Menschen

17.9.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Menschen |  © Stefan Keller auf Pixabay

Kanada

Es gibt sie noch, die erfreulichen Meldungen! Kanada ist offen für die Idee einer EU-Sondermitgliedschaft. Wobei man dazu gleich ehrlicherweise anmerken muss, dass alles, was Ursula von der Leyen verspricht oder ankündigt, noch nie etwas geworden ist. Deswegen gibt es wohl auch kaum Widersprüche aus ihren eigenen Reihen.

Bleiben wir aber bei Mark Carney, einem Politiker mit Hand und Fuß, der sich nun entgegen einer sehr starken Opposition im eigenen Land offen für die Idee einer Art EU-Sondermitgliedschaft für Kanada zeigt. Was für einen Politiker aus einer fortschrittlichen und liberalen Partei auch verständlich ist, zumindest aber sein müsste! Wir haben in Deutschland in den vergangenen Jahren den Gegenbeweis geliefert.

Leider aber sind auch die konservativen Kräfte nicht mehr das, was sie noch vor ein paar Jahrzehnten auszeichnete, nämlich dass diese den Konservatismus in seiner gesamten Bandbreite lebten und zum Vorteil für alle nutzten; längst vergangene Zeiten als sich selbst ein Franz Josef Strauß als Liberaler outete!

Gerade in der heutigen Zeit, wo unsere gesamte Welt aus den Fugen gerät, wäre es sehr wichtig, dass sich die willigen Demokratien für eine bessere und engere Zusammenarbeit entschließen — auch dann, wenn am Ende ein Bundesstaat oder gar eine Weltunion zustande käme!

Selbst dem konservativsten Demokraten sollte es einleuchten, dass manchmal zwei Euro morgen für alle mehr als ein Euro heute für einen selbst sein kann! Ein Franz Josef Strauß wusste das, der war aber auch noch ein echter Europäischer Föderalist.

By the way, der Spiegel hat eine sehr engstirnige, einseitige und dümmliche Vorstellung darüber, was den Artikel 49 des EU-Vertrags angeht! Was wieder einmal beweist, dass unsere Medien langsam aber sicher weiter nach rechts marschieren als es sich unsere Parteien selbst überhaupt vorstellen können.

Vermischtes

Heute am Vortag zu Beginn der diesjährigen Hertensteiner Gespräche gilt es die letzten Entscheidungen und Maßnahmen zu treffen. Morgen werden die Gespräche wieder zu einem Selbstläufer werden und meine bessere Hälfte und ich können das Ganze bis zum Sonntagmorgen in Ruhe genießen. Auch bin ich gespannt, wer sich außer Leonhard Reinwald und mir meinen eigenen sehr arbeitsintensiven und zwingend nachzubereitenden Gesprächskreis antun wird. Wer dies macht, der wird wenigstens hinterher den Dreiklang von strategischem, operativem und taktischem Denken besser verstehen können — ein Einblick, den man sonst bei sehr wenigen Gelegenheiten erhalten kann.

Von den Themen her, sind die weiteren neun offiziellen Gesprächskreise sicherlich viel interessanter, aber man muss auch die eingefleischten Hertensteiner mit bedienen und letztendlich auch den Sinn und Zweck dieser zwölfjährigen Gesprächsreihe weiter im Blick behalten.

Mein heutiger Blick in andere Blogs erinnerte mich u. a. an „Mimetisches Begehren“, was gleich dazu führte, dass ich nach einer ganz bestimmten kommenden Shakespeare-Aufführung Ausschau halte. Auch werde ich durch den Blog-Beitrag „Obedient human on the leash“ wohl noch eine ganze Weile nachdenken müssen, vor allem auch, weil manche Blogger nur anonym schreiben können oder wollen und sich wieder andere Blogger dadurch gelinde gesagt mehr als belästigt fühlen. Was zu einem weiteren menschlichen Phänomen führt, dass manche gerade das lesen oder hören wollen, was sie so richtig in Wallung bringt, und dabei möglichst alles tun, um keinen solchen Aufreger zu verpassen; vielleicht ist dieses Phänomen die Ursache für den Erfolg von Social Media und manchen Parteien und Gruppen, die ansonsten nichts zu bieten haben.

Der ganz normale Alltag scheint tatsächlich viel zu viel für die meisten von uns zu sein! Auch weil dieser bis zum eigenen Weltenende nichts als ganz gewöhnliches Leben zu bieten hat und wir doch alle wissen, dass wir allesamt einzig- und großartig sind! Das ganz normale Leben entmenschlicht uns.

