Backsteinmauer

14.9.02026 4.1 (8)

Beitragsfoto: Backsteinmauer | © Pixabay

Nichtsnutze

Ganz egal in welcher Partei, wenn Nichtsnutze, jene, die nicht einmal eine Lehre oder ein abgeschlossenes Studium nachzuweisen haben, aber auch jene, die nur mit Parteibuchabschlüssen und -dissertationen punkten können, also jene, die außer Parteiabzeichen nichts vorzuweisen haben, Politik machen wollen, wankt unsere Demokratie ganz heftig — und dies schon länger. Schon so lange, dass ehemalige nichtsnutzige Parteijugendliche als altergraute Nichtsnutze in die Politik zurückkehren und damit prahlen, dass sie die vergangenen Jahre im parteipolitischen Umfeld sehr erfolgreich zugebracht haben.

So muss man sich auch nicht mehr wundern, wenn nun zwischen den Nichtsnutzen verschiedener Generationen parteiintern Diskussionen vom Zaun gebrochen werden, geht es doch um das Wichtigste in unserem Land, nämlich um die nächsten gut alimentierten Ämter und Posten.

Clara von Nathusius, eine vermeintlich einflussreiche CDU-Politikerin, attestiert nun laut Spiegel einem vermeintlich erfolgreichen CDU-Kanzler, dass man mit diesem keine Wahlen gewinnen kann. Solche Vorhersagen zeugen auf alle Fälle kaum von eigener politischer Kompetenz, höchstens davon, dass man selber Social Media konsumiert und deswegen den vollen Durchblick hat.

Der einfache Beobachter oder gar der politische Gegner könnte sich nun ein klein wenig freuen, sich in den Schaukelstuhl setzen und sich dieses jüngste Spektakel mit immer größerem Amüsement betrachten — was bei der SPD schon nicht so richtig funktionierte, die Grünen weiterhin klein hält und die FDP völlig zerlegt hat, das wurde nun auch von den CDU-Nichtsnutzen zum Allheilmittel erklärt. Jens Spahn läuft sich schon warm und Markus Söder stößt mit dem Dolch gleich mehrfach zu.

Dies wäre alles halb so schlimm, wenn nun nicht die Parteijugend bereits die Katze aus dem Sack gelassen hätte — wir können davon ausgehen, dass sämtliche zu vergebenden Ämter bereits zwischen den Nichtsnutzen aufgeteilt sind!

„Die Brandmauer sei aus ihrer Sicht ein »gescheitertes Projekt«, sagte von Nathusius. Auf die Frage, ob die CDU in Sachsen-Anhalt in Sondierungsgespräche mit der AfD gehen sollte, sagte sie: »Ich finde, wenn wir eingeladen werden, sollten wir erst mal mit jedem sprechen.« Dann müsse man schauen, was in den Gesprächen herauskomme.“

Der Spiegel zitiert Clara von Nathusius (14.9.2026)

Auf alle Fälle bezeugen solche Aussagen, dass es diesen Damen und Herren nicht um unser Land oder um unsere Demokratie geht, es geht diesen alleine nur ums bequeme Absahnen. Den AfD-Wählern sei versichert, dass es den AfD-Bonzen ausschließlich nur ums Absahnen geht, was man leicht aus den Abwanderungsbewegungen von Nichtsnutzen aus den demokratischen Parteien hin zur AfD beobachten kann.

Wenn man unser Land tatsächlich verbessern möchte, muss man dies durch und zusammen mit den demokratischen Parteien und Wählervereinigungen machen! Dabei würde es sehr helfen, wenn die immer noch vorhandenen alten weißen Frauen und Männer in den Parteien, jene die ihr gesamtes Leben hart gearbeitet haben und zudem ehrenamtlich politisch engagiert waren, diesen Nichtsnutzen endlich den Stuhl vor die Tür stellen! Nur weil z. B. ein Jens Spahn auf ewig jugendlich macht und schwul ist, muss man ihn nicht auf einer Sänfte in die höchsten Ämter tragen — damit rettet man ganz offensichtlich keine Union.

Wenn die demokratischen Parteien unsere Demokratie retten wollen, dann müssen die Demokraten in diesen Parteien endlich einmal in den eigenen Reihen aufräumen. Sehr schnell wird man dabei feststellen, dass auch ein vermeintlich unersetzbarer Parteimensch ersetzbar ist und es mehr gute und engagierte Parteimitglieder gibt, als es immer wieder gerne behauptet wird.

