Klassenzimmer

2.4.02024 5 (5)

Beitragsfoto: Leeres Klassenzimmer | © Shutterstock

Besprechung

Angeregt von einer etwas offeneren E-Mail gab es heute eine etwas längere Besprechung, die ich schließlich nach drei Stunden beenden durfte. Dabei schafften wir es nicht nur den einen oder anderen offenen Punkt zu beseitigen, sondern auch noch weitere Planungen zu realisieren.

Wie es heute so aber ist, nach einer Besprechung ist auch vor einer Besprechung. Und auch hierbei gilt, eine Besprechung muss vor- wie nachbereitet werden. Was nun dazu führt, dass auch dieser Abend wieder etwas länger dauert.

Landschaftsplan

Mit großem Erstaunen konnte ich heute in der Heilbronner Stimme (2.4.2024: 30) lesen, dass die Stadt jüngst für 30 000 Euro eine Imagebroschüre herausgegeben hat, die extra für den fehlerhaften Landschaftsplan 2030 gedruckt wurde, der, wenn er bereits in der 135-seitigen Kurzfassung für den Gemeinderat gelesen wird, nur so von Fehlern strotzt.

Insgesamt hat dieser Plan 600 Seiten und Gemeinderätin Susanne Schnepf stellte dabei fest, dass zwar u. a. der Tabakanbau in Horkheim aufgeführt wird, den es übrigens nicht mehr gibt, dafür aber die Nagelfluhfelsen in Klingenberg, die regelmäßig für Ärger sorgen, nicht einmal Erwähnung finden. Man darf auch nicht von unserer Stadtverwaltung verlangen, dass diese auf 600 Seiten auf den Punkt kommt; es reicht völlig aus, wenn man laut Susanne Schnepf der eigenen Ideologie freien Lauf lässt. Und da der Plan wohl faktenarm, dafür aber ideologisch verbohrt sei, ist er laut Stadtverwaltung bestens dafür geeignet, um damit unsere meist jetzt schon völlig überforderten Schüler noch zusätzlich mit Nonsens zu belästigen.

Wer sich für diesen Plan interessiert, der kann ihn in insgesamt zehn einzelnen PDF auf der städtischen Website herunterladen; ich hoffe, dass die Autoren wenigstens die Druckfunktion gesperrt haben. Und wer jetzt tatsächlich einmal reinschaut, der stellt erstaunt fest, dass dieser Plan auf dem Grünleitbild von 1992 basiert, ein älteres haben die Autoren im Stadtarchiv wohl nicht gefunden. Ein Vorteil hat es aber, denn die Friedrich-Ebert-Trasse dürfte nun wieder ins Gespräch kommen. Auf alle Fälle aber zeigt auch dieser Plan wieder einmal, wie viele Jahrzehnte später unsere Verwaltung unterwegs ist. Nachdem ich selbst einmal kurz in den Plan hineinschaute, musste ich feststellen, dass dieser zumindest teilweise auf Informationen basiert, die Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte alt und damit überholt sind. Wer dafür 30 000 Euro in den Sand setzt, der müsste zumindest vom Gemeinderat gerügt werden, dieser begrüßt aber mehrheitlich den Plan und das dahinterstehende Meisterwerk an städtischer Verwaltung.

Frei nach Otto von Bismarck hat dies aber für uns einen ganz großen Vorteil, denn, wenn die Welt demnächst untergeht, dann in Heilbronn erst 50 Jahre später. Und wenn man dem tatsächlichen Autoren dieses Zitats folgt, dem Sozialdemokraten Franz Starosson, dann bleiben uns sogar noch 500 Jahre! Sage jetzt nochmals jemand etwas gegen die SPD.

Nachbereitung

Ob man das als schlechtes Omen ansehen kann, wenn die Kaffeemaschine nicht funktioniert, muss sich noch herausstellen. Auf alle Fälle aber war das Gespräch mit Detlef Stern auch ohne Kaffee interessant.

An der Vorlesung nahmen keine 50 Studenten teil, was mich nicht als Dozent, sondern als „Projektleiter“ etwas nachdenken lässt, denn es sind gerade jene Studenten, die nicht an den Vorlesungen teilnehmen, die dann beim Korrigieren die meiste Zeit beanspruchen. Dies mag bei anderen Dozenten nicht der Fall sein, bei mir ist es allerdings signifikant, nämlich, dass gerade jene, die nicht zuhören, einfach in der Klausur weiterhin um den heißen Brei herum schreiben und dabei sehr selten auf den Punkt kommen — und man sollte auf den Punkt kommen, wenn man Punkte haben möchte.

Ein oder zwei interessante Fragen waren heute dann doch noch mit dabei, die ich sehr gerne beantworten werde, wenn die entsprechende Vorlesung an der Reihe ist, wahrscheinlich können die Studenten die Frage dann selber beantworten. Mindestens ein Student nutzte die von mir im Vorfeld angebotenen Folien und stellte dabei sogar fest, dass ich meine Folien tagesaktuell präsentiere und entsprechend ändere.

