Münzen und Euro

13.11.02025 5 (1)

Beitragsfoto: Münzen und Euro | © Pixabay

Vermischtes

Heute mal wieder etwas im Stadtbad herumgeplätschert und dabei rein zufällig ein nettes Gespräch mit einem Altstadtrat geführt. Man könnte bei uns so eine Art römische Therme aufleben lassen, das hätte tatsächlich Charme. Und vielleicht entwickelt sich bei uns dann auch wieder so etwas wie Badekultur. Unabhängig davon benötigen wir wieder ein echtes Hallenbad, wo Schwimmer ihre Runden ziehen können.

Nach 232 Jahren wurde gestern der letzte Penny geprägt, ein Ereignis, das der New York Times einen eigenen Artikel wert war. Anscheinend waren die Prägekosten zu hoch, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, weil sämtliche Münzen und Geldscheine in eine Gesamtrechnung gehören. Bis nun allerdings sämtliche Pennys aus dem Verkehr gezogen sind, wird es sicherlich mehr als 200 Jahre dauern, ganz besonders dann, wenn der Dollar weiterhin US-Währung bleibt.

Manchen Zeitgenossen wäre es noch lieber, wenn man in Gänze auf Münzen und Geldscheine verzichtet. Deshalb setzen die US-Amerikaner mit dem Wegfall des Penny ein völlig falsches Signal. Nun bin ich einmal gespannt darauf, wie die EU demnächst reagieren wird.

Wie vor ein paar Tagen hier bereits thematisiert, haben Union und AfD heute im Europäischen Parlament eine Allianz geschmiedet — Brandmauer und Wehrpflicht sind nur noch Worthülsen, um noch besser blenden und täuschen zu können.

Abends gab es dann noch ein paar Tänzchen in der Tanzschule. Man muss sich die Welt einfach schön tanzen.

Wehrpflicht

Die Donald Trumps unserer Gesellschaft lachen sich nun allesamt ins Fäustchen. Wie wir wissen, war der US-Präsident für den Militärdienst zu blöd und dazu noch körperlich völlig ungeeignet, was während dem Vietnamkrieg zwar in der Regierung keinen störte, aber wohl seinen Vater dazu motivierte, ihn aus dem Rennen zu nehmen — ähnlich wie es bei uns bereits zu Kalten Kriegszeiten üblich war. Donald Trump hätte bereits die Einsatzvorbereitungen nicht überlebt. Bei uns nahm man auf solche Soldaten, wenn sie durchs System gerutscht waren und doch ihren Dienst antraten, besondere Rücksicht, wenn man sie nicht doch noch ausmustern konnte. Ich erinnere mich dabei gerne an „meine“ beiden Pat und Patachons, die zu hüten unmöglich war.

Interessant auch, dass solche männlichen Wesen, die keinen Wehrdienst überleben würden, sich später sehr gerne mit kleinen Mädchen umgeben. Zumindest haben diese Exemplare gelernt, dass sie bei ausgewachsenen Frauen keinen Stich hätten.

Nun aber scheint es festzustehen, dass die Donald Trumps unserer Gesellschaft die Wehrpflicht zurückholen. Dass es sich dabei um eine plumpe Lüge handelt, dürfte allen bereits jetzt klar sein! Eine Wehrpflicht ist nur dann eine solche, wenn sie zumindest für alle Staatsbürger gleichermaßen gilt — ohne Ausnahme!

Und dazu bedarf es einer Musterung für alle! Dazu bedarf es zudem vorab von verantwortlichen Militärs festgelegte Kriterien für einen Soldaten.

Nach der Musterung steht dann fest, dass ein Bürger wehrfähig ist oder nicht. Wehrunfähig ist er oder sie und alle dazwischen und gerne auch außerhalb dann, wenn er zu klein, zu fett, zu dumm, zu krank, zu irre oder auch nur moralisch völlig ungeeignet ist. Das bekommt dieser Bürger schriftlich, was dann auch weitere Auswirkungen auf seine künftigen Beschäftigungen und Tätigkeiten haben muss.