Und die Brandmauer wäre tatsächlich unnötig, wenn es nicht viel zu viele Arschkriecher und Nichtsnutze in den eigenen Reihen gäbe! — die mit jedem sprechen wollen, außer es handelt sich dabei um Linke, Liberale, Grüne oder auch andere Demokraten!

Schemelsbergtunnel

Zwar lautet das Straßenschild Schemmelsbergtunnel, amtlich wird er allerdings als Schemelsbergtunnel geführt. Was bei uns weniger tragisch ist, da im Landkreis weitere Orts- und Namensschilder die falschen Namen tragen.

Zum Wochenstart, zumindest für jene, die Heilbronn in Richtung Weinsberg und Öhringen verlassen müssen, gibt es einen weiteren Aufreger. Denn, wenn man glaubt, dass nur die Bahn nichts mehr auf die Reihe bekommt, dann hat man sich geirrt. Auf alle Fälle sehe ich aktuell so viele Schienenersatzverkehrsbusse wie noch nie. Und von einem Lockführer durfte ich erfahren, dass man Heilbronn wohl für Monate hinweg vom Bahnverkehr trennt.

Was auf dem ersten Blick nichts mit dem Tunnel zutun hat. Dann aber stellt man fest, dass dieser zur B39, einer Straße des Bundes gehört. Wasserstraßen konnte die Bundesregierung noch nie, Bahn kann sie schon sehr lange nicht mehr, Autobahnen ebenfalls und nun führt die Inkompetenz der zuständigen Bundesminister selbst noch dazu, dass unsere Bundesstraßen zum reinsten Lotteriespiel werden.

Für den Schemelsbergtunnel sind offiziell ein Sicherheitsbeauftragter und ein Tunnelmanager des Amtes für Straßen und Verkehr zuständig, „die in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr, Kreisbrandmeister und weiteren Sicherheitskräften den besagten Tunnel überwachen“ — wobei zugegebener Maßen offiziell nicht von „reparieren“ und „in Betrieb halten“ gesprochen wird.

Nach einer rund 14-monatigen Vollsperrung wurde dieser 1990 in Betrieb genommene Tunnel nach einer sehr umfassenden Sanierung und Nachrüstung am 26. Februar 2026 wiedereröffnet, was bis jetzt dazu führt, dass er weiterhin immer wieder und wochenlang gesperrt wird.

Vermischtes

Als nächstes entferne ich jene Blogs aus meiner Blogroll, die mir im RSS Feed nur Anreißer zur Verfügung stellen. Für wie dumm halten diese Blogger ihre Leser?

Benjamin Birkenhake schreibt heute in seinem Blog-Beitrag „Bloggen gegen rechts …“, dass „Wahlergebnisse nicht in Blogs verändert werden und die Demokratie nicht in Blogs gerettet wird.“ Ich gebe ihm Recht, merke aber an, dass Demokratie auch in Blogs gelebt werden kann und jede Demokratie nicht gerettet, sondern gelebt werden muss!

Wir Deutschen wussten es 1989 ganz genau, dass unsere Mitbürger 2.0 mehrheitlich keine Demokraten sind und gingen fälschlicher Weise davon aus, dass man diese mit gut 40 Jahren Diktatur mehr auf dem Buckel genau so durch kaufen zu Demokraten machen kann, wie ehedem unsere eigenen Eltern und Großeltern.

Und wir wussten auch ganz genau, dass jede Spesendemokratie nur so lange rund läuft wie der Rubel rollt. Und so müssen wir nur eins und eins zusammenzählen und dürfen uns auch nicht wegen der jüngsten und der kommenden Wahlergebnisse wundern.

Gestern Abend brachte Detlef Stern bereits seine Randnotizen heraus, die ganz bewusst keine „langen Wochen“ sind, wobei ich aber davon ausgehe, dass der geneigte Leser kaum und etwaige mitlesende Studenten schon gar nicht den feinen Unterschied zur Kenntnis nehmen werden.

Gleich heute Morgen erwartete mich ein vollgetankter meseno-Bus, den ich nach meiner Tour mit Spenden fast ganz gefüllt wieder abgeben durfte. Und selbst der üblich schlecht Gelaunte (kleiner Insider) kam heute mit einem Tschau um die Ecke.

Die meseno-Feier war am Freitag eine sehr gelungene Veranstaltung. Erstaunlich was heute Foto-Boxen aus uns Menschen so alles herausholen. Manche dieser Beweisfotos liegen neben meinem Rechner und ich bin fast versucht, diese zu digitalisieren. Aber nur fast, denn nach ein paar weiteren Lachern werden auch diese Fotos der Vergänglichkeit übereignet.

