US Flagge

TV-Duell 4.6 (10)

Beitragsfoto: US Flagge | © Pixabay

Auch wenn ich aktuell ganz andere Dinge im Kopf habe, muss ich dennoch etwas zur gestrigen TV-Debatte zwischen Kamala Harris und Donald Trump schreiben. Das beste Fazit zur Debatte hat aber sogleich die Musikerin Taylor Swift gezogen, die sich dabei nicht nur als „Childless Cat Lady“ outete, sondern auch bekanntgab, ihre Stimme Kamala Harris zu geben. Als sie dann auch noch ihre Fans aufforderte, sich aber selbst kundig zu machen, um eine eigene Wahlentscheidung treffen zu können, war es soweit, dass ich einen Musiker zum ersten Mal nicht wegen seiner Musik schätzen lernte — noch heute kenne ich kein einziges Lied von ihr, was sich nun wohl ändern wird.

Für alle von uns die heute Nacht weder die Zeit noch die Lust dazu hatten, um der Debatte live zu folgen, gibt es hier nun die Aufzeichnung.

Für mich war es dabei nur noch ekelhaft, wie sich Donald Trump zum 6. Januar 2021 äußerte! Noch ekelhafter, dass sich gleich nach einer aktuellen Umfragen nach der Debatte immer noch 37 % der Zuschauer für Donald Trump aussprachen!

Gemäß der jüngsten Umfragen wird die Wahl weiterhin ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Demokratie und Diktatur werden. Hoffen wir, dass sich die US-Amerikaner auch dieses Mal ausreichend für ihre Demokratie entscheiden und Kamala Harris zur nächsten US-Präsidentin wählen.

Nachtrag 13.9.2024


Untergang

Rote Pille 4.3 (6)

Beitragsfoto: Untergang | © Gerd Altmann auf Pixabay

Auch wenn ich es nicht wollte, heute musste ich die rote Pille schlucken. Aber nicht die, welche gerne von Schwurblern und sonstigen Irren gereicht wird, sondern einfach nur jene, die in der Matrix-Trilogie Verwendung findet.

Bereits 1801 soll Heinrich von Kleist, der in Heilbronn etwas bekannter sein dürfte, das Folgende geäußert haben: „Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün … So ist es mit dem Verstande. Wir können nicht entscheiden, ob das, was wir Wahrheit nennen, wahrhaft Wahrheit ist, oder ob es uns nur so scheint.“

Aber auch dann, wenn es eine und schon gar nicht die Wahrheit gibt und im Falle dass doch, diese nur Gott bekannt ist, wurden heute zumindest und dies nicht nur mir die Augen geöffnet.

Und schon sind wir wieder bei Matrix, wobei sich wohl auch Neo nach der Pille nicht gerade wohl fühlte. Die Realität ist letztendlich aber vor allem für jene grausam, die ihr noch nie in die Augen schauen wollten!

Aber nun wieder zurück — ganz andere Baustelle (!) — zu den „Schlafschafen“, welche die Schwurbler so gerne zitieren, die nehmen nämlich tatsächlich die blaue Pille und wählen AfD (was hier auch ganz gut passt) und neuerdings sogar das BSW.

„Der Liebe, die bewegt die Sonn und die Sterne!“

Dante Alighieri, Die Göttliche Komödie, letzter Satz

Wald

Practical Stoic 5 (3)

Beitragsfoto: Wald | © Joe from Pixabay

Überraschungen sind eigentlich eine feine Sache. Dann aber gibt es auch jene von der Sorte, die man nicht haben möchte. Aktuell muss ich nicht einmal den „Daily Stoic“ oder die „Briefe an Lucillus“ bemühen, um mich in der Stoa üben zu können.

Eins nach dem anderen wird nun abgearbeitet und dabei geguckt, was noch so alles geschehen kann. Schön dabei zu erfahren, dass man nicht alleine in der Welt unterwegs ist, sondern dass es auch andere Individuen gibt, die einen auf dem Weg begleiten. Und es sind immer wieder diese gemeinsamen Wegstrecken, die das Leben schön und erinnerungswert machen.

Damit man aber nicht beginnt, sich auf sein ganz eigenes direktes Umfeld zurückzuziehen, gibt es Dinge, die man einfach macht, weil sie inzwischen mit dazu gehören. Und so gucke ich schon jetzt auf den Beginn des Wintersemesters und ganz besonders auf die 8. Hertensteiner Gespräche. Hierbei können sich jene freuen, die ich situationsbedingt nun einmal weniger auf diese hinweise.

Schön wäre es, wenn es dennoch weitere Interessenten gibt, die ganz von alleine auf die Idee kommen und sich noch zu diesen Gesprächen am Samstag, 21. September 2024 anmelden. Denn letztendlich sind es diese gemeinsamen Austausche, die das eigene Leben lebenswerter machen.

Und solche Gelegenheiten sollte man nutzen, so lange man es noch kann.

Für mich persönlich gibt es schon jetzt ein sehr positives Fazit, egal wie es auch aussehen oder „wie schlimm“ das Leben auch sein mag, man findet Situationskomik wirklich überall und so wurde im Familienkreis das „Happy Kadaver Weekend“ aus der Taufe gehoben.

Und bei nächstbester Gelegenheit schaue ich mir wieder einmal den Film „La vita è bella“ (1997) von Roberto Benigni an.