines Erachtens müsste die Debatte nicht darum gehen, wer von uns alles Transferzahlungen fälschlicher Weise und in viel zu großer Höhe erhält, sondern darum, wie wir unseren Sozialstaat wieder auf eine vernünftige und finanzierbare Grundlage für alle bekommen.

Und bis alles wieder in geordneten Bahnen verläuft, könnte man doch damit beginnen und erst einmal die Transferzahlungen bei jenen kürzen, die diese eigentlich gar nicht benötigen.

Und schon wären wir wieder am Anfang, denn die Ärzte und Apotheker streiken, die Bauern randalieren und die Multimillionäre wie auch die Großkonzerne verstärken ihre Finanzspritzen für die Nationalsozialisten — frei nach Heinrich Heine: denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!


Blitz

Mindestabstand 5 (4)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Unseren Fahrradfahrern stehen inzwischen 150 Zentimeter Mindestabstand im öffentlichen Straßenverkehr zur Verfügung. Wer dies ignoriert, der darf mit Strafen bis hin zum Verlust des eigenen Führerscheines rechnen.

Als Fußgänger frage ich mich immer öfters, warum mir als Fußgänger keine 50 Zentimeter Mindestabstand zugebilligt werden. Nicht, dass ich auf den Gehwegen oder in der Fußgängerzone Radfahrer selbst überholen wollte, nein ganz im Gegenteil, mir stellt sich die Frage immer dann, wenn mich Radfahrer von den Gehwegen auf die Straße abdrängen oder gar in der Fußgängerzone anfahren.

Neu nun aber die Frage, was man macht, wenn einem auf der Straße — ich war Beifahrer in einem Auto auf der Südstraße — Radfahrer rechts überholen und dabei am Auto so vorbeischrammen, dass durchaus die Gefahr einer Kollision besteht.

Meine Fahrerin hatte überhaupt keine Chance, um einen Mindestabstand einzuhalten. Meine weiteren Beobachtungen ergaben, dass sehr viele Radfahrer im Straßenverkehr nicht auf Mindestabstände achten, sondern wirklich jede Gelegenheit nutzen, um sich irgendwie durchzuschlängeln.

Das führt mich nun zu der Überzeugung, dass Mindestabstände im Straßenverkehr völlig überflüssige Gängeleien sind! Besser wäre es, wenn es zu einem Unfall kommt, im Einzelfall zu prüfen, wer die Schuld dafür trägt. Und ansonsten wieder auf die alte und bewährte Regel zurückgreift, dass gegenseitige Rücksicht im Straßenverkehr die erste und wichtigste Pflicht eines jeden Verkehrsteilnehmers ist.