Und so ganz nebenbei konnte ich „Boston Legal“ weiterbingen. Das mit den dicken Zigarren hatte ich noch anders in Erinnerung. Wenn einmal ein Gefechtsschießen so richtig gut gelungen war, spazierte der Kommandeur mit dem Leitenden über das „Gefechtsfeld“ und bot ihm dabei eine Zigarre an. Während diese gepafft wurde gab es die Manöverkritik (Hot Wash Up) — mir war regelmäßig schlecht danach und so wurde aus mir später trotz der übelsten Umstände nie ein Raucher.

Gespräche werden von mir immer nachbereitet und die guten wirken sich zudem aus. Heute erhalte ich nun das Buch „Situation und Konstellation“ (2026) von Hartmut Rosa zugestellt; wir dürften beide fast zur selben Zeit Soziologievorlesungen besucht haben.

„Nur wo wir handeln, fühlen wir uns lebendig, und nur im Handeln gewinnen wir soziale Energie.“

HArtmut Rosa (2026)

Gans

27.12.02025 5 (8)

Beitragsfoto: Jahresendgans

Geldwäsche

Auch wenn der Richterbund ganz staatskonform vermutet, dass es nur die deutsche Sparsamkeit sei, die unsere Politiker dazu veranlasst, Deutschland nach den USA zum kriminellen Eldorado der Welt zu machen, gäbe es dafür auch eine andere Erklärung, nämlich meine: es ist einfach seit Helmut Kohl das Geschäftsmodell aller Regierungsparteien.

Die GOP unter Donald Trump und viele weitere Parteien in Europa haben dieses inzwischen übernommen — wobei die GOP zugegeben ganz neue Maßstäbe setzt — und sorgen dafür, dass der Raubzug privilegierter (aka systemrelevanter) Gesellschaftsschichten kein Halten mehr kennt; die Expertise holt man sich dazu gerne aus der sogenannten organisierten Kriminalität.

Ein ganz normaler Spaziergang durch unsere Innenstädte lässt doch wohl jeden Betrachter fragen, zumindest wie man mit Barbershops, die gleich über mehrere Stockwerke verfügen, ausreichend Geld verdienen kann, um wenigstens für die Miete aufkommen zu können.

So lange der Vermieter sein Geld — woher auch immer — erhält und die städtischen Werber keine neuen Leerstände vermelden müssen, ist bei uns die Welt völlig in Ordnung. Man schaut dabei über wirklich alles hinweg und lässt gerne auch die sonst üblichen Kontrollen ausfallen.

Wie bereits zu Nazis Zeiten wissen wir alle, was geschieht. Sollte einmal das Pendel wieder in die andere Richtung schlagen und eine geläuterte Weltgesellschaft uns um Rechenschaft bitten, dann haben wir allesamt davon nie und nimmer etwas gewusst — da schwören wir auch jeden heiligen Eid: Verbrechen und Korruption in Deutschland, doch nicht bei uns! Überall sonst auf der Welt ganz bestimmt!

Vermischtes

Heute bei Sonnenschein der erste Spaziergang zusammen mit der Enkeltochter. Der Älteste macht hier Zwischenstation, weil sie aus München kommend in Homburg nach einer neuen Wohnung suchen.

Mich vor dem Fertigstellen der Klausur drückend, habe ich mehr Blogs gelesen, als es mir guttat. Bei dieser Gelegenheit habe ich jene Blogs künftig abgeschrieben, die nun wohl aufgrund der Hoffnung auf mehr Reichweite auf KI bauen. Würde ich aufgehübschten Quatsch lesen wollen, frage ich einfach den Mittelsmann auslassend, ChatGPT danach, mir einen solchen zu schreiben.

Es gab aber auch Blog-Beiträge, die ich sofort auf Bluesky teilte; zum Beispiel Martin Thieleckes „Lernt diskutieren, ihr Kacklappen!

Schon etwas länger her, dass ich die Heilbronner Stimme gekündigt habe. Leider aber werde ich deren Werbeanzeigen und Aufforderungen zur Rückkehr einfach nicht los, genauso wenig wie die unliebsame Post aus dem Rathaus. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich dabei auf „Abbestellen“ geklickt habe. Das Problem ist wohl, dass man das, was man nicht bestellt hat, auch nicht abbestellen kann.