Gerne kann man aus diesem Pool dann Bürger für Polizei, Feuerwehr oder soziale Einrichtungen gewinnen und dies dann mit einer Wehrdienstzeit verrechnen.

Alle Wehrtauglichen sollten weiterhin ihren Wehrdienst verweigern können, leisten dann aber folgerichtig bei Bedarf ihren Dienst in einer verteidigungsrelevanten Institution ab, wie z. B. Militärkrankenhaus, oder stehen dem Militär für Reinigungs- und Pflegearbeiten zur Verfügung — auch das muss in Krisen und Kriegszeiten erledigt sein.

Alle Wehrfähigen, Wehrwillige wie auch nicht anerkannte Wehrverweigerer, stehen nach Eignung und Befähigung gereiht nun der Bundeswehr für den Militärdienst zur Verfügung. Bei und je nach Bedarf beruft die Bundeswehr diese Wehrpflichtigen ein und bildet sie aus.

Diese leisten dann ihre Wehrpflicht ab und werden danach für Ihre Pflicht adäquat entlohnt — man könnte dabei sogar an Steuerreduzierungen denken.

Einfach nur ein paar junge Männer einzuziehen, nur weil diese gerade greifbar sind und nicht nach einem „Losentscheid“ schnell genug weglaufen können oder möchten, ist keine Wehrpflicht, sondern nur eine große Lüge!

LLM

Ein ganz netter Euphemismus für ein Unterdrückungstool, zumindest aber ein nett gemachtes Instrument, um denkfaulere Menschen sehr leicht beeinflussen und in bestimmte Richtungen lenken zu können.

Was nun auch erklären könnte, warum sich so viele (einfluss)reiche Menschen um diese Technologie bemühen.

Manche Bücher lese ich einfach nicht, bin dann aber doch etwas neugierig, was darin stehen könnte, vor allem dann, wenn das besagte Buch nur so durch die Social Media gereicht wird.

Und so nutze ich hin und wieder ein LLM, um mir den Inhalt kurz darlegen zu lassen. Und gerne auch, um zu gucken, wie meine eigenen Bücher zusammengefasst werden. Beides zusammen gibt mir einen Hinweis auf die Genauigkeit des vom LLM zusammengefassten Inhalts.

Und so wollte ich vor Kurzem wissen, was ChatGPT über das Buch von Virginia Guiffre so alles weiß. Erst legte es so richtig los, dann aber löschte es das bereits Geschriebene und wies mich auf das Folgende hin:

„Dieser Inhalt verstößt möglicherweise gegen unsere Nutzungsbedingungen und Nutzungsrichtlinien.“

ChatGPT (13.11.2025)

Aus meinen Büchern zitiert dieses LLM aber weiterhin ganz hemmungslos. Ich bin allerdings auch kein US-Präsident oder Schwerkrimineller.


Tempus

12.11.02025 5 (4)

Beitragsfoto: Tempus fugit velut umbra

Telekom

Das muss die glorreiche KI sein, denn ich bekam erst per E-Mail Hinweise, dass meine Telekom-E-Mail gehackt sei und missbraucht wird, und heute dann sogar per Briefpost.

Das Problem dabei, seit 2002 nutze ich weder diese E-Mail, noch habe ich ein entsprechendes Konto dafür. Um dem freundlichen Hinweis der Telekom nun zu folgen, wählte ich mich bei meinem Telekom-Konto ein und änderte dort auch mein Kennwort.

Dann auch noch ganz brav das Kennwort für ein E-Mail-Konto, das ich gar nicht habe. Könnte vielleicht aber sein, dass die Telekom seit gut 20 Jahren für mich ein solches Konto bereithält.

Um dies alles einmal zu klären und vielleicht auch zu erfahren, wer vielleicht seit gut 20 Jahren mein E-Mail-Konto bei der Telekom nutzt, habe ich dort einmal nachgefragt.

