Blitz

Top Fünf 5 (5)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Nachdem wir erfahren dürfen, dass die deutschen Gasspeicher auf Wunsch der Union vor dem Wintereinbruch so leer wie noch nie sind, dazu noch aufgrund auch von Deutschland mitzuverantwortenden Krisen der Gas-, Öl- und Spritpreis von ganz alleine in unbekannte Höhen zu steigen scheint, was die AfD ohne Wenn und Aber für die eigenen Wahlkämpfe nutzt, indem sie dafür die demokratischen Parteien in Deutschland verantwortlich macht, ist es an der Zeit, dass ich einmal so ganz spontan die fünf besten AfD-Politiker küre.

Jene Politiker, die dafür Sorge tragen, dass es der AfD bei uns in Deutschland so gut wie noch nie geht. Dabei zähle ich keinen ausländischen Support, wie z. B. von Donald Trump oder Wladimir Putin — wir bleiben bei meiner Top Fünf in Deutschland … ok, fast, denn die Schweiz rechnen wir ähnlich wie ehemals Österreich einfach mit dazu.

Also nun meine Top Fünf der AfD-Politiker 2026. Auf Platz eins und dies mit großem Abstand Katherina Reiche, denn sie alleine kann dieses Jahr gleich mehrere Wahlen für die AfD gewinnen. Danach dürfte wegen der Aktualität und dem Hetzpotential Alexander Dobrindt noch vor Jens Spahn kommen, der allerdings kontinuierlich dafür sorgt, dass man keine Hoffnung mehr in eine Alternative zur AfD haben kann. Auf Platz vier steht ohne Frage Friedrich Merz, der mit seiner absoluten Diskrepanz zwischen eigenem Wollen und Sein sogar noch die Schweizerische Lesbe Alice Weidel in den Schatten stellt.

Selbstverständlich ist dies meine ganz persönliche Top Fünf und soll meine Leser nicht nur zur Gegenrede verführen, sondern auch dafür sorgen, dass meine kleine Auszeit während der Hertensteiner Gespräche möglichst unbemerkt bleibt.

„It takes more than a stiff whack on the head to keep me down, folks. Trust me, I get hit harder during sex. I’m only sorry this creepo didn’t have at me with a shovel during sweeps.“

Gracie Jane, On the Ledge (3.09)

Menschen

17.9.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Menschen |  © Stefan Keller auf Pixabay

Kanada

Es gibt sie noch, die erfreulichen Meldungen! Kanada ist offen für die Idee einer EU-Sondermitgliedschaft. Wobei man dazu gleich ehrlicherweise anmerken muss, dass alles, was Ursula von der Leyen verspricht oder ankündigt, noch nie etwas geworden ist. Deswegen gibt es wohl auch kaum Widersprüche aus ihren eigenen Reihen.

Bleiben wir aber bei Mark Carney, einem Politiker mit Hand und Fuß, der sich nun entgegen einer sehr starken Opposition im eigenen Land offen für die Idee einer Art EU-Sondermitgliedschaft für Kanada zeigt. Was für einen Politiker aus einer fortschrittlichen und liberalen Partei auch verständlich ist, zumindest aber sein müsste! Wir haben in Deutschland in den vergangenen Jahren den Gegenbeweis geliefert.

Leider aber sind auch die konservativen Kräfte nicht mehr das, was sie noch vor ein paar Jahrzehnten auszeichnete, nämlich dass diese den Konservatismus in seiner gesamten Bandbreite lebten und zum Vorteil für alle nutzten; längst vergangene Zeiten als sich selbst ein Franz Josef Strauß als Liberaler outete!

Gerade in der heutigen Zeit, wo unsere gesamte Welt aus den Fugen gerät, wäre es sehr wichtig, dass sich die willigen Demokratien für eine bessere und engere Zusammenarbeit entschließen — auch dann, wenn am Ende ein Bundesstaat oder gar eine Weltunion zustande käme!

Selbst dem konservativsten Demokraten sollte es einleuchten, dass manchmal zwei Euro morgen für alle mehr als ein Euro heute für einen selbst sein kann! Ein Franz Josef Strauß wusste das, der war aber auch noch ein echter Europäischer Föderalist.

By the way, der Spiegel hat eine sehr engstirnige, einseitige und dümmliche Vorstellung darüber, was den Artikel 49 des EU-Vertrags angeht! Was wieder einmal beweist, dass unsere Medien langsam aber sicher weiter nach rechts marschieren als es sich unsere Parteien selbst überhaupt vorstellen können.

Vermischtes

Heute am Vortag zu Beginn der diesjährigen Hertensteiner Gespräche gilt es die letzten Entscheidungen und Maßnahmen zu treffen. Morgen werden die Gespräche wieder zu einem Selbstläufer werden und meine bessere Hälfte und ich können das Ganze bis zum Sonntagmorgen in Ruhe genießen. Auch bin ich gespannt, wer sich außer Leonhard Reinwald und mir meinen eigenen sehr arbeitsintensiven und zwingend nachzubereitenden Gesprächskreis antun wird. Wer dies macht, der wird wenigstens hinterher den Dreiklang von strategischem, operativem und taktischem Denken besser verstehen können — ein Einblick, den man sonst bei sehr wenigen Gelegenheiten erhalten kann.

