Ausblick

2.9.02026 5 (5)

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Ausblick

Die jüngsten Ereignisse in Deutschland haben uns gezeigt, dass es dem russischen Regime voll und ganz ernst damit ist, seine Ankündigungen und Planungen auch umzusetzen. Die Russen haben ähnlich wie damals das NS-Regime keine gangbare Alternative zu einem weiteren Weltkrieg.

Inzwischen sprechen die Fakten so eindeutig, dass selbst eine deutsche Bundesregierung glaubt, einmal handeln zu müssen. Wobei wir unser Land und Europa in den letzten gut drei Jahrzehnten in die möglichst schlechteste Ausgangsposition für einen Schießkrieg gebracht haben.

Die NATO ist kaum noch handlungsfähig, einen europäischen Pfeiler in der NATO gibt es nicht, genau so wenig wie eigene europäische Verteidigungskapazitäten. Die dafür aufgewendeten Steuergelder flossen und fließen in die Industrie und den Sozialstaat (aka Friedensdividende & Korruption).

Für den Fall, dass die Russen ihre kriegerischen Aktivitäten tatsächlich mit ihren Streitkräften auf Mittel- und Westeuropa ausweiten müssen, werden diese Truppen alleine in Finnland, im Baltikum und Polen auf etwas nennenswerteren Widerstand stoßen. In Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Ungarn sowie dem Balkan stellt das Gelände das größte Hindernis dar.

Im Worst Case Szenario werden die ersten nennenswerten Ausweichbewegungen unserer Streitkräfte erst auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland stattfinden und im Falle, dass dann die US-Amerikaner und Kanadier noch mitspielen, den Rhein halten können. Sollten die Russen dann weiterhin von den Chinesen und anderen Ländern unterstützt, wird es eine ganze Weile dauern bis wir das Gebiet der EU größtenteils wieder befreit haben werden. Dass es dann weit mehr als Hundert Jahre dauern wird, bis wir alleine die Schäden an der Infrastruktur beseitigt haben, wird wohl niemanden wundern.

Und für dieses Worst Case Szenario haben die Russen in den letzten Jahrzehnten den Boden bei uns wunderbar vorbereitet. Im Kalten Krieg hatten sie noch eine Basis von ein paar Hunderttausend Menschen, die als Fünfte Kolonne der NATO und der Bundeswehr das Leben ziemlich schwer machten. Heute können sie alleine in Deutschland auf ein paar Millionen Menschen bauen, die sämtliche Verteidigungsbemühungen und -ansätze bereits im Keim zu ersticken versuchen (AfD, BSW und die Linke sind dabei die prominentesten Vertreter). Noch bevor die ersten russischen Soldaten bei uns eintreffen, wird es bürgerkriegsähnliche Zustände geben. Während dann die Bundeswehr endlich versuchen muss, kriegsfähig zu werden und aufzuwachsen, was mindestens zwei Jahre dauert, müssen aus dem Boden gestampfte freiwillige Heimatschutzverbände versuchen, unserer Bevölkerung halbwegs Schutz zu bieten — zumindest jenen Teilen, die nicht mit ihren Campern und sonstigen Fahrzeugen die Autobahnen in Richtung Frankreich verstopfen; zusammen mit den Menschen halb Osteuropas. Die Franzosen müssen die Grenzen schließen und der Wahnsinn des Krieges wird hier bei uns voll und ganz seine Blüten treiben.

Deutsche Regierungen und Gegenregierungen werden zusammen mit einer Bundesregierung im Exil um die Gunst der Europäer östlich des Rheins ringen, während Europa Zustände erlebt, die selbst Bosnier oder Ruander erschüttern werden — der Dreißigjährige Krieg war dabei ein Klacks.

Etwas belustigend wäre, wenn demnächst eine russische ballistische Rakete den Stuttgarter Hauptbahnhof in Schutt und Asche legt, noch bevor dieser eingeweiht wurde.

Wir hatten tatsächlich und wie angekündigt gut zehn Jahre Zeit, um uns auf den kommenden Krieg vorzubereiten und diesen damit auch zu verhindern; wir wussten dies allerspätestens 2022! Wahrscheinlich aber spekulieren viel zu viele systemrelevante Personen darauf, dass sie durch einen Krieg von den Mühen des Alltags und den eigenen Schuldenbergen befreit werden. Wie diese systemrelevanten Personen weiterhin darauf bauen, dass sie selbst dabei ungeschoren davon kommen werden und mit etwas Glück auch noch Gewinne einfahren können.

