Tasche

11.10.02024 5 (10)

Beitragsfoto: Tasche

Vermischtes

Heute wurde ich einstimmig von meinem Amt als Vorsitzender der Freien Wähler entbunden, gut zwei Jahre durfte ich diesen Verein führen. Sehr gefreut habe ich mich dabei über eine Tasche, die aus einem alten Bauzaunbanner gefertigt wurde — eine nette Erinnerung an einen sehr schrägen Wahlkampf.

Interessant, wie ein gemeinnütziger Verein in Heilbronn, nämlich der Stadt- und Kreisjugendring, über ein Bankkonto von 1,46 Millionen Euro verfügen kann. Jene Heilbronner Vereine, bei denen ich Mitglied bin, bekommen da schon viel früher Ärger mit dem Finanzamt. Noch interessanter ist es aber, dass der Stadt- und Kreisjugendring weiterhin mit Steuergeldern finanziert wird.

Dafür geht es der Frankenbahn weiterhin nicht gut, was für keinen eine Überraschung mehr sein dürfte.

Steuerverschwendung

In einem sind sich Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD einig. Unsere Steuergelder dürfen ohne jegliche Hemmungen aus dem Fenster geworfen werden, besonders dann, wenn sich unsere Abgeordneten selbst dabei mehr als gesund stoßen können.

Und spätestens wenn unser Landtag über 200 Abgeordnete verfügt, sind die Gemeinderäte im Land an der Reihe — eine Verdopplung dürfte ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Deswegen sabotieren wohl auch die Rathäuser das Volksbegehren „Landtag verkleinern in Baden-Württemberg“, auch denkt die Heilbronner Stadtspitze schon etwas länger über einen Rathausneubau nach. Am Ende könnte die gesamte Kernstadt alleine für Rathaus und Verwaltung dienen, dann wäre auch die Debatte um Leerstände und falsche Geschäfte beendet.

Da nicht nur wir Bürger, sondern auch immer mehr Betriebe und Firmen an der immensen Steuerlast und völlig überbordeten Bürokratie zerbrechen, stellt sich so langsam aber sicher die Frage, wie wir diesen Bürokratie- und Verwaltungswahn weiter bezahlen wollen.

Bis dahin gilt weiter das deutsche Credo, dass zehn Nichtschwimmer einen Rettungsschwimmer ersetzen.

Panaeng Curry

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich in Heilbronn eine gute Erdnusssoße in einem Restaurant gegessen habe, etwa 30 Jahre. Und so nutzte ich die Empfehlung einer Bekannten und die Gelegenheit eines Stammtisches, um u. a. obige thailändische Spezialität zu versuchen.

Ein Wok-Gericht mit roter Currypaste und Kokosmilch, Erdnüssen, Bohnen, Paprika und noch mehr Erdnüssen. Statt Ente wählte ich Hühnchen.

Die Schärfe des Gerichts war so gewählt, dass man immer noch die verschiedenen Zutaten herausschmecken konnte, besonders gut dabei die Erdnüsse.

Ich war mit diesem Hauptgang mehr als zufrieden, die Vorspeise mit einer akzeptablen Erdnusssoße fand ich aber insgesamt ein wenig zu trocken, dafür waren die mit Honig gebackenen Bananen an Speiseeis eine sehr gute Entschädigung.

Ich werde das Asia Noy auf alle Fälle noch einmal aufsuchen und dabei wohl bei diesem Gericht bleiben; man kann es auch mit Rindfleisch kombinieren.

„Eher musst Du Dich danach umsehen, mit wem Du isst und trinkst, als was Du isst und trinkst.“

epikur, zitiert von Seneca, 2. Buch, 19. Brief (2018: 13)

Blitz

Wilde Weiber 5 (3)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ob bereits in der Bibel bei „Adam und Eva“ oder jüngst in der USA, es sind immer „wilde Weiber“ die dafür sorgen, dass ein vernünftiges Miteinander nicht mehr möglich ist.

Ein Ayatollah Khomeini wäre ohne schreiende Weiber nie möglich gewesen; das heutige Afghanistan ebenfalls nicht.

Ohne wilde Weiber wäre ein Donald Trump in den USA als Präsident nicht denkbar.

„Grab ’em by the pussy“ und man ist zumindest Spitzenkandidat bei den Republikanern. Aber nicht doch! die Republikaner sind alles andere als ein völlig antiquierter Männerverein!

Unzählig die Groupies von Donald Trump.


Kerzen

7.10.02024 4.9 (10)

Beitragsfoto: Kerzen | © Pexels auf Pixabay

Vermischtes

Kevin Kühnert macht sich vom Acker und baut darauf, dass ihm die SPD fortan sein Luxusleben weiter sichert. Spätestens seit Helmut Kohl ist dies bei uns Staatsräson. Wenn es keine freie oder neue Bundesagentur mehr gibt und auch sämtliche „Staatsbetriebe“ schon vergeben sind, könnte doch zumindest ein CumEx-Aufsichtsrat (die Verbindungen der SPD dorthin sind bestens) oder der Botschafterposten im Vatikan (die CDU hilft sicherlich gerne) freiwerden.