Boston Legal

Manche mögen Denny Crane kennen, eher die Insider auch noch Donny Crane, oder gar dessen besten Freund Alan Shore, wobei die Mehrheit wohl kaum etwas damit anzufangen weiß. Würde heutzutage wohl auch etwas zu viel Wasser auf die Mühlen der Intoleranz bringen. Spannend aber, dass sich aktuell in manchen Social Media und auch Blogs Menschen fragen und dies tatsächlich weltweit — die üblichen Hinterwäldlerländer einmal ausgenommen — warum man von den fünf Staffeln der Serie die zweite Staffel nicht in den Streaming Diensten finden kann. Was übrigens dazu führte, dass die DVD der Staffel aktuell schwer zu haben sind. Was mich nun vermuten lässt, dass es auch heute noch eine nennenswerte Minderheit für guten Humor gibt.

Nun aber zurück zu Denny Crane, den ich in den Nullerjahren noch für völlig überzeichnet ansah. Heute beim nochmaligen Schauen muss ich feststellen, dass es alleine in meiner Heimatstadt gleich mehrere Exemplare gibt, die diesen Charakter ganz locker in den Schatten stellen. Ich vermute dabei, dass sich weder meine Auffassungsgabe oder gar meine Sensibilität in den letzten Jahrzehnten verbessert hat, sondern, dass ich einfach in meinem ehemaligen beruflichen Umfeld trotz Konflikten und vielfältigen Katastrophen in einer menschlich erwachseneren Welt verbracht habe und mir solche Kindereien in echt einfach nicht vorstellen konnte.

Und wie in manchen Blogs auch, ist es der Betrachter, der, wenn er meint, den Spiegel vorgehalten zu bekommen, dass er solche Beiträge oder gar Serien einfach nicht mag. Wobei die zutiefst getroffenen Hunde am lautesten bellen dürften. Beim nächsten Bingen dieser Serie werde ich damit anfangen und den Protagonisten neue lokale Klarnamen geben, was sicherlich bei den kommenden Unterhaltungen für viel Spaß sorgen wird.

Vielleicht finde ich bis dahin auch heraus, warum diese Serie im juristischen Umfeld spielt, vielleicht auch nur, weil es die Zuschauer in einem reinen politischen Umfeld nur gelangweilt hätte und man sich bei weiteren Berufsgruppen kaum solch eine Fertilität vorstellen kann.

Was diese Serie allerdings so sehenswert macht, das ist der Tiefgang, welcher gerade mit diesen vielleicht doch etwas überzeichneten Protagonisten sehr gut zu sehen ist.

„Don’t follow me, I am lost.“

Untertitel des anonymen Blogs Unstory.eu

Blondine

15.9.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Germania | © Engin_Akyurt auf Pixabay

Spritpreise

Seit den 1970er-Jahren weiß man, dass die Spritpreise schon lange bei 2,50 Euro liegen müssten. Mit billigem Öl und billigem Gas hielt man seither aber seine Wähler bei Laune. Und obendrauf gab es nicht nur sichere, sondern gleich auch noch Leistungsrenten.

Inzwischen macht die AfD dieselbe Politik, nur noch weit drastischer: ewiges Billiggas von Wladimir Putin und garantiert billiges Benzin wie auch Diesel — mir jüngst erst von einem bekennenden AfD-Wähler so gesagt.

Spätestens zur kommenden Bundestagswahl bekommen dann wohl alle Deutschen mindestens 5 000 Euro vom Staat geschenkt, sobald nämlich die Totalitaristen die Wahl für sich entscheiden — Donald Trump macht es vor.

So langsam aber sicher nach all den Erfolgen der AfD erkennt selbst die Union, dass man auf Dauer mit einer potemkinschen Dörferpolitik nur die Demokratie halbiert und wirklich bei jeder Wahl aufs Neue! Aber was lernt unsere Regierung daraus?

Demnächst gibt es zumindest gedeckelte Spritpreise, Benzingutscheine und das vermeintlich mehrheitlich so ersehnte Russengas. Dazu darf die Braunkohle wieder stinken und die Böden und das Wasser erneut hemmungslos vergiftet werden. Die Industrie schaltet die Filter ab und führt für „Gastarbeiter“ die Sechstagewoche ein.

By the way, während in Deutschland die Elektromobilität wohl dank unserer Autoindustrie weiterhin ein Nischendasein fristet, werden z. B. in China mehrheitlich und in Norwegen weit mehr als 90 % E-Autos gekauft. Dort dürfte der Spritpreis auch weniger wahlentscheidend sein.