Audi

Seit ich denken kann, hört man immer wieder Diskussionen darüber, ob das Werk in Neckarsulm geschlossen werden soll oder nicht. In den 1980er-Jahren ließ sogar Porsche dort bauen, um das Werk zu erhalten.

Nun aber hört und liest man immer öfters darüber, dass ein Schließungstermin festgezurrt wurde. 2034 soll es soweit sein. Man kann getrost davon ausgehen, dass dies nur wieder eine weitere Drohung der VW-Bosse ist, um weiter Steuermilliarden abzugreifen. Zumindest aber wird der VW-Konzern wieder einmal mit Bundeswehrmilliarden aufgepäppelt werden. So wie bereits wieder Mercedes auch.

Das Problem liegt dabei eher an den größenwahnsinnigen Konzernmanagern, die tatsächlich und dies seit Jahrzehnten glauben, dass wir Deutschen, wir Europäer oder gar die gesamte Welt Supersportwagen und 5-Tonnen SUV benötigen — alles mindestens mit 12 Zylindern und Champagnerkühlschränken. Noch vor Kurzem protzten genau diese Manager in Heilbronn mit einem weiteren völlig unnötigen Automobil.

Wahrscheinlicher aber wird es sein, dass der russische Angriffskrieg weiter eskaliert und das Werk in Neckarsulm zur Rüstungsproduktion umgebaut werden wird. Den VW-Bonzen kann dies völlig egal sein, denn was auch kommt, sie streichen ihre Millionengehälter weiterhin ein.

Noch wahrscheinlicher, dass diese „Ingenieure“ demnächst ihre neuste Schöpfung vorstellen werden: einen 30-Zylinder Diesel-Audi mit kleinem Kernkraftwerk für die KI-Steuerung.

Vermischtes

Ich möchte jetzt nicht wie so manche meiner Mitbürger vom teuersten Sozialhilfeempfänger aller Zeiten sprechen, aber Kanzler kann Friedrich Merz auf alle Fälle nicht. Kaum gibt es einmal gegenüber echten Gegnern Kante zu zeigen, schickt der Bundeskanzler seine Minister an die Front. Wenn es aber gegen die Schwächsten in unserer Gesellschaft geht, da lässt er sich nicht bitten.

Auch wenn ich Angela Merkel nicht mag, mit ihrer Meinung über Friedrich Merz hat sie aber voll und ganz richtig gelegen. Positiv überrascht bin ich von der Aussage Thomas Strobls, dass er einen Parteiaustritt erwäge. Leider aber kommen diese Warnungen so wie auch die meisten sinnvollen Maßnahmen der Union wieder einmal viel zu spät.

Übrigens, wir benötigen weder Generalkonsulate noch Goethe-Institute in Diktaturen! Kostet nur Geld und dient dabei ausschließlich den falschen Menschen. Und selbst eine Botschaft ist völlig überbewertet, denn hierbei kann man sich schon längst auf die EU abstützen.

Gestern Abend gab es dann noch einen sehr entspannenden Europastammtisch. Leider aber keine Antwort darauf, wie man als Verein einen oder gleich mehrere Medienvertreter auf gute Veranstaltungen aufmerksam machen kann. Geschweige denn diese zur Teilnahme zu bewegen — ganz abgesehen vom Journalisten einfach zu kaufen; dazu fehlt uns im Gegensatz zur Dieter Schwarz Stiftung das Geld.

Aus lauter Verzweiflung gibt die Politik den Ostdeutschen nun Otto I. zurück. Dabei weiß inzwischen doch jeder, dass die nur den Adolf zurückhaben wollen!

Neuss feiert wieder einmal sein Schützenfest. Sämtliche E- und sonstige Manzen kochen erneut vor Wut! Dabei wäre es doch so einfach, eine Wehrpflicht für alle!


Blogger

28.2.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Vermischtes

Gestern habe ich mich wieder einmal in einem Garten ausgetobt, wobei die Folgen des letzten Tobens noch immer nicht beseitigt sind. Die Heinzelmännchen sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren! Aber schon in meiner Jugend musste ich irgendwann dann doch im Kinderzimmer wieder selbst klar Schiff machen. Die Heinzelmännchen werden sicherlich bald völlig vergessen sein, dafür gibt es nun die KI!

Abends konnte ich noch das Tanzbein schwingen und zum Abschluss auch noch DS9 weiterbingen — in Kürze ist die Staffel 7 dran.