Ich bekam nach etwa drei Stunden sogar eine Antwort. Dabei wurde keine einzige meiner Fragen nicht einmal im Ansatz beantwortet. Dafür erklärte man mir aber die Bedeutung vom regelmäßigen Ändern aller verwandten Kennwörter und weiteren schönen Dinge des Internets.

Tatsächlich würde es mich aber interessieren, warum ich das Kennwort für ein E-Mail-Konto regelmäßig ändern muss, das ich weder eingerichtet habe noch selber nutze?

Da in Kürze das neue Telekom-Rechenzentrum mit 10 000 Nvidia-GPU in München entsteht, darf ich nun darauf hoffen, dass die Telekom mir diese Frage sogar einmal beantworten können wird — die KI macht es möglich!

Buchprojekt

Ernüchtert von der E-Book-Reihe „Hertensteiner Gespräche“ wollte ich das Bücherschreiben einmal lassen. Und kaum hatte ich diese Absicht gefasst, fiel mir das Buch „Wenn Russland gewinnt“ von Carlo Masala in die Hände. Schnell gelesen weckt es in mir zwar nicht das Verlangen selber etwas über mein ureigenes Fachgebiet zu schreiben, sondern das Projekt „Hertenstein“ etwas anders anzugehen.

Die mir bis dato vorliegenden Protokolle der 9. Hertensteiner Gespräche werde ich nun in Kürze auf die Webpage stellen, mein Entwurf zum entsprechenden E-Book ins digitale Nirwana überführen und dafür kurz entschlossen das Buch Hertenstein schreiben.

Wenn nun der eine oder andere Leser dieses Blogs ‘mal ein paar Beiträge vermissen wird, dann könnte dies daran liegen, dass ich an besagtem Buch schreibe. Ob das Buch letztendlich realisiert werden wird, weiß ich selbst noch nicht. In einem bin ich mir aber ziemlich sicher, ich werde es für eine ganz bestimmte Leserschaft schreiben.

Vermischtes

Ich war gestern nicht der Einzige, der den Start in die kommende Narrenzeit verpasst hat. Bei mir hält sich das Bedauern allerdings sehr in Grenzen.

Dafür gab es ein paar gute Gespräche im Zuge einer Veranstaltung in Stuttgart; nett, wenn man dabei auf seine eigenen Leser trifft.

Erfreulich heute zu lesen, dass Verena Hubertz eine zusätzliche Abgabe für Gutverdienende ins Spiel gebracht hat, nämlich für jene, die in einer staatlich geförderten Sozialwohnung leben. Das war hier im Blog bereits im Vorfeld zweier Gemeinderatswahlen Thema; eine Idee, die selbst von SPD-Gemeinderäten in Heilbronn sehr gerne unter den Tisch gekehrt wird.

Sobald Politiker der eigenen Klientel ins Fleisch schneiden müssten, ist es aus mit den guten Ideen. Wenn es einen selber beträfe, freut man sich, dass man solche Volksvertreter hat. Wenn es andere betrifft, dann können solche Ideen nicht weit genug gehen.

Und genau das ist unser Demokratieproblem. Zum einen will keiner (kaum einer) selber verzichten und zum anderen findet man immer weniger Volksvertreter, die ihrem eigenen Klientel den Verzicht auch nur ein klein wenig schmackhaft machen können.

Und so hauen sich alle weiter gegenseitig die Verzichtsforderungen um die Ohren. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, entweder verzichtet letztendlich keiner auf irgend etwas oder nur die aller Schwächsten werden zur Kasse gebeten (was wohl seit Jahrtausenden der Regelfall sein dürfte).

Funktionierende Demokratien leben sicherlich auch davon, dass in der Gesellschaft der notwendige Verzicht, was immer wieder vorkommt, selbst in Wachstumsgesellschaften, für alle Bevölkerungsteile erst diskutiert und dann auch hoffentlich gut moderiert in Kompromissen so austariert wird, dass jeder Bürger (auch Milliardäre und Volksvertreter) seinen Verzichtsteil beiträgt.