Was aber keinen Politiker bei uns wirklich interessiert, denn der letzte Trumpf ist noch nicht gespielt: zurück zur D-Mark, einen Zwölfzylinder für jeden und die Rente bereits ab 50!

Dass es unsere Politiker wieder einmal mit verantwortlicher Politik versuchen, dürfte bei der Konkurrenz wohl utopisch bleiben, denn in jeder Demokratie bestimmt der Wähler die Richtung — und wir wollen einfach belogen, betrogen und geprügelt werden!

Vermischtes

Heute konnte ich seit langem wieder einmal ins Stadtbad gehen. Dieses Mal verführte mich das Sportbecken zu keinen Runden und so verbrachte ich ein wenig Zeit im Außenbecken. Das Wetter war dafür bestens geeignet und die paar Raucherschwaden, manche davon sogar sehr aromatisch, die über mich hinwegzogen, ließ ich einfach so ziehen.

Gerade bekam ich eine Absage, da die Anreise zu den Hertensteiner Gesprächen mit der Bahn an einem Tag von Deutschland aus kaum möglich wäre. Muss ich so mit Bedauern hinnehmen. Vor 1945 war Heilbronn tatsächlich einmal sehr gut mit der Bahn zu erreichen, was es um 1900 herum noch einem Heilbronner Oberbürgermeister ermöglichte, seine Dienstgeschäfte von Berlin aus zu tätigen. 130 Jahre später schafft man dies kaum noch von Stuttgart aus; das muss der Fortschritt sein, von dem unsere Hautevolee so gerne spricht.

Gestern weiter „Boston Legal“ gebinscht. Solch eine Serie käme heute wohl nicht mehr zur Ausstrahlung. Auf alle Fälle konnte ich wieder herzlich lachen und die Welt um mich herum ein klein wenig vergessen.

Nachtrag

Nein, ich spiele heute nicht auf Sydney Sweeney an. Diese hat wohl ihre Vorteile zum eigenen Wohl voll ausgespielt. Wer sich nun darüber erregt, sollte doch etwas entspannter durchs Leben schreiten. Wobei ich vermute, dass die meiste Aufregung ebenfalls nur dem eigenen Vorteil dienen soll. Was lustiger Weise auch das Thema einer Folge von „Boston Legal“ gestern war.

Der verwendete Titel des obigen Fotos dürfte meine gewollte Anspielung verständlicher machen. Auf alle Fälle habe ich nun aber das beanstandete Werbevideo geschaut und für eher altbacken empfunden — das ging in den 1970er-Jahren wesentlich besser!

Zäsur

Heute gab es eine wesentliche Zäsur in meinem Leben, welche sich zum Schluss so ganz nebenbei ereignete — also nichts zu feiern, einfach nur abzuhaken! Einzig auf meine Adresssammlung hat sich dies bisher ausgewirkt, denn diese konnte ich heute vollkommen entschlacken; das war mir es dann doch wert. Und so arbeite ich mich langsam aber sicher an die 120er-Grenze heran, was ich mir vor Jahren nie und nimmer hätte vorstellen können.

Manchmal machen Zäsuren ein wenig sentimental und so warte ich nun ab, ob ich im Laufe des Tages doch noch ein wenig sentimental werde. Wenn man gut 63 Jahre hinter sich lässt, dann müsste dies auch auf einen selbst Auswirkungen haben. Andererseits gehörten Zäsuren zu meinem Berufsalltag und so habe ich dann doch wohl eine professionelle Distanz erlernt, die sich nun auch auf privatere Bereiche auszuwirken scheint.

„I think friends should always encourage friends to get their heads examined.“

Alan Shore, The Ass Fat Jungle (2.08)

Backsteinmauer

14.9.02026 4.1 (8)

Beitragsfoto: Backsteinmauer | © Pixabay

Nichtsnutze

Ganz egal in welcher Partei, wenn Nichtsnutze, jene, die nicht einmal eine Lehre oder ein abgeschlossenes Studium nachzuweisen haben, aber auch jene, die nur mit Parteibuchabschlüssen und -dissertationen punkten können, also jene, die außer Parteiabzeichen nichts vorzuweisen haben, Politik machen wollen, wankt unsere Demokratie ganz heftig — und dies schon länger. Schon so lange, dass ehemalige nichtsnutzige Parteijugendliche als altergraute Nichtsnutze in die Politik zurückkehren und damit prahlen, dass sie die vergangenen Jahre im parteipolitischen Umfeld sehr erfolgreich zugebracht haben.