Erfreulich, dass wir einen Nachfolger für mich als Vorsitzenden der Freien Wähler gefunden haben. Nun ist es an der Zeit, um zur Seite zu treten und der Jugend Platz zu machen. Ich bleibe noch auf Wunsch eine Weile beratend tätig, bin aber selbst davon überzeugt, dass man meine Expertise eigentlich nicht mehr benötigt — die „wesentliche eigene Leistung“ (Fachbegriff) ist erbracht und so wird es für den Verein weiter vorwärts gehen, mit mir aber auch ohne mich.

Ach ja, die SPD und andere wollen in Heilbronn nun die Neckarhalde überdachen, dabei haben sie meine jüngsten entsprechenden Vorschläge wohl nicht so ganz richtig verstanden. Für mich sind Bäder wichtige Infrastruktur, um den Bürgern das Schwimmenlernen wie auch den Schwimmsport zu ermöglichen. Nicht wie von der Stadtspitze seit Jahren gewollt und gefördert, auch noch im Wasser zu trinken, zu essen, zu rauchen und ansonsten dort nur dumm herumzustehen — ok, man tratscht dabei auch noch gerne mit seinesgleichen. Und so wird der Gemeinderat demnächst auch noch dafür sorgen, dass selbst die Neckarhalde nun zu einem reinen Planschbecken und „Wasserbesen“ (neue Wortschöpfung) wird. Apropos Leistungssport in Heilbronn, wohl nur dann, wenn Besenbesuche olympisch werden!

Gleich morgen gibt es ein Käffchen zusammen mit Detlef Stern, danach geht jeder von uns in seine eigene Vorlesung bzw. Seminar, mittags sitzen wir erneut kurz zusammen bevor jeder wieder in seinem Seminar verschwindet. Ich bin schon jetzt gespannt darauf, ob die Seminaristen mit eigenen Ideen aufwarten können.

7. Oktober

Heute vor einem Jahr verantwortete die Hamas den brutalsten Völkermord an wehrlosen Israelis seit dem Yom Kippur Krieg. Hemmungslose Lustmörder schändeten dabei Frauen und Kinder, folterten Menschen zu Tode und verschleppten weitere unschuldige Opfer meist auf Nimmerwiedersehen.

Derweil tanzten Palästinenser und Muslime weltweit vor Begeisterung und feierten jedes einzelne Mordopfer. Mir klingen heute noch die Freudengesänge selbst von bei uns Asylsuchenden in den Ohren, welche nicht nur in Berlin und Heilbronn die Ausrottung Israels forderten.

Verantwortliche Religionsführer und die üblichen Verdächtigen unserer eigenen „Friedensbewegten“ schwiegen und schweigen noch heute — ihr abgrundtiefer Antisemitismus lässt alles Menschliche in ihnen verdorren.

Kurz darauf begannen sich die Israelis zu wehren, was leider unvermeidbar weitere unschuldige Leben kostete und auch noch kosten wird.

Seitdem müssen wir das erbärmliche Klagen und dem widerlichen Jammern von ertappten Massenmördern, deren Anstiftern und treuem Gefolge ertragen.

Und nun fordern viel zu viele erneut gebetsmühlenartig einen Frieden im Nahen Osten, dabei müsste jeder wissen, dass man mit Mördern keinen Frieden schließen kann. Wie zum Ende des Zweiten Weltkrieges auch, ist eine bedingungslose Kapitulation dieser Terrororganisationen der einzige gangbare Weg, für den Fall, dass man tatsächlich einen tragfähigen Frieden möchte.

Erschreckend wie gerade in genau dieser Sache der ÖRR (ZDF Spezial) Massenmördern und deren PR-Managern eine Bühne gaben — auch so kann man bei uns seinen eigenen Antisemitismus ganz gefahrlos ausleben.

Führerschein

Da ein Führerschein immer weniger ein Nachweis dafür ist, dass sein Besitzer auch Autofahren kann, sollte man schleunigst damit beginnen und ein wenig mehr Transparenz in die Sache bringen.

Mein Vorschlag: bei jedem Unfall oder schwereren Verkehrsdelikt wird zusätzlich mit angegeben bei wem der Fahrer seine Fahrstunden und -prüfung absolviert hat. Im Falle, dass eine Fahrschule überdurchschnittlich viele Unfallfahrer und Kriminelle hervorbringt, verliert diese ihre Lizenz.

Zudem sollte bei Todesfällen immer geprüft werden, ob man den Prüfer nicht mit in Haftung nehmen kann — ein Führerschein hat etwas mit Reife und Fahrvermögen zu tun und sollte nicht einfach nur so gekauft werden können.

Auch könnte man einmal prüfen, warum sich so viele Heilbronner Stadtbusfahrer bei jedem Zebrastreifen (ganz besonders jenen in der Wollhausstraße) immer öfters überlegen, ob sie bremsen sollen oder nicht — auch bei deren Schulung scheint es große Mängel zu geben.

„Wo auch immer du dich versteckst, menschliche Übel umtosen dich.“

Seneca, 10. Buch, 82. Brief (2018: 659)