Sportplatz der Wilhelm-Hauff-Schule 2023

1.3.02024 5 (8)

Beitragsfoto: Sportplatz der Wilhelm-Hauff-Schule

Putins Bären

Damit meine ich nicht die, die bei uns schon zum Teil seit Jahrzehnten Zuflucht gefunden haben und immer noch von einer russischen Weltherrschaft träumen, selbst wenn diese für unser Land eine sehr große Gefahr darstellen, sondern ich beziehe mich damit auf eine Koproduktion des Funk-Kanals „Simplicissimus“ mit dem SWR, der aktuell noch in der ARD Mediathek zu sehen ist.

Auf diese Dokumentation über Hacker in Diensten des russischen Geheimdienstes hat mich Peter Schulze aufmerksam gemacht. Putins Bären nennen sich „Fancy Bear“, „Cozy Bear“ oder „Voodoo Bear“. Hinter diesen Codenamen verbergen sich Eliteeinheiten der russischen Geheimdienste. Sie gehören zu den gefährlichsten Hackern der Welt. Ihre Ziele: u. a. der Bundestag, die US-Wahlen und aktuell die Ukraine.

In der Dokumentation wird erklärt wie „Putins Bären“ operieren, wer hinter den Code-Namen steht und warum ihre Angriffe und Pläne für uns alle so gefährlich sind.

Um aber wieder zum Anfang dieses Beitrags zu gelangen, ich halte jene unserer russischstämmigen Mitbürger, die inzwischen ganz offiziell u. a. in der AfD gegen unser Land vorgehen, noch für viel gefährlicher! Als aktuelles Beispiel kann Transnistrien dienen, wo gestern russischstämmige Moldauer die Russische Föderation ganz offiziell um einen Einmarsch in die Republik Moldau gebeten haben. Und auch die Baltischen Staaten gehen davon aus, dass dies bald der Anlass für eine erneute russische Besetzung werden wird.

Und so müssen wir uns ebenfalls so langsam fragen, auf welcher Seite die Russlanddeutschen stehen. Bei jenen, die als AfD-Mitglieder unterwegs sind, wissen wir es bereits.

Sportstätten

Dem Wahlkampf ist es auch geschuldet, dass sich nun ein paar Gemeinderäte für die Belange der SVH-Sportanlagen interessieren. Für Lars Epple, den Vereinsvorsitzenden, und Gemeinderat Herbert Burkhardt ist es schon länger ein Anliegen, dass die Sportanlagen in Frankenbach endlich fertiggestellt werden können, inklusive eines Anbaus an der Römerhalle.

Vielleicht führt der Wahlkampf dazu, dass die Gemeinderäte die Stadtverwaltung nun einmal an deren Verantwortung für unsere Stadt erinnern und zudem zwingen, diese Sportanlagen endlich fertig zu stellen. Der aktuelle Streit geht um 1,7 Millionen Euro, eine Summe die die Verwaltung sonst ganz locker und üblicher Weise auch mehr als leichtfertig z. B. für eigene Duschen und weitere Annehmlichkeiten ausgibt.

Und schon wieder werde ich etwas nostalgisch, nämlich wenn ich an das Fußball- und Basketballfeld der Dammschulen denke. Denn das musste bereits vor Jahren einem Parkplatz weichen. Jüngst hat man sogar die Laufstrecken, die Weitsprung- und die Weitwurfanlage der Dammschulen ersatzlos für die BUGA geopfert. Was übrigens keinen Gemeinderat stört, da dies die Kernstadt betrifft und wir ganz offensichtlich nur Bürger zweiter Klasse sind.

Demnächst wird man wohl noch ein weiteres Sportfeld in der Innenstadt überbauen, was dazu führen wird, dass die Heilbronner Kinder und Jugendlichen keine einzige Sportmöglichkeit mehr haben werden, es sei denn, sie wandern nach Biberach, Frankenbach oder in die anderen Stadtteile.

Aber gerade in der Kernstadt, wo im Gegensatz zu den Stadtteilen besonders viele Kinder und Jugendliche mit Zuzugsgeschichte wohnen, wäre es mehr als angebracht, wenn diesen dort auch Sportstätten oder gar Bolzplätze zur Verfügung stünden — in meiner Jugend gab es das noch.

Und wenn sich unsere Stadtspitze und -verwaltung schon so innovativ und großstädtisch geben, dann könnte man doch auch einmal an jene Bürger denken, die nicht nur in Kneipen sitzen möchten, und sich Gedanken darüber machen, wie man wieder Sportstätten in die Innenstadt bekommt.