So muss man sich auch nicht mehr wundern, wenn nun zwischen den Nichtsnutzen verschiedener Generationen parteiintern Diskussionen vom Zaun gebrochen werden, geht es doch um das Wichtigste in unserem Land, nämlich um die nächsten gut alimentierten Ämter und Posten.

Clara von Nathusius, eine vermeintlich einflussreiche CDU-Politikerin, attestiert nun laut Spiegel einem vermeintlich erfolgreichen CDU-Kanzler, dass man mit diesem keine Wahlen gewinnen kann. Solche Vorhersagen zeugen auf alle Fälle kaum von eigener politischer Kompetenz, höchstens davon, dass man selber Social Media konsumiert und deswegen den vollen Durchblick hat.

Der einfache Beobachter oder gar der politische Gegner könnte sich nun ein klein wenig freuen, sich in den Schaukelstuhl setzen und sich dieses jüngste Spektakel mit immer größerem Amüsement betrachten — was bei der SPD schon nicht so richtig funktionierte, die Grünen weiterhin klein hält und die FDP völlig zerlegt hat, das wurde nun auch von den CDU-Nichtsnutzen zum Allheilmittel erklärt. Jens Spahn läuft sich schon warm und Markus Söder stößt mit dem Dolch gleich mehrfach zu.

Dies wäre alles halb so schlimm, wenn nun nicht die Parteijugend bereits die Katze aus dem Sack gelassen hätte — wir können davon ausgehen, dass sämtliche zu vergebenden Ämter bereits zwischen den Nichtsnutzen aufgeteilt sind!

„Die Brandmauer sei aus ihrer Sicht ein »gescheitertes Projekt«, sagte von Nathusius. Auf die Frage, ob die CDU in Sachsen-Anhalt in Sondierungsgespräche mit der AfD gehen sollte, sagte sie: »Ich finde, wenn wir eingeladen werden, sollten wir erst mal mit jedem sprechen.« Dann müsse man schauen, was in den Gesprächen herauskomme.“

Der Spiegel zitiert Clara von Nathusius (14.9.2026)

Auf alle Fälle bezeugen solche Aussagen, dass es diesen Damen und Herren nicht um unser Land oder um unsere Demokratie geht, es geht diesen alleine nur ums bequeme Absahnen. Den AfD-Wählern sei versichert, dass es den AfD-Bonzen ausschließlich nur ums Absahnen geht, was man leicht aus den Abwanderungsbewegungen von Nichtsnutzen aus den demokratischen Parteien hin zur AfD beobachten kann.

Wenn man unser Land tatsächlich verbessern möchte, muss man dies durch und zusammen mit den demokratischen Parteien und Wählervereinigungen machen! Dabei würde es sehr helfen, wenn die immer noch vorhandenen alten weißen Frauen und Männer in den Parteien, jene die ihr gesamtes Leben hart gearbeitet haben und zudem ehrenamtlich politisch engagiert waren, diesen Nichtsnutzen endlich den Stuhl vor die Tür stellen! Nur weil z. B. ein Jens Spahn auf ewig jugendlich macht und schwul ist, muss man ihn nicht auf einer Sänfte in die höchsten Ämter tragen — damit rettet man ganz offensichtlich keine Union.

Wenn die demokratischen Parteien unsere Demokratie retten wollen, dann müssen die Demokraten in diesen Parteien endlich einmal in den eigenen Reihen aufräumen. Sehr schnell wird man dabei feststellen, dass auch ein vermeintlich unersetzbarer Parteimensch ersetzbar ist und es mehr gute und engagierte Parteimitglieder gibt, als es immer wieder gerne behauptet wird.

Und die Brandmauer wäre tatsächlich unnötig, wenn es nicht viel zu viele Arschkriecher und Nichtsnutze in den eigenen Reihen gäbe! — die mit jedem sprechen wollen, außer es handelt sich dabei um Linke, Liberale, Grüne oder auch andere Demokraten!

Schemelsbergtunnel

Zwar lautet das Straßenschild Schemmelsbergtunnel, amtlich wird er allerdings als Schemelsbergtunnel geführt. Was bei uns weniger tragisch ist, da im Landkreis weitere Orts- und Namensschilder die falschen Namen tragen.

Zum Wochenstart, zumindest für jene, die Heilbronn in Richtung Weinsberg und Öhringen verlassen müssen, gibt es einen weiteren Aufreger. Denn, wenn man glaubt, dass nur die Bahn nichts mehr auf die Reihe bekommt, dann hat man sich geirrt. Auf alle Fälle sehe ich aktuell so viele Schienenersatzverkehrsbusse wie noch nie. Und von einem Lockführer durfte ich erfahren, dass man Heilbronn wohl für Monate hinweg vom Bahnverkehr trennt.

