Konzert

Musikvideo der Woche 5 (1)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Zum ersten Mal durfte ich diesem Lied „Hey You“ im Frühjahr 1980 auf einem Tennisplatz lauschen, denn ein Mitspieler hatte das Album „The Wall“ (1979) wohl als erstes und dies direkt aus London bezogen und beschallte nun damit den gesamten Tennisplatz.

Später kaufte ich mir ebenfalls „The Wall“, um nicht nur die Musik besser genießen, sondern auch die Texte ein wenig besser verstehen zu können. Als dann der entsprechende Film Ende 1982 bei uns in die Kinos kam, war es für viele eine Selbstverständlichkeit, diesen auch sofort anzuschauen.

Und noch heute wird gerade dieser Pink Floyd Song hoch und runtergespielt, so wie auch weitere Lieder dieses Doppelalbums. Ob es aber noch weitere Hörer wie mich gibt, die diese Platte insgesamt und dann gleich nochmals hören, darf nach 45 Jahren durchaus bezweifelt werden.

„Hey you, don’t tell me there’s no hope at all
Together we stand, divided we fall“

Roger Waters, Hey You (1979)

Aber wie bereits hier im Blog geschrieben, es gibt für mich weit bessere Platten von Pink Floyd, die ich ebenfalls weiterhin gesamt und auch noch öfters hoch und runter höre.


Ballon-Plakat

Gemeinderatswahlkampf 5 (5)

Beitragsfoto: Ballon-Plakat | © FWV

Auch wenn ich dieses Mal als Vorsitzender der Freien Wähler in Heilbronn eine „eigene“ Wahlkampfseite betreue, möchte ich nicht darauf verzichten und wie bereits 2019 auch hier auf dem Blog ein wenig Werbung für mich als Kandidat für den Heilbronner Gemeinderat zu machen.

Angefangen hat das Ganze, als ich 2015 nach Rückkehr nach Heilbronn erstmals von meinem passiven Wahlrecht Gebrauch machen konnte — leider war die Gemeinderatswahl 2014 bereits Geschichte und so visierte ich damals die Wahl 2019 an. Erfreulicher Weise meinten auch andere Heilbronner, dass ich es einmal versuchen sollte.

Eigentlich völlig chancenlos stürzte ich mich in den Wahlkampf und wenn mich meine bessere Hälfte nicht unterstützt hätte, wäre es ein sehr einsamer Wahlkampf geworden. Einzig zum Plakatieren der Bauzaunbanner und ein paar Informationsständen in der Fleiner Straße fanden wenigstens ein paar Kandidaten und weitere Helfer zusammen. Und so blieb — wie es bei den Freien Wähler ganz offensichtlich zumindest in Heilbronn Tradition ist — der Wahlkampf am damaligen Vorsitzenden Stefan Fiebig und Stadtrat Herbert Burkhardt hängen; auf jeden Fall aber waren es die beiden, die ich beim Plakatieren und Prospekte austeilen immer wieder sah.

Trotz aller meiner damaligen Bemühungen schaffte ich es nicht, mein Mindestziel zu erreichen, aber alles in allem hatte mir der Wahlkampf Spaß gemacht — Erinnerungen an meine Kinder- und Jugendzeit wurden geweckt — und so beschloss ich schon nach der Wahl, auch 2024 wieder zur Verfügung zu stehen.

Unglückliche Umstände führten dann dazu, dass ich 2022 Vorsitzender der Freien Wähler wurde und nun für den gesamten Wahlkampf Verantwortung trage. Dabei ist es mein erstes Ziel, ein paar mehr Wahlkämpfer als 2019 motivieren zu können. Und als Kandidat ist es weiterhin mein Ziel, dass ich auch gewählt werde, auf alle Fälle aber würde ich mich riesig darüber freuen, wenn ich dieses Mal wenigstens meinen Listenplatz verteidigen könnte.

