Huhn

Deutsche Politik 5 (13)

Beitragsfoto: Huhn | © Ulrike Leone auf Pixabay

Die deutsche Politik dürfte so langsam aber sicher am Tiefpunkt angekommen sein. Noch vor ein paar Jahren warf ein von mir sehr geschätzter und sehr erfahrener CSU-Politiker seinen Kollegen vor, dass sie nur noch etwas bessere Verwaltungsbeamte seien! Heute würde er sich bestimmt darüber freuen, wenn unsere Politiker wenigstens dies noch wären.

Bestenfalls kann man viel zu viele unserer Berufspolitiker nur noch als gerade einmal aufgeschreckten Hühnerhaufen ansehen. Wild durch die Gegend rennen und sinnlos herumgackern, zu mehr sind diese Exemplare inzwischen kaum noch fähig. Manche werfen sich dazu noch und dies je nach Parteibuch in Armani oder gleich in ein Karnevalskostüm und geben als Ministerpräsident den Seppl.

Gefühlt alle fünf Minuten wird dabei ein neues Ei gelegt, und dies wohl nach den aktuellen Umfragewerten oder dem Geblöke auf der Straße sowie im Internet geschuldet. Die größten Prachtexemplare gackern sich dabei inzwischen nur noch gegenseitig bei Lanz und Co. an und verdrängen dabei ganz, dass sie damit nur noch jene Bevölkerungsteile erreichen, die zu senil zum Umschalten sind.

Hier ein paar Beispiel für meine Leser:

  • Atomkraft: wahrscheinlich viel zu schnell abgeschafft, denn man hätte vorab die Kohle- und Gaskraftwerke stilllegen oder vorab alternative Energiequellen ans Netz bringen müssen. Und wer glaubt, das würde bei uns Bestand haben, der ignoriert die Rufe nach der Atombombe. Demnächst werden neue Atomkraftwerke wohl auch bei uns wieder ans Netz gehen — zumindest bis das nächste Ei gelegt wird, dann werden sie allesamt über Nacht erneut abgeschaltet.
  • G-8: das Wunschthema für bildungsfernere Politiker. Kaum hat man das Schulsystem auf G-8 umgesattelt, kommen die ersten Schreie nach G-9. Und sobald man G-9 wieder einführt, wird G-8 als die Ultima Ratio angepriesen. Besonders jene Politiker treten hierbei in Erscheinung, die das öffentliche Bildungssystem predigen, aber mit allen Mitteln ein privates Bildungssystem bei uns installieren.
  • Wehrpflicht: ganz heißes Thema, da die Politik hierbei einzig und alleine nur nachgesteuert hat, nämlich als sie der Wahrheit tatsächlich einmal ins Auge schaute. Wir Deutschen verweigern uns mehrheitlich und sind auch mehrheitlich nicht dazu bereit, um für unsere Gesellschaft und unser Land zur Kasse zu treten. Und jetzt, wo die Wehrpflicht abgeschafft und nicht nur die dafür notwendige Infrastruktur „verschenkt“ wurde, will man die Wehrpflicht wieder haben!

Ich könnte mit den Beispielen nur so weitermachen, aber mir fehlt es gerade an der Zeit und alle diese Beispiele haben dasselbe Problem. Solche gesellschaftlichen Veränderungen benötigen Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte. Deshalb kann man auch nicht alle Nase lang — dabei nur die Fahne nach dem Wind gerichtet — jede Grundsatzentscheidung wieder rückgängig machen.

Und wenn man dies macht, weil es tatsächlich einmal tiefgreifende und unabänderliche Gründe gäbe, dann muss man aber auf alle Fälle die Bürger nicht nur dabei mitnehmen, sondern ihnen auch die dafür notwendige Rechnung vorab präsentieren!

Alleine die übereilte Abschaffung der Atomkraft hat uns Bürger nicht nur zig Milliarden Euro gekostet, sondern dabei auch noch die Umwelt unnötiger Weise und nachhaltig geschädigt. Der Wiedereinstieg in die Atomkraft wird uns Hunderte von Milliarden Euro kosten.