Wahlkampf

Jetzt hat der Wahlkampf tatsächlich begonnen! Eine Heilbronner CDU-Gemeinderätin lässt sich den Darm spülen und berichtet darüber sehr ausführlich in den Social Media.

Und da passt es auch ganz gut, dass unsere Gemeinderäte nun nach der ersten Schätzung über 7 Millionen Euro für die Umgestaltung des Areal am Götzenturm haben. Nichts gegen eine Verschönerung der Stadt, aber wir haben wahrlich in Heilbronn andere Probleme, z. B. an unseren Schulen, die diese 7 Millionen Euro mehr als gut und dringend gebrauchen. Was mich nun wieder fragen lässt, ob schon die geplanten Luxusduschen im Rathaus installiert wurden, die man anstatt einer dringenden Fenstersanierung an einer Heilbronner Schule für nötiger befunden hat?

Und wenn ich schon am Fragen bin, wäre es einmal ganz nett zu wissen, wer für die Solaranlagen auf den Dächern des städtischen Betriebshofs das Geld einstreicht? Unsere Stadtverwaltung ist es auf alle Fälle nicht.


Equinoxe

Jean-Michel Jarre 5 (8)

Beitragsfoto: Plattencover

Heute habe ich einen kleinen Anfall von Nostalgie. Oliver G. hat mich noch in den 1970er-Jahren an diesen Musiker herangeführt, einfach dadurch indem wir bei ihm die Platten so lange hörten, bis ich sie mir selber leisten konnte.

Jean-Michel Jarre wurde 1948 in Lyon geboren und 1976 schlagartig mit seinem Album „Oxygène“ berühmt. Und auch „Equinoxe“ (1978) war sofort ein Erfolg. Bereits ein Jahr später hatte sich mein Musikgeschmack allerdings völlig verändert, was mich aber nicht davon abhielt, um 1981 seine Platte „Magnetic Fields“ sofort zu kaufen.

Über die Jahrzehnte hinweg hörte ich diese Platten dann nicht mehr, auch wenn mindestens zwei davon später bei mir doch noch als CD zu finden waren. Noch heute macht Jarre Musik und hat letztes Jahr im November seine neueste Platte „Oxymoreworks“ herausgebracht.

Aber hier als Einstieg erst einmal eine sehr gelungene Interpretation von Equinoxe, die einem das Anhören dieser Musik wieder etwas schmackhafter macht.

Und hier nun ein Auszug aus seinem jüngsten Werk:

Ich beende nun diesen Beitrag und gehe erst einmal etwas tanzen.

Und für jene, die jetzt nicht tanzen gehen, hier eine kleine Zugabe, nämlich den Director’s Cut seines Mixed Reality Concerts in Versailles 400.

Für uns Heilbronner, die hier in einem waschechten IT- & KI-Mekka leben, müsste dieses Video doch zum Kult werden.

Blindflug

Blindflug 5 (7)

Beitragsfoto: Blindflug | © Anemone123 from Pixabay

Wenn man sich die Heilbronner Stadtentwicklung etwas genauer anschaut, dann kommt man nicht umhin, um an einen Blindflug zu denken. Einzig und alleine Dieter Schwarz sticht dabei mit seinem Engagement positiv heraus, wobei man aber auch feststellen muss, dass dieses Engagement ohne bürgerschaftliche Begleitung (Gemeinderat und Rathaus dürfen diesbezüglich getrost als Nullnummern betrachtet werden) sehr unrund für die Stadtentwicklung werden wird, denn Dieter Schwarz und Heilbronn spielen in zwei ganz anderen Ligen! Und so müsste man das Engagement von Dieter Schwarz, die permanent gefühlte Arbeitsverweigerung der Stadtverwaltung, die bürgerlichen Bedarfe und eine großstädtische Entwicklung miteinander harmonisieren. Es hälfe dabei sicherlich, wenn wir zumindest einen OB hätten, der halbwegs kompetent und willig ist, dies auch zu leisten.

In den letzten Jahren habe ich hier im Blog von wunderbaren städtischen Projekten geträumt, u. a. von einer echten Universität, einem Hauptbahnhof, der dies nicht nur noch auf dem Papier ist, einem richtigen Busbahnhof, einem Ausbau der Stadtbahn, einer Großveranstaltungshalle, einem echten Sportplatz, einem Ausbau der Neckarhalde, einer Müllverbrennungsanlage (zum Schutze der Umwelt), einer Sanierung des Hafens und der Hafenbahn, einem Entwicklungskonzept für das Industriegebiet und eines für die Kernstadt und nicht zuletzt von einer echten Schwimmsporthalle.