Inzwischen haben wir unseren digitalen Wahlkampfauftritt online und die Masse der Plakate ist bestellt. Noch ein paar Nachbestellungen und der Druck unserer Broschüre, dann kann auch der Straßenwahlkampf beginnen. Jene Mitstreiter, für die Informationsstände und Wahlveranstaltungen nicht so richtig das Gelbe vom Ei sind, was ich durchaus verstehen kann, da ich dies selbst nur für gut finde, weil ich damit aufgewachsen bin, können problemlos von den digitalen Angeboten Gebrauch machen und diese wie wild in den Social Media und auf anderen Kanälen teilen.

Das Plakatieren und der Abbau nach der Wahl werden dabei wieder die großen Herausforderungen werden und so ist es ganz gut, dass wir mit Herbert Burkhardt einen gestählten Wahlkämpfer weiterhin mit im Boot haben. Das wirklich Spannende für mich dabei ist es, wie viele der Kandidaten auch noch nach der Wahl für die notwendigen Arbeiten zur Verfügung stehen werden, insbesondere wird es für mich der Lackmustest, ob ich noch dazu in der Lage bin, um genügend Mitstreiter bis zum abschließenden Ende des Wahlkampfes mit an Bord zu halten — für „meine“ Studenten kann dies als ein gutes Beispiel für das Thema „Projektabschluss“ dienen.

Und wie bereits 2019 steht schon jetzt der Termin für meine Wahlkampfparty fest, egal ob ich gewinne oder verliere, denn egal wie die Wahl für uns Freie Wähler oder auch für mich ausgehen mag, es wird der Abschluss eines weiteren Projektes sein, und letztendlich — in diesem ganz besonderen Fall übernehme ich ausnahmsweise einmal die Ansicht eines agilen Projektmanagers — zählt doch, mit dabei gewesen zu sein und zudem Spaß gehabt zu haben.


Frau mit Brille

16.3.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Frau mit Brille | © Pixabay

Kriegsgeheul

Es stimmt, dass wir uns, ob wir es wollen oder nicht, längst im Krieg befinden. Seit 2022 ist dies Faktum, auch wenn dies die meisten weiterhin nicht wahrhaben möchten. Für uns in Deutschland ist das so wie für u. a. die Schweizer, die Portugiesen oder die Iren im Zweiten Weltkrieg. Aber auch die wussten damals nicht, ob der Schießkrieg nicht doch noch zu ihnen herüberschwappt.

Und selbst wenn wir — was zu hoffen ist! — selbst ohne Bomben und Raketen diesen Krieg überstehen werden, so werden wir daraus zumindest wirtschaftlich sehr schwer angeschlagen herauskommen — von den gesellschaftlichen Umwälzungen ganz zu schweigen.

Dass es aber überhaupt so weit gekommen ist, liegt an zwei Hauptursachen. Erstens der permanenten Verweigerung unserer Berufspolitik, endlich den europäischen Bundesstaat zu verwirklichen — würde dieser doch viel zu vielen die eigenen Pfründe kosten — und zweitens dem völligen Versagen der Bundesregierung in den Jahren 2008 bis 2014 — einzig und alleine nur, weil sich die Regierung damals nicht darauf einigen konnte, wer sich an den notwendigen Ausgaben selbst bereichern darf. Diese politische und moralische Inkompetenz hat uns genau in diesen Schlamassel (Helmut Kohls geistig moralische Wende lässt immer noch grüßen) gebracht!

Und so heult jetzt die Berufspolitik auf allen Kanälen nach dem Krieg! Man möchte so schnell wie möglich jetzt sogar Kindergärten kriegstüchtig machen. All diesem Kriegsgeheul sind nur zwei Dinge gemeinsam: man weigert sich weiterhin tragbare Politik zu machen und alle diese Kriegsheuler denken einzig und alleine weiterhin nur daran, wie sie für sich damit selbst das Meiste herausschlagen können.

Von den Menschenleben einmal ganz abgesehen, wird uns dieser Krieg Billionen Euro kosten und diese Kriegsheuler denken weiterhin nur daran, wie viel mehr — ähnlich den Masken-Deals zu COVID-19 Zeiten — sie daran selbst verdienen können.