Von den Themen her, sind die weiteren neun offiziellen Gesprächskreise sicherlich viel interessanter, aber man muss auch die eingefleischten Hertensteiner mit bedienen und letztendlich auch den Sinn und Zweck dieser zwölfjährigen Gesprächsreihe weiter im Blick behalten.

Mein heutiger Blick in andere Blogs erinnerte mich u. a. an „Mimetisches Begehren“, was gleich dazu führte, dass ich nach einer ganz bestimmten kommenden Shakespeare-Aufführung Ausschau halte. Auch werde ich durch den Blog-Beitrag „Obedient human on the leash“ wohl noch eine ganze Weile nachdenken müssen, vor allem auch, weil manche Blogger nur anonym schreiben können oder wollen und sich wieder andere Blogger dadurch gelinde gesagt mehr als belästigt fühlen. Was zu einem weiteren menschlichen Phänomen führt, dass manche gerade das lesen oder hören wollen, was sie so richtig in Wallung bringt, und dabei möglichst alles tun, um keinen solchen Aufreger zu verpassen; vielleicht ist dieses Phänomen die Ursache für den Erfolg von Social Media und manchen Parteien und Gruppen, die ansonsten nichts zu bieten haben.

Der ganz normale Alltag scheint tatsächlich viel zu viel für die meisten von uns zu sein! Auch weil dieser bis zum eigenen Weltenende nichts als ganz gewöhnliches Leben zu bieten hat und wir doch alle wissen, dass wir allesamt einzig- und großartig sind! Das ganz normale Leben entmenschlicht uns.

Boston Legal

Manche mögen Denny Crane kennen, eher die Insider auch noch Donny Crane, oder gar dessen besten Freund Alan Shore, wobei die Mehrheit wohl kaum etwas damit anzufangen weiß. Würde heutzutage wohl auch etwas zu viel Wasser auf die Mühlen der Intoleranz bringen. Spannend aber, dass sich aktuell in manchen Social Media und auch Blogs Menschen fragen und dies tatsächlich weltweit — die üblichen Hinterwäldlerländer einmal ausgenommen — warum man von den fünf Staffeln der Serie die zweite Staffel nicht in den Streaming Diensten finden kann. Was übrigens dazu führte, dass die DVD der Staffel aktuell schwer zu haben sind. Was mich nun vermuten lässt, dass es auch heute noch eine nennenswerte Minderheit für guten Humor gibt.

Nun aber zurück zu Denny Crane, den ich in den Nullerjahren noch für völlig überzeichnet ansah. Heute beim nochmaligen Schauen muss ich feststellen, dass es alleine in meiner Heimatstadt gleich mehrere Exemplare gibt, die diesen Charakter ganz locker in den Schatten stellen. Ich vermute dabei, dass sich weder meine Auffassungsgabe oder gar meine Sensibilität in den letzten Jahrzehnten verbessert hat, sondern, dass ich einfach in meinem ehemaligen beruflichen Umfeld trotz Konflikten und vielfältigen Katastrophen in einer menschlich erwachseneren Welt verbracht habe und mir solche Kindereien in echt einfach nicht vorstellen konnte.

Und wie in manchen Blogs auch, ist es der Betrachter, der, wenn er meint, den Spiegel vorgehalten zu bekommen, dass er solche Beiträge oder gar Serien einfach nicht mag. Wobei die zutiefst getroffenen Hunde am lautesten bellen dürften. Beim nächsten Bingen dieser Serie werde ich damit anfangen und den Protagonisten neue lokale Klarnamen geben, was sicherlich bei den kommenden Unterhaltungen für viel Spaß sorgen wird.

Vielleicht finde ich bis dahin auch heraus, warum diese Serie im juristischen Umfeld spielt, vielleicht auch nur, weil es die Zuschauer in einem reinen politischen Umfeld nur gelangweilt hätte und man sich bei weiteren Berufsgruppen kaum solch eine Fertilität vorstellen kann.

Was diese Serie allerdings so sehenswert macht, das ist der Tiefgang, welcher gerade mit diesen vielleicht doch etwas überzeichneten Protagonisten sehr gut zu sehen ist.

„Don’t follow me, I am lost.“

Untertitel des anonymen Blogs Unstory.eu

Blondine

15.9.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Germania | © Engin_Akyurt auf Pixabay

Spritpreise

Seit den 1970er-Jahren weiß man, dass die Spritpreise schon lange bei 2,50 Euro liegen müssten. Mit billigem Öl und billigem Gas hielt man seither aber seine Wähler bei Laune. Und obendrauf gab es nicht nur sichere, sondern gleich auch noch Leistungsrenten.

Inzwischen macht die AfD dieselbe Politik, nur noch weit drastischer: ewiges Billiggas von Wladimir Putin und garantiert billiges Benzin wie auch Diesel — mir jüngst erst von einem bekennenden AfD-Wähler so gesagt.