In gesunden und vor allem christlichen Gesellschaften wären es die Starken, die Stärkeren und auch die Stärksten, die dabei etwas mehr als die anderen auf ihre eigenen Schultern nehmen.

In weniger gesunden und weniger christlichen Gesellschaften sind die Schwächsten und die Gutgläubigen die Dummen.

Zumindest aber hat Verena Hubertz einmal gut gebrüllt — Löwen gibt es bei uns allerdings nur noch im Zoo.

Nachdem Donald Trump mit gefühlt 2 000 Friedensschlüssen keinen entsprechenden Nobelpreis bekam, versucht er es jetzt mit ein paar Kriegen und lässt schon einmal seine Truppen in Südamerika auflaufen.

Dafür soll gemäß Recep Tayyip Erdoğan Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoğlu für keine gefühlten, sondern für echte 2 430 Jahre ins Gefängnis.

Den heutigen Abend werde ich mich im Tango Argentino üben.

Damit Gesellschaften … die Bereitschaft zur Resilienz entwickeln, ist es notwendig, dass Regierungen im Diskurs mit ihnen sehr klar kommunizieren, was auf dem Spiel steht.

Carlo MAsalA (2025: 119)

Blitz

Rechte Ecke 5 (2)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Es ist traurig mit anzusehen, wie die Union immer weiter in der rechten Ecke verschwindet und sich dort dabei selbst auflöst. Was übrig bleibt, ist ein brauner Bodensatz.

Und dieser fügt sich dabei wunderbar mit den bereits zuvor in der Union ausgesiebten Parteimitgliedern und heutigen AfD-Größen zusammen. Noch schlimmer ist, dass CDU und CSU dabei nicht alleine sind. Auch die ehemalige FDP und selbst die SPD mussten Federn lassen und verlieren bis heute reihenweise Mitglieder an den rechten Rand.

Die letzten aufrechten Demokraten in unseren Parteien stemmen sich zwar noch gegen diese Entwicklung, verfallen aber wie ihre schwächeren Kollegen immer mehr der gefühlten Volksmeinung.

Und so war es gestern eine sehr erfreuliche Angelegenheit, als der rechte Rand in einer Europaveranstaltung begann, Stimmung zu machen und ein Volksvertreter der CDU, es waren auch welche von Bündnis 90/Die Grünen anwesend, aufstand und diesen rechten Herren und deren stillen Bewunderer die Leviten las!

Deutschland und Europa sind noch nicht verloren, so lange es noch ausreichend Volksvertreter mit Arsch in der Hose gibt.

Aber egal in welche und besonders bei der Union wandern die tumberen Exemplare langsam, aber sicher nach rechts ab, einfach nur ihren gefühlten Wählern hinterher.

In unserem Grundgesetz steht nirgends, dass unsere Volksvertreter wenigstens etwas intelligenter, anständiger und fleißiger als der Rest der Bevölkerung sein sollten. Aber wenn Lemminge Lemminge führen zu beginnen, dann ist der Abgrund nicht mehr weit.

Und selbst in der SPD gibt es kaum noch einen, wenn überhaupt noch einen, der sich wie 1933 gegen den Wahnsinn stellen würde! Zumindest in Heilbronn huldigen sie alle gemeinsam einem sehr prominenten Nationalsozialisten.

Aber es gibt sie noch, aufrechte Volksvertreter mit Arsch in der Hose. Zeit, dass diese sich (noch) mehr bemerkbar machen und diesem gefühlt alternativlosen Sinneswandel nach rechts entgegentreten!

Gestern hat mir ein junger und aufrechter CDU-Demokrat den Abend gerettet! — ob er in seiner Partei noch weiter Karriere macht, bleibt abzuwarten.