Das Hin und Her in der Bildungspolitik, die eh schon sehr lange unterfinanziert ist, schädigt zwar auch unsere knappen Haushalte, aber schlimmer noch, sie zerstört viel zu viele junge Menschenleben, die einfach bei diesen schnellen Wechseln auf der Strecke bleiben. Inzwischen gibt es bei uns Schüler, die die Schule verlassen und ihre Schulzeit nur in Containern verbracht haben — Deutschland, das Land der dichten Denker!

Und das mit der Wehrpflicht muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen! Wir schaffen nun bald wieder einen Verwaltungsapparat mit der dazu passenden Infrastruktur und dies alleine auf Kosten einer völlig abgewirtschafteten Bundeswehr. Nur um die Mehrheit unserer Bevölkerung wieder ganz offiziell zu Wehrdienstverweigerern und Drückebergern zu machen. Die paar brauchbare „Deppen“, die man dabei für unsere Streitkräfte gewinnen kann, die bekäme man sehr viel schneller und besser, wenn man unsere Soldaten einmal auch nur halbwegs angemessen bezahlen würde!

Ich behaupte, dass, wenn man nur 20 % von dem, was uns die Wiedereinführung der Wehrpflicht kosten wird, in eine bessere Besoldung der Soldaten investiert, wir nicht nur ausreichend Soldaten, sondern auch noch bessere Soldaten erhalten!

Die deutsche Politik wird unser Land aber weiterhin herunterwirtschaften und unsere Demokratie wird dabei auf der Strecke bleiben!

Was viele unserer Politiker überhaupt nicht stört, da sie selbst dabei sehr gut verdient und gelebt haben. Und sie auch noch nach ein paar Jahren in der Berufspolitik finanziell so gut dastehen, dass sie jederzeit ohne Probleme unser Land in bessere Gegenden verlassen werden können.


Dinosaurier

Zeitenwende 5 (11)

Beitragsfoto: Dinosaurier | © Shutterstock

Heute muss ich einfach einmal nur ablästern! Das dient einzig und alleine dazu, dass ich keine Magengeschwüre entwickele. Also, lieber Leser, diesen Beitrag einfach nur überspringen aber auf alle Fälle bitte nicht persönlich nehmen.

Anlass zu diesem Beitrag war der heutige Schwimmversuch im Stadtbad. Als ich unter der Dusche stand, kam ein Lehrer mit seinen Schülern, ein wahrlich trostloser Haufen, auch in die Dusche. Erfreulich dabei, dass zumindest erkennbar keine Mädchen mit dabei waren. Weniger erfreulich die Blicke der Jungs, als sie sahen, dass man sich auch ohne Kleidung waschen kann. Ich wiederum bewunderte, dass man heute wohl unter duschen versteht, mit mindestens zwei Badehosen bekleidet, Schwimmbrille und Bademütze auf, und auch noch eine Schwimmweste an, kurz unter die Dusche hüpft. Nur noch unerfreulicher die Blicke des Lehrers, der wohl kurz überlegte, ob er die Sittenpolizei einschalten muss.

Üblicher Weise nehmen die Lehrer ihre Eleven in die Umkleiden und Duschen des Lehrschwimmbeckens mit. Dort kann man völlig ungestört seinen Schülern die ersten Schritte hin zur Körperhygiene und einer europäischen Badekultur vermitteln. Zumindest ich habe dies noch so gehandhabt als ich letztmals 2016 zusammen mit einem anderen Schwimmlehrer versuchte, Flüchtlingen das Schwimmen beizubringen: wir kamen dabei allerdings nur soweit, dass die Jungs und jungen Männer die Benutzung der Toilettenanlagen lernten und auch wie man sich mit Wasser und Seife wäscht, was wir damals schon als Erfolg werteten.