Was auf dem ersten Blick nichts mit dem Tunnel zutun hat. Dann aber stellt man fest, dass dieser zur B39, einer Straße des Bundes gehört. Wasserstraßen konnte die Bundesregierung noch nie, Bahn kann sie schon sehr lange nicht mehr, Autobahnen ebenfalls und nun führt die Inkompetenz der zuständigen Bundesminister selbst noch dazu, dass unsere Bundesstraßen zum reinsten Lotteriespiel werden.

Für den Schemelsbergtunnel sind offiziell ein Sicherheitsbeauftragter und ein Tunnelmanager des Amtes für Straßen und Verkehr zuständig, „die in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr, Kreisbrandmeister und weiteren Sicherheitskräften den besagten Tunnel überwachen“ — wobei zugegebener Maßen offiziell nicht von „reparieren“ und „in Betrieb halten“ gesprochen wird.

Nach einer rund 14-monatigen Vollsperrung wurde dieser 1990 in Betrieb genommene Tunnel nach einer sehr umfassenden Sanierung und Nachrüstung am 26. Februar 2026 wiedereröffnet, was bis jetzt dazu führt, dass er weiterhin immer wieder und wochenlang gesperrt wird.

Vermischtes

Als nächstes entferne ich jene Blogs aus meiner Blogroll, die mir im RSS Feed nur Anreißer zur Verfügung stellen. Für wie dumm halten diese Blogger ihre Leser?

Benjamin Birkenhake schreibt heute in seinem Blog-Beitrag „Bloggen gegen rechts …“, dass „Wahlergebnisse nicht in Blogs verändert werden und die Demokratie nicht in Blogs gerettet wird.“ Ich gebe ihm Recht, merke aber an, dass Demokratie auch in Blogs gelebt werden kann und jede Demokratie nicht gerettet, sondern gelebt werden muss!

Wir Deutschen wussten es 1989 ganz genau, dass unsere Mitbürger 2.0 mehrheitlich keine Demokraten sind und gingen fälschlicher Weise davon aus, dass man diese mit gut 40 Jahren Diktatur mehr auf dem Buckel genau so durch kaufen zu Demokraten machen kann, wie ehedem unsere eigenen Eltern und Großeltern.

Und wir wussten auch ganz genau, dass jede Spesendemokratie nur so lange rund läuft wie der Rubel rollt. Und so müssen wir nur eins und eins zusammenzählen und dürfen uns auch nicht wegen der jüngsten und der kommenden Wahlergebnisse wundern.

Gestern Abend brachte Detlef Stern bereits seine Randnotizen heraus, die ganz bewusst keine „langen Wochen“ sind, wobei ich aber davon ausgehe, dass der geneigte Leser kaum und etwaige mitlesende Studenten schon gar nicht den feinen Unterschied zur Kenntnis nehmen werden.

Gleich heute Morgen erwartete mich ein vollgetankter meseno-Bus, den ich nach meiner Tour mit Spenden fast ganz gefüllt wieder abgeben durfte. Und selbst der üblich schlecht Gelaunte (kleiner Insider) kam heute mit einem Tschau um die Ecke.

Die meseno-Feier war am Freitag eine sehr gelungene Veranstaltung. Erstaunlich was heute Foto-Boxen aus uns Menschen so alles herausholen. Manche dieser Beweisfotos liegen neben meinem Rechner und ich bin fast versucht, diese zu digitalisieren. Aber nur fast, denn nach ein paar weiteren Lachern werden auch diese Fotos der Vergänglichkeit übereignet.

Und so ganz nebenbei konnte ich „Boston Legal“ weiterbingen. Das mit den dicken Zigarren hatte ich noch anders in Erinnerung. Wenn einmal ein Gefechtsschießen so richtig gut gelungen war, spazierte der Kommandeur mit dem Leitenden über das „Gefechtsfeld“ und bot ihm dabei eine Zigarre an. Während diese gepafft wurde gab es die Manöverkritik (Hot Wash Up) — mir war regelmäßig schlecht danach und so wurde aus mir später trotz der übelsten Umstände nie ein Raucher.

Gespräche werden von mir immer nachbereitet und die guten wirken sich zudem aus. Heute erhalte ich nun das Buch „Situation und Konstellation“ (2026) von Hartmut Rosa zugestellt; wir dürften beide fast zur selben Zeit Soziologievorlesungen besucht haben.

„Nur wo wir handeln, fühlen wir uns lebendig, und nur im Handeln gewinnen wir soziale Energie.“

HArtmut Rosa (2026)