Lesezeichen

Dummland 4.8 (8)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Johannes Pennekamp | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eine Generation von Bildungsverlierern wächst heran (zuletzt aufgerufen am 28.12.2024, 17.49 Uhr)

„12,8 Prozent der Jugendlichen hatten im Jahr 2023 höchstens einen Abschluss der Sekundarstufe eins [Hauptschule bis Realschule]. …

Demnach hatten 2018 14,4 Prozent der 20- bis 34-Jährigen keine abgeschlossene Berufsausbildung. Bis 2022 stieg der Anteil auf 19,1 Prozent, was 2,86 Millionen jungen Menschen entspricht. … Unter jungen Menschen ohne deutschen Pass stieg der Anteil ohne Berufsabschluss von 2018 bis 2022 von 33 auf 38 Prozent.

Jeder Fünfte ohne Berufsabschluss ist aktuell arbeitslos gemeldet. Viele andere Betroffene dürften sich mit Helferjobs und niedrigen Löhnen durchschlagen. …

Wößmann und seine Kollegen haben in einem Modellprojekt gezeigt, dass es einen großen Unterschied macht, wenn leistungsschwache und bildungsferne Acht- und Neuntklässler einen Mentoringpartner zur Seite gestellt bekommen, der sie in zweiwöchentlichen Treffen unterstützt und eine Beziehung zu ihnen aufbaut. Drei Jahre nach Programmstart waren doppelt so viele Jugendliche in Ausbildung wie in der Kontrollgruppe.“


Beängstigender aber dennoch lesenswerter Artikel. Gut dabei ist, dass auch andere das meseno-Modell des Treffpunkts ausprobieren und dabei ebenfalls positive Erfolge verzeichnen können.

Und dass wir in Deutschland ein Bildungsproblem haben, thematisiere ich schon von Anfang an in meinem Blog. Bereits als Kompaniechef Anfang der 1990er-Jahre kam ich zum Ergebnis, dass unser Bildungssystem insgesamt abgewirtschaftet hat — einfach nur Bildungsabschlüsse zu verschenken hilft keinem.

Auch wenn erneut festgestellt wurde, dass wir die Masse der Dummen weiterhin importieren, hilft auch ein Einwanderungsstopp nicht wirklich weiter. Zum einen haben wir ausreichend eigene Deppen und zum anderen reisen auch halbwegs intelligente Menschen nach Deutschland ein.

Wir benötigen als erstes eine Wende hin zu einer Leistungsgesellschaft und dazu auch ein entsprechendes Einwanderungsgesetz. Und als zweites müssen wir Dummheit wie auch Faulheit unbedingt sanktionieren.


Blitz

Frage 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Zu Weihnachten bekam ich von einem netten Menschen Albert Camus‘ „Der Mythos des Sisyphos“ geschenkt, was mich zu einer sofortigen erneuten Lektüre verführte.

Meine Frage des Tages: Ist Gott glücklich?

Dass es sich hierbei um eine rhetorische Frage handelt, dürfte meinen Lesern klar sein, zumindest aber den Lesern des obigen Buches.


Konzert

Zum Jahresausklang 5 (4)

Beitrag: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

1984 gab es wohl keine Autofahrt, bei der dieses Lied nicht lief; besonders auf der Autobahn sorgte es für ein wenig Entspannung. Das Ganze ist nun auch schon wieder 40 Jahre her.

https://youtu.be/YAQQwjfB1wM?si=5RsPjJLcDgMDsgPs

1982 gründete Hans-Jürgen Buchner die Gruppe Haindling. Bis zu obigem Ohrwurm „Lang scho nimmer g’sehn“ war mir diese Gruppe nicht bekannt, was sich mit meinem Umzug 1984 nach München sehr schnell änderte. Der Song befindet sich auf der Platte „Stilles Potpourri“ (1984), die nach „Haindling 1“ aus 1982 erst die zweite Platte der Gruppe war.

Wenn man schon der Gruppe Haindling „gedenkt“, dann darf „Das ewige Lied“ nicht fehlen. Dieses findet man auf der Platte „Zwischenlandung“ aus 1998, was mich kurz aufhorchen ließ, dass es diese Gruppe überhaupt noch gab.

Aktuell bekomme ich mehrere Hinweise, ich solle den Jahreswechsel doch etwas entspannter angehen lassen. Und dies lässt mich nun an eine Gruppe denken, die aus dem „Wilden Süden“, genauer gesagt aus dem Südwesten unseres Landes stammt und von der Mundart her eher zu meiner eigenen Herkunft passt — Kathi, nichts gegen Niederbayern!

Wolle Kriwanek ist für mich schon immer Kult. Hier sein Lied UFO (1980)

Die Platte „Schwabenrock“ stammt ebenfalls aus 1984 und befand sich sofort in meiner Diskothek. Wolle Kriwaneks Außerirdische waren auf alle Fälle keine Vogonen — denn uns gibt es heute noch.

Hörenswert auch sein „Badwanna Blues“ (1976) oder sein „Reggae Di uff?“ (1981).

Ok, zumindest für heute lasse ich das Bloggen einmal sein.

„Es gibt einen offenkundigen und durchaus moralischen Tatbestand, dass ein Mensch immer Gefangener seiner Wahrheiten ist.“

Albert Camus (2023: 44)