Erfreulich ist die Umbenennung der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Grundschule am Pfühlpark! Nicht, weil ich diesen Menschen kenne oder gar gegen ihn etwas hätte, sondern einzig und alleine deshalb, weil ich davon überzeugt bin, dass man Menschen keine solchen Denkmäler setzen soll und darf. Hier hat der Gemeinderat, wenn auch aus den falschen Gründen heraus, richtig gehandelt. Wohl aus Pragmatismus heraus bleibt die Straße mit demselben Namen unserer Stadt erhalten.

Dass der Gemeinderat sich selbst mit seiner Begründung für die Namensänderung Lügen straft, zeigt alleine schon der Umgang mit einem Nazi- und SS-Porträt im Rathaus. Sobald man mit den jeweiligen Damen und Herren selber gekuschelt hat, sind sämtliche Ideale oder gar Ideologien Schall und Rauch. Und welcher Gemeinderat möchte denn in einer neuen Diktatur auf sein lukratives Amt verzichten? — Dies ist selbstverständlich eine rein rhetorische Frage!

Weniger erfreulich ist, wie die Medien und viel zu viele Bürger mit der Notwendigkeit umgehen, dass die Bundeswehr zu üben beginnen muss. Kaum fliegt einmal ein eigenes Flugzeug oder es fährt ein eigener Panzer, was man als Bürger eigentlich mit Jubelstürmen begrüßen müsste, schreien alle Zeter und Mordio!

Wahrscheinlich jubeln alle erst, wenn russische Panzer durch unsere Straßen rollen. Auf alle Fälle aber bereitet sich die vermeintliche Friedensbewegung erneut darauf vor, um unseren Soldaten zumindest die Bremsschläuche an den Autos durchzuschneiden und die Reifenventile zu sabotieren.

Um mit etwas Netterem zu enden, gibt es hier noch einen Hinweis auf die jüngste Show von Prada. Den entsprechenden Beitrag von Vanessa Friedman gibt es für meine Leser hier kostenfrei. Die gezeigten Klamotten sind so schräg, dass mir manche davon sogar gefallen.

Käffchen

Gestern gab es bereits das inzwischen traditionelle Käffchen mit Detlef Stern. Heute überraschend ein weiteres mit Walter, wobei ich mit Walter zuletzt vor gut 35 Jahren zusammensaß — spannend dabei, der Kaffee war damals bereits derselbe.

Bei beiden Gesprächen konnte ich davon ausgehen, dass meine Gesprächspartner wissen, worüber sie sprechen. Was für mich die Gespräche erst so richtig interessant macht. Ich müsste mal nachschauen, wie man Gespräche nennt, wenn keiner der Gesprächspartner vom gewählten Thema eine Ahnung hat. Wahrscheinlich gab es so etwas noch nicht, als unsere Sprache entstanden ist.

Auf alle Fälle aber wunderten sich Detlef und ich gestern erneut darüber, dass die große Mehrheit der Wirtschaftsinformatikstudenten über keine eigene Website verfügt. Wobei, es soll heute sogar Informatikprofessoren geben, die nicht selber programmieren. Was mich auch nicht mehr wundert, da es schon längst Blogger gibt, die nicht mehr selber bloggen. Und schon gar nicht mehr, dass immer weniger Menschen noch selber denken.

Ein weiteres Thema war die „Bloggeria“ und der Umgang untereinander. Im Nachklapp überlegte ich mir, ob ein Weblog überhaupt das Push-Prinzip anwenden soll oder gar darf. Dies sollte eher den Social Media überlassen bleiben, die damit das WWW zulärmen. Ein Blog sollte sich dadurch auszeichnen, dass für dieses wieder das Pull-Prinzip gilt. Ich versuche dies nun zu befolgen und nehme dabei gerne in Kauf, dass mein Blog Leser verliert.

Ich schreibe mein Blog zu allererst für mich, dann für jene, mit denen ich über mein Blog kommuniziere und zum Schluss auch für jene, die sich die Mühe machen, um hier im Blog nachzuschauen, ob es wieder etwas Neues gibt. Wenn diese beiden Gruppen sich zudem die Mühe machen und mit technischen Hilfsmitteln auf mein Blog zugreifen — Bitteschön! Wer kann, der kann.

Am liebsten sind mir aber jene Leser, die sich (wieder) einmal fragen, ob und was ich heute so geschrieben habe und dann selber hier im Blog nachschauen. Und wenn diese dann sogar auf mein von mir selbst geschriebenes reagieren, ja dann ist für mich meine kleine Bloggerwelt völlig in Ordnung!