Spätestens zur kommenden Bundestagswahl bekommen dann wohl alle Deutschen mindestens 5 000 Euro vom Staat geschenkt, sobald nämlich die Totalitaristen die Wahl für sich entscheiden — Donald Trump macht es vor.

So langsam aber sicher nach all den Erfolgen der AfD erkennt selbst die Union, dass man auf Dauer mit einer potemkinschen Dörferpolitik nur die Demokratie halbiert und wirklich bei jeder Wahl aufs Neue! Aber was lernt unsere Regierung daraus?

Demnächst gibt es zumindest gedeckelte Spritpreise, Benzingutscheine und das vermeintlich mehrheitlich so ersehnte Russengas. Dazu darf die Braunkohle wieder stinken und die Böden und das Wasser erneut hemmungslos vergiftet werden. Die Industrie schaltet die Filter ab und führt für „Gastarbeiter“ die Sechstagewoche ein.

By the way, während in Deutschland die Elektromobilität wohl dank unserer Autoindustrie weiterhin ein Nischendasein fristet, werden z. B. in China mehrheitlich und in Norwegen weit mehr als 90 % E-Autos gekauft. Dort dürfte der Spritpreis auch weniger wahlentscheidend sein.

Was aber keinen Politiker bei uns wirklich interessiert, denn der letzte Trumpf ist noch nicht gespielt: zurück zur D-Mark, einen Zwölfzylinder für jeden und die Rente bereits ab 50!

Dass es unsere Politiker wieder einmal mit verantwortlicher Politik versuchen, dürfte bei der Konkurrenz wohl utopisch bleiben, denn in jeder Demokratie bestimmt der Wähler die Richtung — und wir wollen einfach belogen, betrogen und geprügelt werden!

Vermischtes

Heute konnte ich seit langem wieder einmal ins Stadtbad gehen. Dieses Mal verführte mich das Sportbecken zu keinen Runden und so verbrachte ich ein wenig Zeit im Außenbecken. Das Wetter war dafür bestens geeignet und die paar Raucherschwaden, manche davon sogar sehr aromatisch, die über mich hinwegzogen, ließ ich einfach so ziehen.

Gerade bekam ich eine Absage, da die Anreise zu den Hertensteiner Gesprächen mit der Bahn an einem Tag von Deutschland aus kaum möglich wäre. Muss ich so mit Bedauern hinnehmen. Vor 1945 war Heilbronn tatsächlich einmal sehr gut mit der Bahn zu erreichen, was es um 1900 herum noch einem Heilbronner Oberbürgermeister ermöglichte, seine Dienstgeschäfte von Berlin aus zu tätigen. 130 Jahre später schafft man dies kaum noch von Stuttgart aus; das muss der Fortschritt sein, von dem unsere Hautevolee so gerne spricht.

Gestern weiter „Boston Legal“ gebinscht. Solch eine Serie käme heute wohl nicht mehr zur Ausstrahlung. Auf alle Fälle konnte ich wieder herzlich lachen und die Welt um mich herum ein klein wenig vergessen.

Nachtrag

Nein, ich spiele heute nicht auf Sydney Sweeney an. Diese hat wohl ihre Vorteile zum eigenen Wohl voll ausgespielt. Wer sich nun darüber erregt, sollte doch etwas entspannter durchs Leben schreiten. Wobei ich vermute, dass die meiste Aufregung ebenfalls nur dem eigenen Vorteil dienen soll. Was lustiger Weise auch das Thema einer Folge von „Boston Legal“ gestern war.

Der verwendete Titel des obigen Fotos dürfte meine gewollte Anspielung verständlicher machen. Auf alle Fälle habe ich nun aber das beanstandete Werbevideo geschaut und für eher altbacken empfunden — das ging in den 1970er-Jahren wesentlich besser!

Zäsur

Heute gab es eine wesentliche Zäsur in meinem Leben, welche sich zum Schluss so ganz nebenbei ereignete — also nichts zu feiern, einfach nur abzuhaken! Einzig auf meine Adresssammlung hat sich dies bisher ausgewirkt, denn diese konnte ich heute vollkommen entschlacken; das war mir es dann doch wert. Und so arbeite ich mich langsam aber sicher an die 120er-Grenze heran, was ich mir vor Jahren nie und nimmer hätte vorstellen können.

Manchmal machen Zäsuren ein wenig sentimental und so warte ich nun ab, ob ich im Laufe des Tages doch noch ein wenig sentimental werde. Wenn man gut 63 Jahre hinter sich lässt, dann müsste dies auch auf einen selbst Auswirkungen haben. Andererseits gehörten Zäsuren zu meinem Berufsalltag und so habe ich dann doch wohl eine professionelle Distanz erlernt, die sich nun auch auf privatere Bereiche auszuwirken scheint.

„I think friends should always encourage friends to get their heads examined.“

Alan Shore, The Ass Fat Jungle (2.08)