Zum Schluss gab es noch eine zweigeteilte Aufgabe zu lösen, deren Lösungsangebote mir einen guten Überblick verschaffen können, wie weit die anwesenden Studenten bereits in ihren Studien fortgeschritten sind. Die Zeit läuft und sehr bald ist bereits Halbzeit …


Cäcilienbrunnen

1.4.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Cäcillienbrunnen

Laphorina

Diese Entdeckung kommt für meine Leser zwar für Ostern ein klein wenig zu spät, aber nichtsdestotrotz weise ich sehr gerne auf diesen Webshop namens Laphorina aus München hin. Und ein erstes Produkt, welches meine bessere Hälfte jüngst zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, hält meiner durchaus kritischen Prüfung stand.

Und wie es meine Leser wohl richtig vermuten, bin ich an Laphorina auch aus viel profaneren Gründen heraus interessiert — ich gucke immer sehr gerne, was andere so machen, denn man muss das Rad nicht immer wieder von Neuem erfinden.

Ein weiterer Vorteil, ich kenne die junge Dame, die hinter der Marke Laphorina steckt persönlich. Katharina Karl ist nicht nur die Inhaberin des Shops und der Marke, sondern auch ihre eigene Designerin. Und sogar den Webshop betreibt sie selbst — was mich nun wieder etwas mehr interessiert als die durchaus modisch stilvollen Taschen. Ich weiß aber inzwischen nach jahrzehntelanger Eheerfahrung, dass nicht nur meine bessere Hälfte, sondern wohl auch die Mehrheit meiner Leser mehr Interesse an Taschen und weiteren Accessoires hat als an der Funktionsweise von Websites, egal welcher Art.

Deshalb wird mir sicherlich auch das Teilen dieser Neuentdeckung eines Webshops verziehen werden.

Wiederholungen

Im Dezember 1984 schaute ich mir den Film Dune im Kino an. Dieser basiert auf einem Roman von Frank Herbert aus dem Jahr 1965. Da der Film gerade dort abbricht, wo es eigentlich spannend werden könnte, überlegte ich mir damals kurz, ob ich nicht das Buch lesen sollte. Dann aber stellte ich fest, dass es sich dabei um einen inzwischen sogar siebenbändigen Romanzyklus handelt und beschloss, lieber auf die Fortsetzung des Films zu warten.

Keine vierzig Jahre später kam dann — für mich völlig überraschend — 2021 der Film Dune erneut ins Kino. In der irrigen Annahme, dass es sich um die Fortsetzung handelt, schaute ich mir das neue Werk ebenfalls an; was für eine Enttäuschung. Und gestern war es dann so weit, dass ich mir nun auch noch den zweiten Teil des ersten Teils anschaute. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich überhaupt noch so alt werde, dass ich endlich zum wirklich spannenden Teil des Films komme? In erneut kaum vierzig Jahren könnte es sehr eng für mich werden …

Osterspaziergang

Der gestrige Osterspaziergang führte erneut an einer Europafahne vorbei. Und sogar das Wetter war sehr erfreulich. Ich genoss den Spaziergang in vollen Zügen, bevor ich mich dann den anstehenden Rundschreiben widmete.

Wohl der bevorstehenden Gemeinderatswahl geschuldet, nutzten Herbert Burkhardt, Michael Kuhn und Artur Lorenz das gute Wetter, um schon einmal die ersten Bauzaunbanner auszuprobieren.

Bauzäune
© Herbert Burkhardt

Statt Ostereier — auf dem gestrigen Spaziergang konnte ich einen jüngeren Familienvater dabei beobachten, wie er Ostereier und ähnliche Dinge in einem Regenrückhaltebecken, eine Verwendung, die ich so noch nicht kannte, versteckte — zu suchen, könnten meine Leser aus Heilbronn die Gelegenheit nutzen und die ersten aufgestellten Werbeplakate suchen. Auf alle Fälle hat Herbert Burkhardt sichergestellt, dass bereits alle Kandidaten aus Neckargartach zu finden sein werden.

Gerne gebe ich dabei den ersten Hinweis, wo diese Plakate zu finden sind.


Verdeutlichung der Zeitumstellung in Mitteleuropa

30.3.02024 4.6 (8)

Beitragsfoto: Zeitumstellung | © Pixabay

Angrillen

Mein Grill wurde so spät wie noch nie angeworfen. Ob dies der reinen Bequemlichkeit oder meines zunehmenden Alters geschuldet ist, bleibt einmal dahingestellt. Erfreulich dabei, dass es keine Komplikationen gab, was nach all den Jahren für den Grill spricht.

Der Grund für das Grillen war ein Treffen der Deutsch-Afrikaner; inzwischen dürfte ich auch schon 14 Jahre dort Mitglied sein. Wie bereits im Blog erwähnt, ist meine Mitgliedschaft eine direkte Folge meines Berufes, welche eindeutig mit zu den angenehmeren gehört.