Und solche Ansammlungen von kleinen und kleinsten Bloggerwelten, die machen unsere Welt auf alle Fälle besser. Und so sollte jeder kommunizierende und denkende Mensch, wenn er nicht selber bereits über ein eigenes Blog verfügt, zumindest eine eigene Blogroll haben, wo er nachschauen kann, wenn er wieder einmal daran denkt, was könnte z. B. der Detlef oder der Heinrich denn so alles geschrieben haben.

Rundschreiben

Heute ist es wieder so weit und ich muss das monatliche Rundschreiben versenden. Dank Donald Trump, der wirklich alles tut, um von seiner Vorliebe für möglichst junge Mädchen, ob verwandt oder auch nicht abzulenken, habe ich heute einen sehr aktuellen Aufmacher.

Auch wenn Militärs seit Jahren wissen, wann größere Militärschläge stattfinden, werden wir Normalbürger immer wieder davon überrascht — zumindest jene, die keine Nachrichten auswerten können. Lustig dabei nur, dass manche Politiker damit hausieren gehen, wie sie bereits vorab von externer Seite informiert wurden. Dafür gibt es drei Gründe: erstens, sie wollen wieder einmal in der Zeitung stehen, zweitens sie sind nicht in der Lage, um auf ihre hausinternen Experten zu hören oder sie haben ihre Exekutive so weit heruntergewirtschaftet, dass sie aus reinem Mitleid von ihren Kollegen vorab informiert werden.

Jetzt, da es wieder einmal zu einer militärischen Auseinandersetzung — übrigens einer von sehr vielen — gekommen ist, versuche ich die Auswertungen und Kommentare unsere Militär- und Sicherheitsexperten geflissentlich zu überhören, was alleine meinem Seelenheil geschuldet ist. Die meisten unserer Experten sind wie Informatikprofessoren, die selber keinen Computer einschalten können oder gar wie ein mit gut 150 Kilogramm Fett gefüllter Trainingsanzug, der auf der Couch sitzend die Sportschau kommentiert.

Was mich nun fragen lässt, wann ist man bei uns eigentlich ein Experte oder gar ein Fachmann?

Für Militärexperten dürfte weiterhin gelten, dass diese zumindest einen Zug unfallfrei über eine Pläne führen können müssen. Wahrscheinlich langt bei uns aber bereits ein Besinnungsaufsatz über einen Hollywoodfilm mit John Wayne, um selbst an den höchsten Stellen Gehör zu finden. Was auch erklären könnte, dass wir immer wieder darüber überrascht sind, wenn es irgendwo auf der Welt zu Konflikten kommt. Mindestens so überrascht wie die Studenten in meinen Klausuren, die weder an den Vorlesungen teilgenommen noch sich eins der Grundlagenbücher ausgeliehen haben und nun eine Fünf als Quittung erhalten.

Man sollte auf seinem ureigenen Fachgebiet doch schon einmal etwas nachweislich geleistet haben, um sich selber als Fachmann zu sehen. Nur darüber zu sprechen oder zu schreiben ist einfach viel zu wenig!


Wahlkabinen

Landtagswahl 5 (4)

Beitragsfoto: Wahlkabinen | © Alexandru Nika, Shutterstock

Selbst die ignorantesten und dümmsten Mitbürger dürften es inzwischen mitbekommen haben, dass es demnächst bei uns wieder Wahlen gibt — wohl der einzige Grund, warum man heutzutage noch Wahlplakate benötigt. Und mit ein klein wenig mehr Interesse kann man sogar feststellen, dass es eine Landtagswahl ist, welche am 8. März 2026 alle Wahlberechtigten zur Wahl des neuen Landtags aufruft.

Das Besondere an dieser Wahl ist es, dass wir dieses Mal die Gelegenheit haben, um ein Monsterparlament zu wählen — und dies im doppelten Sinne des Wortes! Zum einen haben alle Parteien — auch die FDP (!) — dafür gesorgt, dass ein neues Wahlsystem möglichst vielen Kandidaten einen Sitz im Landtag garantiert. Man weiß zwar längst, dass Quantität keine Qualität ersetzt, aber darum geht es schon lange nicht mehr: Parteisoldaten wollen versorgt werden, so wie in Heilbronn die Bürgermeister.