Nach dem Duschen verschaffte ich mir einen Überblick über die Bahnen im Sportbecken. Wie immer, alle belegt und in der Bahn für „sportliche Schwimmer“ tummelten sich ein paar Menschen, die so kreuz und quer standen, dass ich kurz über ein Hindernisschwimmen nachdachte, dann aber kam doch noch Mister Adipositas, u. a. mit Taucherbrille und Flossen ausgestattet, und drängte sich auch noch in dieselbe Bahn. Damit war auch heute wieder nicht daran zu denken, wenigstens ein paar Bahnen zu ziehen — den Aufsichten ist dies völlig egal, wahrscheinlich weil sie selbst nicht schwimmen können.

Aber genau das fast es zusammen, was unsere Berufspolitiker unter Zeitenwende verstehen: Leistung, Fleiß, Ordnung und Sauberkeit waren gestern!

Dabei beachten diese Mitbürger nicht, dass wirklich alles, was bei uns noch halbwegs funktioniert, gerade von jenen aufgebaut wurde, die sich genau an diese Prinzipien gehalten haben!

Was nicht bedeutet, dass es damals keine Schlümpfe gab, diese hat man aber lieber im Keller versteckt. Heute entsorgt man sie in Chefetagen, Leitungsfunktionen oder Ministerien.

Bildung darf nicht anstrengen, Sport ist, wenn man ins Sportbecken pinkelt, und für Sauberkeit sollen die anderen sorgen!


Fotosession

4.3.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Fotosession | © Natascha Heiden

Verschiedenes

Aktuell komme ich leider nicht mehr dazu, um zeitnah alle Besprechungen, Gespräche oder Versammlungen nachzubereiten, geschweige denn die kommenden auch so vorzubereiten, wie es jede einzelne von ihnen verdient hätte.

Seit langem habe ich es gestern nicht einmal mehr geschafft, um meinen Posteingang wenigstens zu sortieren, geschweige denn die dringendsten E-Mail zu beantworten. Und damit das Ganze für mich so richtig herausfordernd wird, habe ich gestern Abend noch eine Immobilienanzeige veröffentlicht. In den ersten fünf Minuten lagen mir bereits 12 und bis Mitternacht 20 Anfragen vor; so bin ich einmal gespannt darauf, wie viele es sein werden, wenn ich von meiner heutigen Fahrt mit dem meseno-Bus zurückkomme.

Und darauf, wie weit ich am heutigen Abend mit meinem Posteingang gekommen sein werde. Die jüngst fixierte montägliche FW-Besprechungsrunde werden wir bis zur Wahl beibehalten; dies obwohl ich mir bisher die Montagabende als Pufferzeit freigehalten hatte.

Aber so lange ich weiterhin wenigstens ab und an das Tanzbein schwingen und meine Blog-Beiträge schreiben kann, ist die Welt eigentlich noch ganz in Ordnung — und Donald Trump noch längst nicht gewählt.

Umzug

Das Wochenende wurde von meinen beiden Jungs auch dazu genutzt, um Konstantin von Brüssel zurück nach Heilbronn umzuziehen, was besser und vernünftiger war als das ganze Umzugsgut wieder mit der Bahn zu transportieren. Auch weiß zumindest derzeit niemand, ob die Züge dann auch zur Verfügung stehen. Ein kleiner Nebeneffekt: jetzt gibt es wieder eine ganze Weile Pralinen.

Gesprächsreigen

Der Gesprächsreigen dieses Wochenende begann inzwischen fast schon traditionell am Freitagmorgen im Café, was auch Detlef Stern zu einem Blog-Eintrag veranlasste. Gleich am Folgetag gab es im Anschluss zu einer Fotosession vor dem Rathaus eine weitere Besprechung — dieses Mal mit Herbert Burkhardt.

Und gestern dann noch eine sehr anregende Unterhaltung bei einem gemeinsamen Mittagessen im Insel-Hotel. Das Ambiente und der Service dabei vorzüglich. Mein Tipp an die Küche: es wäre besser, wenn man sich für eine Art von Zwiebelrostbraten entscheidet. Aber auch so findet sich nun das Schwäbische Restaurant wieder in meiner entsprechenden Liste.