Dann musste ich aber bei näherer Betrachtung ernüchtert feststellen, dass die städtische Infrastruktur von unseren Bürgermeistern und dem Gemeinderat insgesamt so heruntergewirtschaftet wurde, dass inzwischen und dies sehr vorsichtig geschätzt zumindest ein Investitionsloch von über 500 Millionen Euro besteht!

So müssen dringend alle Schulen auf den Stand der heutigen Zeit gebracht, erweitert oder gar um weitere Schulen ergänzt werden. So müssen das Busdepot und die Feuerwachen neu gebaut sowie auch der städtische Bauhof auf den Stand der Technik gebracht werden. Die Schwimmbäder und -hallen wie auch die Sporthallen und -plätze müssen kernsaniert oder neu gebaut werden. Abwasserrohre und Versorgungs- und Kommunikationsleitungen müssen kernsaniert, ersetzt oder neugebaut werden. Brücken, die Energie- und Wasserversorgung muss zumindest saniert und wohl auch auf ganz neue Füße gestellt werden. Das Heilbronner Straßennetz muss nicht nur saniert, sondern vor allem auch der heutigen Zeit entsprechend angepasst werden; was auch für die Versorgung der Haushalte, Firmen und Betriebe mit Waren und letztendlich auch für die Müllentsorgung gilt.

Aber die Gemeinderäte und ganz besonders die Bürgermeister scheinen sich weiterhin auf Projekte sehr gerne in ihren eigenen Stadtteilen und auf ihre eigenen Vereine zu konzentrieren — alles andere ist ihnen eher egal. Was u. a. zu einem Radhaus führte, einer Friedhofstreppe, die kein Besucher nutzen kann und einer kaputten Brücke, die zwar nett aussieht, aber für ihren Zweck am Bahnhof unnütz ist. Demnächst erhalten wir auch noch eine bombastische Neckartreppe, einen Fahrradtunnel und weiteres Klimbim, mit dem sich unsere Stadtverantwortlichen schmücken können — nichts gegen das Klimbim, aber wir sollten allesamt so langsam, aber sicher nachhaltiger werden und auch verantwortbare Schwerpunkte setzen!

Ein gutes Zeichen ist es schon einmal, dass man sich um die Stadtbibliothek im Zentrum kümmert und auch am Stadttheater festhalten möchte. Die erfolgte Erweiterung der Harmonie ist ebenfalls erfreulich.

Jetzt aber müssen endlich die echten Schwerpunkte angepackt werden und das sind funktionierende Schulen für alle Heilbronner, auch für die in der Kernstadt. Dazu gehören auch Sporthallen und -plätze, gerne auch eine Schwimmhalle im Zentrum der Stadt, wie übrigens jede wichtige Infrastruktur ins Zentrum der Stadt gehört und nicht in die Stadtteile!

Danach Busdepot und die Feuerwehren. Bauhof, Busbahnhof und Hauptbahnhof müssen folgen. Und das Ganze so koordiniert und geplant, dass unsere nachfolgende Generation in spätestens 30 Jahren nicht schon wieder vor demselben Schlamassel steht.

Dabei ist es zwingend notwendig, dass jede städtische Infrastruktur ein Preisschild gleich am Eingang erhält, das die Bau- und Unterhaltskosten sowie das Datum, wann sie wieder ersetzt werden muss, aufführt.

Wenn man dann dabei wenigstens etwas großstädtisch denkt, könnte man sogar Wollhaus, Kaufhof, Reim- und weitere Areale für die Stadtentwicklung nutzen. Manche Städte bauen sogar Schulen in alte Kaufhäuser!

Und sollte unser Dezernat IV im Rathaus weiterhin mit allem völlig überfordert sein, könnte man ohne Weiteres das gesamte Dezernat ersatzlos streichen und dafür alle fünf Jahre einer Fachfirma die entsprechenden Aufgaben übertragen, die wären dann sogar für eventuelle Fehler haftbar. Ich vermute einmal, dass dies für uns Bürger die günstigste und für Heilbronn die beste Lösung wäre.

Ok, schon heute werden wohl vom Dezernat IV viele Aufgaben und Tätigkeiten extern vergeben, was nur noch mehr bestätigt, dass man das Dezernat nicht mehr benötigt, denn überflüssige Mittelsmänner verteuern und verkomplizieren das Ganze nur noch.

Nachtrag

Und dann habe ich sogar noch das passende Musikvideo gefunden. Dieses stammt von Yello, eine Band um die Musiker Dieter Meier und Boris Blank, welche sich nach einem yelled Hello benannt hat.

Yello gibt es bereits seit 1978 und ihre größten Hits dürften wohl „Desire“ und „Oh Yeah“ jeweils aus (Stella) 1985 sowie „Rubberbandman“ aus (Baby) 1991 sein.