Zum anderen zeigen uns die jüngsten Umfragen zur Landtagswahl, dass wir Bürger die Absicht haben, mindestens 20 % ehemals sogenannte sozial Verachtete in den Landtag zu wählen. Auch aus anderen Bundesländern wissen wir ganz genau, was uns dabei mit der AfD erwartet, eine Bandbreite von der Puffmutter über den Vaterlandsverräter bis hin zum gewöhnlichen Schwerkriminellen. Es ist wirklich alles mit dabei. Einzig und alleine müssen diese Kandidaten bei „Heil Hitler“ den richtigen Arm hochreißen können — was deren Wählerschaft an jugendliche Saufgelage im Festzelt erinnert, die immer wieder gerne mit einem „Sieg Heil“ endeten.

Von der Berufspolitik und ihren Großeltern aus der Nazizeit wissen diese Wähler ganz genau, dass sie, wenn es erwartungsgemäß wieder zu einem Untergang führen wird, einfach nur mit einer Demenz um die Ecke kommen müssen. Was zur Folge hat, dass man sich doch den ganzen Spaß nicht verderben lassen möchte, wenn man dafür nicht einmal und niemals zur Verantwortung gezogen wird.

Zu unserem ganz großen Glück sieht es dabei zumindest in Baden-Württemberg noch nicht danach aus, dass die Totalitaristen, welche aktuell bei uns prominent als AfD und BSW unterwegs sind, mehrheitsfähig werden. Da aber zumindest die ehemaligen Volksparteien jeweils über eine starke totalitaristische Minderheit in ihren Reihen verfügen, besteht hier weiterhin eine schleichende Gefahr. Auch weiß zumindest ich nicht, wohin die Nichtwähler, die einen sehr großen Anteil der Wahlberechtigten stellen, hin tendieren, wenn man sie hinter dem Ofen hervorlocken könnte. Ich hoffe sehr mehrheitlich demokratisch!

Was den demokratisch gesinnten Nichtwählern allerdings nichts helfen wird, da die Wahlen von den Wählern entschieden und gewonnen werden. Die Nichtwähler müssen mit dem jeweiligen Ergebnis zurechtkommen. Und spätestens am jüngsten Tag heißt es dann: Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.

Zugegeben, die jüngste Umfrage zur Landtagswahl lässt mich dennoch nicht frohlocken. Die Landeszentrale für politische Bildung führt dort sechs von den 21 zur Wahl zugelassenen Parteien auf. Die restlichen 15 werden unter Sonstige zusammengefasst, was man in der heutigen Zeit auch anders regeln könnte — zumindest in einer erweiterten Version.

Mit Stand 22. Januar 2026 gibt die Umfrage auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung die folgenden Prozentzahlen bekannt: CDU 29 %, Bündnis 90/Die Grünen 23 %, AfD 20 %, SPD 8 %, Die Linke 7 % und die FDP 5 % — wohl nur, damit letztere noch aufgeführt wird. Die restlichen 15 Parteien und Wählervereinigungen kommen auf insgesamt 8 %.

Von diesen 15 zugelassenen Parteien und Wählergruppen sind mir die folgenden acht bekannt, nicht nur dem Namen nach:

  • FREIE WÄHLER, eine Partei und eine Abspaltung aus den Freien Wähler-Vereinen, welche bewusst nur auf lokaler Ebene bis zu den Kreistagen kandidieren. Meine Einschätzung: rechter Rand der Demokratie. Man kann mit deren Vertretern durchaus gut diskutieren.
  • BSW, eine Einpersonenpartei und Teil der fünften Kolonne zur Unterstützung des russischen Angriffskrieges.
  • Die PARTEI, im besten Fall Spaßmacher, ansonsten eine sehr arrogante Politprominenz. Ich hatte damit nur sehr unangenehme Begegnungen, ob im Europäischen Parlament oder im Stadtrat.
  • ÖDP, eine Partei, die ich von zahlreichen Informationsständen her kenne, aber bis heute noch nicht so richtig einordnen kann.
  • Volt, eine von zwei heute noch existierenden Ausgründungen aus der EUROPA-UNION. Europäisch und mit beiden Beinen auf demokratischem Boden.
  • PdH, eine sehr junge Partei, die sich dem Humanismus verpflichtet fühlt und deren Vertreter sich wahrscheinlich allesamt über kurz oder lang in den größeren Parteien wiederfinden werden.
  • Team Todenhöfer, eine Einpersonenpartei, die alleine dem hohen Selbstwertgefühl eines CDU-Abgeordneten zu verdanken ist.
  • WerteUnion, noch eine Ausgründung aus der CDU. Ob diese noch dem rechten Rand zuzuordnen ist, darf bezweifelt werden. Auch wenn ich einige Mitglieder persönlich schon sehr lange kenne, ist es mir völlig schleierhaft, wann und warum diese Menschen plötzlich falsch abgebogen sind?