Zumindest wurden die Rathausschreiben, welche sagen, dass man sie mehrfach bekommt, weil man gleich auf mehreren Verteilern sei, weniger. Das muss etwas mit der künstlichen Intelligenz im Rathaus zu tun haben.

Mein zweitliebstes Parkhaus soll nun abgerissen werden, nicht aber, weil man es nicht mehr benötigt oder es baufällig ist — es wurde sogar schon ausgezeichnet. Das Heilbronner Rathaus liebt und baut einfach nur gerne auf Spekulanten wie jenen am Wollhaus.

Dafür soll der Schemelsbergtunnel wie geplant Ende Februar 2026 wieder eröffnet werden. Ob das Ganze künftig so läuft wie beim Weinsberger Tunnel, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle aber ist Anhydrit kein ausschließliches stuttgarter Problem. Und womöglich hatten jene Fachleute schon vor zweihundert Jahren Recht, die vorschlugen, Straße und Bahn einfach über Neckarsulm und Neuenstadt gen Osten zu führen.

Nachtrag

Martin Thielecke machte mich auf den folgenden YouTube-Beitrag von Fynn Kröger aufmerksam.

Nachdenkliches

Traditionell gibt es bei uns zu Heiligabend ein eher bescheidenes Mal, auch wenn wir die teilweise sehr opulenten Weihnachtsfeste bei Freunden und Bekannten in der Vergangenheit sehr genossen haben. Die restlichen Tage bleibt es dann vor allem aufgrund der vielen netten Menschen, darunter noch Lebensalter, die sich beim Essen nicht einzuschränken brauchen, nicht aus, dass es doch zu viel des Guten gibt.

Dabei zeigt es sich immer wieder ganz gut, wer sich selbst zurückhalten kann und wer nicht. Besonders die Traumschiff gestärkten Gesellschaftsesser und Gratisbuffetplünderer erheitern mich dabei wie sonst das ganze Jahr nicht.

Aus Jahresendessen werden sehr schnell Lebensendfressen, wobei man seinem Nachbarn auch noch den allerletzten Happen zu neiden scheint; die etwas intelligenteren älteren Exemplare überlassen dann doch noch den jüngeren Generationen „ihren“ Platz am Tisch — meist aber auch nur, weil es die eigene Verdauung nicht mehr anders zulässt.

Jedes Mal, wenn ich ein solches Gelage bestaune, muss ich an Eugen Roths Gedicht „Am Tisch des Lebens“ denken, das der geneigte Leser auch in meinem Gedichtebeitrag „Über die Zeit“ nachlesen kann.

Was mich besonders jüngst immer nachdenklicher macht, denn mein eigenes Alter und verstärkt meine eigene Gesundheit helfen mir dabei immer mehr, um manchem eigenen Laster weniger bis gar nicht mehr zu frönen.

In einer völlig übersättigten Gesellschaft ist es ziemlich schwer, sich selbst einzuschränken. Auch kommt noch mit hinzu, dass ein vermeintlicher und vielleicht auch nur künftiger Mangel, vor allem die Primärprozessler unter uns zu reinen Fressereien motiviert — und dies nicht nur beim Essen!

Und so denke ich ganz besonders gerne an jene Momente meines Lebens zurück, wo alleine der Mangel an Ressourcen das Leben für alle viel lebenswerter machte. Jene Momente, in denen ein Sonnenstrahl auf den völlig durchfrorenen und hungrigen Körper mehr Glück und Zufriedenheit erzeugt, als es das reichhaltigste Buffet je können wird!

Gerne wäre ich zu Silvester mit meiner besseren Hälfte, so lange wir dies noch können, auf einen Ball gegangen. Leider aber nennt man bei uns im Beritt die Sauf- und Fressorgien mit noch billigerem Begleitprogramm so — das müssen wir uns kein zweites Mal mehr antun. Die Alternative wäre, kurzfristig in eine Stadt zu verlegen, wo es noch echte Tanzbälle wie den Europa-Ball gibt. Das wiederum hat in meinen Augen solch einen Hauch von Dekadenz, dass wir das dann doch lieber bleiben lassen.

Der Fehler liegt dabei in der Auswahl der eigenen Heimat, ich hätte mich nicht von Gefühlen leiten lassen, sondern vorab eigene Bedürfnisse mit dem vorhandenen Angebot abgleichen müssen. Was mit zunehmendem Alter, sobald nur noch Friedhöfe, Altenheime, Arztpraxen und Krankenhäuser eine wesentliche Rolle spielen, auch keinen mehr stört.