Und so war der Abend ein gelungener Start in die Grillsaison — die Sachsen unter uns werden mich gleich eines besseren belehren und mich darauf hinweisen, dass doch das gesamte Jahr über gegrillt wird; was mich nun wieder von sehr erfrischenden Grillabenden im Schnee schwelgen lässt.

Beim heutige Grillen konnte ich meine Französischkenntnisse etwas auffrischen und erstmals auch etwas länger einer Unterhaltung in Ewe, einer Gbe-Sprache, folgen. Ewe wurde übrigens erst während der deutschen Kolonialzeit zu einer Schriftsprache.

Sommerzeit

Der übliche halbjährliche Aufreger steht wieder vor der Tür, die Umstellung sämtlicher Uhren, auch der inneren auf die unsägliche und völlig unnütze Sommerzeit. Letztmals habe ich im Herbst 2020 etwas ausführlicher darüber geschrieben, zu einer Zeit, in der noch Hoffnung darauf bestand, dass unsere Volksvertreter wenigstens die Abschaffung dieser unnützen wie teuren Angelegenheit umsetzen werden können — beschlossen hatten sie dies bereits schon einmal. Dabei haben sie aber wohl ganz vergessen, dass es bei uns nur dann neue Gesetze oder auch nur die Abschaffung von überholten Gesetzen gibt, wenn unsere Legislative selbst daran etwas verdienen kann.

Dabei sollte es uns allen und ganz besonders unseren Volksvertretern bewusst sein, dass wer Geld verdienen möchte, sich eine möglichst gute und fordernde Arbeit suchen muss! Der Dienst als Volksvertreter ist ein reines Ehrenamt, welches leider schon länger mit all den Diäten und sonstigen Zuwendungen völlig ad absurdum geführt wurde!

Und selbst dann gucken viel zu viele Abgeordnete nur darauf, wie sie an noch mehr Geld kommen können. Deshalb wird wahrscheinlich das mit einer funktionierenden Gesetzgebung nur dann etwas werden, wenn unsere Abgeordneten wie Profi-Fußballer auch noch pro Tor (Gesetz) eine Prämie erhalten. Und so könnte man einmal ein Rechnung aufmachen: Was sparen wir am Ende der Sommerzeit? Diese Ersparnis legen wir auf unsere Abgeordneten um — als eine „Tor-Prämie“ sozusagen.

Nachtrag 31.3.2024

In Chris Kurbjuhns Netzecke ist heute zu lesen: „Es ist keinesfalls Aufgabe der Politik, Kritik der Bürger an sich selbst in ‚die richtigen Bahnen zu lenken‘. Aufgabe der Politik ist es, diese Kritik auszuhalten, zu evaluieren und, wenn berechtigt, zu nutzen um zukünftig einen besseren Job zu machen.“

Vermischtes

Gestern erhielt ich eine erfreuliche E-Mail, sozusagen „aus der Vergangenheit“, denn das letzte Treffen dürfte mindestens zwanzig Jahre her sein. Der Einstieg, den der Schreiber dabei wählte, kaum zu übertreffen: „Ich war mal wieder auf Deinen Internetseiten, vieles spricht mir aus der Seele.“ Auf alle Fälle haben wir uns nun zu einem gemeinsamen Abendessen verabredet — das Spannende dabei, dies in einem Städtchen in der Nachbarschaft, in dem mein baldiges Gegenüber wohl dienstlich unterwegs ist. Und wie es der Zufall so will, bin ich dort demnächst auch mal wieder vor Ort — das letzte Mal war es wohl noch als Praktikant.

Auch gestern verabredete ich mich noch mit Herbert Burkhardt, um gleich heute morgen Wahlplakate, Banner und Broschüren umzustapeln. Da Michael Kuhn auch mit dazu kam, ging es schneller von statten als befürchtet. Was mir gerade recht kam, da ich für heute Abend noch meinen Grill einsatzbereit bekommen muss — zwar etwas spät, aber besser als nie.

Und weil ich schon einmal auf meinem Server unterwegs war, habe ich gleich auch mal einen Webshop angefangen einzurichten — aus reiner Neugierde, weil ich gerne einmal sehen möchte, wie das inzwischen mit der Bezahlung und Abrechnung funktioniert; hierbei hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges sehr positiv entwickelt. Da ich für das Basteln aber zurzeit wenig Gelegenheit habe, und es mehr so — dies ganz im wahrsten Sinne des Wortes — eine Nacht und Nebelaktion ist, wird es noch eine ganze Weile dauern. Vielleicht habe ich bis dann auch eine eigene Verwendung für so einen Webshop gefunden.

Sehr erfreulich der gestrige Gottesdienst in der Kilianskirche, denn der Bach-Chor unter Leitung von Agnes Karasek hat mich positiv überrascht, dies obwohl die Dirigentin sehr kurzfristig eingesprungen ist.

Höhepunkt des gestrigen Tages war dann aber ein Triple! Über den Tag verteilt, konnte ich gleich dreimal bei Siedler von Catan gewinnen, was meine Mitspieler nicht besonders erfreute. Aber wenn es einmal läuft, dann läuft es einfach.