Kommen wir nun wieder zurück zu jenen Parteien und Albträumen, die bei uns damit rechnen können, dass wir Wähler deren Kandidaten in den Landtag schicken.

Von der CDU geht der letzte Wahlverlierer Thomas Strobl erneut ins Rennen und kann dieses Mal nach der erfolgreichen Versorgung seiner damaligen grünen Konkurrenz damit rechnen, dass die CDU wieder einmal ihren Kandidaten durchbekommt. Zumal ihn die CDU mit dem Listenplatz 4 abgesichert hat! Er folglich dieses Mal von keinem einzigen Wähler mehr gewählt werden muss, um wieder einmal Abgeordneter zu werden. Spekulieren kann man, ob er danach ins Amt des OB wechselt und zugleich die No-Name Verena Schmidt in den Landtag befördert. Eine typische CDU Vorgehensweise, um den Bürgern die eigene Wahl eines Kandidaten abzunehmen.

Von Bündnis 90/Die Grünen geht Gudula Achterberg ins Rennen, die als Nachrückerin von Susanne Bay Landtagsabgeordnete wurde. Eine Rochade, um Bay bis zum Lebensende zu versorgen und der CDU wieder eine Chance im Wahlkreis einzuräumen. Für unseren Wahlkreis war dies allerdings ein Glücksgriff, denn Gudula Achterberg macht ihre Arbeit richtig gut! Was deren Partei wohl nicht so sieht (Listenplatz 43) und diese deshalb auf jede unserer Stimmen angewiesen ist.

Von der SPD geht Tanja Sagasser-Beil (Listenplatz 18) ins Rennen. Über eine SPD, die um die 8 % herumhängt, muss man keine weiteren Worte mehr verlieren. Die letzten SPD-Abgeordneten im Wahlkreis haben uns Bürgern diese ehemalige Volkspartei so richtig ausgetrieben. Demokratie ist einfach mehr als Parteisoldaten auf immer und ewig zu versorgen, was wohl nur die Anhänger von den anderen Heilbronner Parteien etwas anders sehen.

Die FDP geht erneut mit Nico Weinmann (Listenplatz 7) ins Rennen. Man kann darüber spekulieren, was mit Weinmann geschieht, wenn sich die FDP auch bei uns in Wohlgefallen auflöst; Baden-Württemberg folgt dabei wohl nur einem Bundestrend. Auf alle Fälle aber wird in Heilbronn in Hinterzimmern darüber entschieden, wer bei uns OB wird. Und da Weinmann mit am Tisch sitzt, könnte ihn wohl nur ein Dieter Schwarz oder ein Thomas Strobl verhindern.

Die Linke geht mit Hiba Charif ohne Listenplatz ins Rennen. Was mich doch etwas erstaunt, weil man den Ersatzkandidaten Christoph Mössinger eher kennt. Insgesamt sind für mich die Linken eine Überraschung, da sie sich wohl mehrheitlich dazu entschlossen haben, nun auf demokratischem Boden zu wandeln. Manchmal scheint es einer Partei regelrecht gutzutun, wenn sich deren totalitaristischen Kräfte außerhalb der Partei verselbstständigen.

Die AfD stellte Maximilian Decker als Kandidat auf den Listenplatz 50. Ich kenne ihn als einzigen der Kandidaten nicht, was ich allerdings auch nicht bedauere.

Wir können nun sehr gespannt darauf sein, wen wir Bürger am Sonntag, 8. März 2026 in den Landtag wählen werden. Es werden auf alle Fälle mehr Abgeordnete sein als es unserem Land guttut. Und wir haben dabei auch immer weniger Einfluss darauf, welche Kandidaten letztendlich als Abgeordnete im Parlament sitzen. Bleibt zu hoffen, dass es wenigstens mit großer Masse jene Kandidaten sind, die sich für unsere Demokratie, unser Land und Europa einsetzen werden. Selbstversorger und Kriminelle sollten in jedem Parlament eine möglichst kleine Minderheit sein!

Wie aber bei jeder Wahl, es ist unsere Entscheidung, und jedes Volk bekommt die Regierung, die es auch verdient!

Nachtrag

Die Landeslisten findet man hier ...


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