Schieflage

Meine letzten Äußerungen zu einer Schieflage in unserem Sozialsystem führten nicht nur zu einer grundsätzlichen Zustimmung doch so einiger Leser, sondern auch zu einem Hinweis eines direkt Betroffenen. Deshalb nochmals eine Klarstellung. Jeder funktionsfähige Staat muss auch in der Lage sein, um sich um seine weniger leistungsfähigen Bürger sorgen zu können — sie einfach nur verhungern zu lassen, ist keine Alternative.

Die Frage dreht sich einzig und alleine darum, wie man sich zum einen am besten um diese Mitbürger kümmert, und zum anderen darum, wie man dies möglichst kostengünstig bewerkstelligen kann.

Gefährlich wird das Ganze dann und dies ist wohl auch die eigentliche Geburtsstunde des Populismus, wenn man diese vermeintliche Art der Fürsorge zu einem politischen Instrument der Machtgewinnung und des -erhalts macht.

Unabhängig davon wird jedes Sozialsystem unbezahlbar, wenn man es auch dazu nutzt, um den etwas schlaueren Mitbürgern ein möglichst angenehmes Leben zu garantieren — dabei meine ich in erster Linie nicht die etwas schlaueren Sozialhilfeempfänger, sondern eher den „Apparat“, der sich um ein solches völlig überbordetes Sozialsystem herum etabliert.

Ein ugandischer Professor meinte einmal bereits im Jahr 2010, dass inzwischen auf jedes ugandische Straßenkind zehn Hilfsorganisationen kommen, die vorgeben, sich um dieses Kind zu kümmern. Bei uns in Deutschland kommen noch unzählige Beamten- und Verwaltungsapparate mit hinzu, deren eigene Existenz alleine vom Vorhandensein potenzieller Sozialhilfeempfänger abhängig ist.

Meine diesbezügliche Anregung war deshalb, dass man einmal nach alternativen Modellen zur Lösung der ursächlichen Herausforderung suchen sollte. Meine eigene Idee ist dabei weiterhin sehr einfach: Bildung, Bildung und nochmals Bildung.

Korruption

Bei der gestrigen Fahrt nach Straßburg war für mich völlig überraschend die Korruption ein Thema der Mitfahrer. Zu meinem großen Bedauern hatte ich dabei nicht parat, was aus den jüngst bekanntgewordenen Korruptionsfällen im Europäischen Parlament geworden ist.

In den weiteren Gesprächen konnten wir aber feststellen, dass Korruption durchaus ein globales Thema ist und dass wir in Deutschland bei weitem nicht zu den korruptesten Ländern zählen, sondern uns eher im vorderen Feld der etwas besseren Länder befinden — allerdings nicht in der Spitzengruppe der Anständigen.

Passend zu dieser Diskussion der Hinweis auf meinem Weblog gestern Abend, dass der Link auf Wikipedia zu einer „Liste korrupter Politiker in Deutschland“ den Liegeradler einmal in einem Kommentar zur Verfügung gestellt hat, nicht mehr funktioniert. Als ich dann auf Wikipedia nachschaute, stellte ich fest, dass auch der gesamte Artikel verschwunden war.

Liste von Korruptionsaffären um Politiker in der Bundesrepublik Deutschland

Dieser Artikel existiert nicht.

Wikipedia, 15.3.2024

Allerdings existiert zumindest gestern noch der entsprechende Link im Wikipedia-Artikel zur „Korruption“, welcher genau auf obigen Wikipedia-Artikel verweist.

Situation in Deutschland

Siehe auch: Liste von Korruptionsaffären um Politiker in der Bundesrepublik Deutschland

Wikipedia, 15.3.2024

Was sicherlich ein grundsätzliches Problem von Wikipedia ist, nämlich, dass dort Artikel erscheinen oder wieder verschwinden, wohl einzig und alleine abhängig vom Geldbeutel persönlich betroffener Mitbürger.

Und so ist es vielleicht wieder ein Thema, um über Enzyklopädien nachzudenken, die über Mindestkriterien bezüglich Transparenz und Wissenschaftlichkeit verfügen.